Juni 2008 Archive

Folgen und Reihen

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Folgen und Reihen kennen wir alle noch aus Schule und Studium zur genüge. Auch in Bezug auf den Bundesdeutschen Fußball sind sie ja immer wieder zur Bestätigung der Titelfähigkeit unserer Mannschaft herangezogen worden.

"59 - 74 - 90 - 2006" wurde allerdings nach WM-Platz 3 eilig in "59 - 74 - 90 - 2010" umgetextet. Allerhand andere Rechnungen belegten, dass 'man nun dran sei, mit dem Titel'.

Nun kann auch ich es nicht mehr unterlassen und steuere eine weitere mathematische Erklärung bei, warum Deutschland nun - gerade wegen des verlorenen Finales gegen Spanien - der nächste Weltmeister werden muss: 

Nach einem dritten Platz in der WM 2006, einem zweiten Platz in der EM 2008 müßten nun folgerichtig der erste Platz beim nächsten internationalen Turnier - der WM 2010 in Südafrika drin sein. Wollen wir hoffen, dass wir die Olympischen Spiele in Peking 2008 nicht mitzählen müssen...

Schaffenspause

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Heute gehen unsere Bundestagsabgeordneten in die Sommerpause. Die Sommerpause, d.h. die Zeit ohne parlamentarische Arbeiten in Berlin, erstreckt sich aufgrund der landesweit unterschiedlichen Ferientermine über 11 Wochen.

Gut ist, dass unsere Kollegen Volksvertreter nun Zeit haben, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, z.B. ihre Nebentätigkeiten in den Vorständen und Aufsichtsräten namhafter Unternehmen.

Ebenso gut ist, dass es wieder einige Hinterbänkler geben wird, die aus ihrer Anonymität schlüpfen wollen und in Personalunion Regiesseur und Darsteller des Sommertheaters werden. Man darf gespannt sein, was sie dieses Jahr geben werden.

Aber das Beste ist, dass in dieser sommerlichen Schaffenspause auch eines eine Pause bekommt: Unsere Politiker werden uns in dieser Zeit nicht schaffen!

Schöne Ferien!

Fußball-Lyrics

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Lied 1:

Olé, olé-olé-oléééé, oléhe-olééé,

olé, olé-olé-oléééé, oléhe-olééé!

Olé, olé-olé-oléééé, oléhe-olééé,

olé, olé-olé-oléééé, oléhe-olééé!

 

Lied 2:

Fiiiiinale-ohohohooooh,

Fiiiiinale-ohohohooooh!

 

Lied 3:

Über Basel fahren wir nach Wien,

über Basel fahren wir nach Wien.

 

Wie kann man mit so wenigen Worten so viel ausdrücken?

Deutschland gegen Türkei

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"Das bevorstehende Halbfinalspiel der Deutschen Mannschaft gegen die Türkei elektrisiert die Massen". Das jedenfalls sagte heute früh der Nachrichtensprecher meines Lieblingsmorgenradios. Und er hat - soweit ich das beurteilen kann - Recht. Die Berichterstattung der letzten Tage hat es gezeigt, wie sehr sich "die Nation" auf dieses Ereignis freut. Allerdings stellt sich die Frage, ob "Deutschland GEGEN Türkei" so richtig ist?

An dieser Stelle müssen wir "die Nation" noch einmal erläutern. Neben den rund 82 Millionen Deutschen leben hier - u.a. - auch etwa 2 Millionen Türken. Sie stellen damit die größte ausländische Minderheit. Viele von ihnen leben bereits seit Generationen hier und fühlen sich mit Land und Kultur fest verbunden.

Für diese Mitbürger gerät das Halbfinale zu einem Spiel "Heimatmannschaft gegen Heimmannschaft". Viele Türken bekundeten zwar für die "eigene" Mannschaft - die Türken - zu halten, aber sich dennoch auch über einen deutschen Sieg freuen zu können. Und das nehme ich ihnen ab! 

Mir ginge es - bei aller Euphorie für Jogi's Jungs - genau so. Zu sehr gehört man mittlerweile in unserem Land zusammen, zu sympathisch die türkischen Mitbürger und nicht zuletzt zu begeisternd das Spiel ihrer Mannschaft.  

Ein Gewinner steht für mich bereits vor dem Spiel fest: Die deutsche Nation. Wir sind wieder einmal einem guten "Multikulti" einen großen Schritt näher gekommen. So soll das gehen in Europa, oder?

Dave Balter hat sein neues Buch „The Word of Mouth Manual II" fertig gestellt. Man kann es ab sofort bei Amazon für $45 bestellen.

 

Allerdings kann man er hier auch kostenlos herunterladen, was ich durchaus empfehle. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass Balter sein Buch kostenlos anbietet und sich selbst damit im Grunde genommen schadet. Aber er erreicht damit, dass sich sein Buch schneller verbreitet, er gewinnt Leser, die er sonst womöglich nicht erreicht hätte. Und diese könnten wiederum zukünftig wieder Interesse an einer seiner künftigen Veröffentlichungen haben. Und dann funktioniert das Ganze plötzlich.

 

Manchmal muss man etwas verschenken, um ein Geschäft in der Zukunft vorbereiten zu können. Insofern muss man den Spruch "geben ist seeliger denn nehmen" wandeln in "erst geben, dann nehmen."

 

Paßt scho'.

Diven auf dem Rasen

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Fußballerisch war das Spiel zwischen Weltmeister Italien und Spanien gestern sicherlich kein Glanzpunkt. Theatralisch jedoch sicherlich einer der Höhepunkte der EM! 

Die "Südländer" - und diese nicht ganz korrekte Zusammenfassung beider Nationen in einer Gattung sei mir gestattet - sind ja schon seit je her für ihr Temperament, ihre wogenden Emotionen und ihre meisterhaft-dramatischen Darstellungen auf dem Rasen  bekannt. Und wir wurden auch gestern nicht enttäuscht. 

So gesehen war das Spiel gestern Abend das Endspiel der "Meister-Schauspielertruppen" und bisweilen kaum zu ertragen. Die Aktionen der Protagonisten zeichneten sich durch Unsportlichkeit - worüber man nach Regelauslegung streiten kann - und Lächerlichkeit - die Sachlage läßt keine Diskussion zu - aus.

Trainings zur Selbsterfahrung und -findung werden Videoaufzeichnungen genutzt, um dem Trainee sein nach außen wahrgenommenes "ich" buchstäblich vor Augen zu führen. Eine adäquate Maßnahme auch für unser darstellenden Fußballer aus dem Süden. Würden sie sich so erleben, sie würden sich schämen. Denn im Unterschied zu den Diven hat ihr so gearteter Auftritt keine Klasse. Schmierenkommödianten halt, die man früher aus der Stadt gejagt hat.  

Nun, ein paar von ihnen müssen ja nun die Koffer packen. Manches erledigt sich dann doch von selbst.

"Sonntagsblog"

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Was soll das für ein Sonntagsblog werden, wenn man erst morgens um 1:30 nach Hause kommt. Nach einem anstrengenden Tag - beruflich gefordert! - findet man kaum zur Ruhe. Am darauf folgenden Tag bezahlt man dererlei "Höchstleistungen" mit einer gewissen Trägheit, die man sich auf Grund der heimpolitischen Lage gar nicht leisten kann. Unzufriedenheit ist vorprogrammiert! 

Und ganz zum Schluss, nach einem von Kompromissen gekennzeichneten Tag findet man dennoch die Erkenntnis, dass es gar schlimmer sein könnte. Ehrlich...

Wandlung

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Die Katholiken unter Euch kennen das Wort "Wandlung" aus der katholischen Liturgie. Es bezeichnet hier die Wandlung der Hostie in den Leib Christi. Eine Wandlung auf Basis des Glaubens. 

Was wir - und dieser Vergleich sei ungestraft erlaubt - gestern Abend bei Spiel unserer Mannschaft gegen die Portugiesen erleben durften, war ein gewandeltes Team. Ein Team, das an sich geglaubt hat. Eine solche Leistung hätten doch die ärgsten Optimisten Jogi's Jungs nicht zugetraut! Es war eine Freude das Spiel anzuschauen, an Spannung zum Ende hin kaum zu überbieten. 

Eine überraschende Wandlung muss es für uns nicht jeden Tag sein. Aber der Glaube an das Entwicklungspotenzial, das in jedem Einzelnen steckt, verbunden mit dem Wunsch jeden Tag etwas davon abzurufen und sich ein wenig zu steigern, bedeutet für jeden seinen persönlichen Fortschritt.  

Und den kann man genießen, wie ein gelungenes Fußballspiel. Auf geht's! Höchste Konzentration!

...dachten sicher unsere Freunde Ines uns Martin, als sie uns diese Karte aus dem Urlaub schickten. 

Das Motiv der Rückseite war durchaus sehenswert. 

Aber wirklich beeindruckt hat uns die Detailgenauigkeit und die damit verbundene Hingabe, die die beiden in diese Karte gesteckt haben. 

Liebe Ines, lieber Martin, vielen, vielen Dank dafür. Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen.

Was wieder einmal bleibt ist die längst vergessene Freude über selbst gemachte Dinge, die schon unsere Eltern seiner Zeit zu Tränen rührten.

Siehste...? Es funktioniert noch immer.

Cosplay

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Vielleicht lebe ich ja hinter dem Mond. Wer das von mir annimmt, darf gerne einen Kommentar diesen Wortlauts zu diesem Blogeintrag machen. Vielleicht bin ich ja auch nur naiv zu glauben, dass es nicht viel gibt, was mir schon einmal irgendwo begegnet ist. Tatsache ist, dass es jede Menge Dinge zu entdecken gibt, von denen die meisten Menschen in ihrem Leben noch nichts gehört haben.  

So zum Beispiel der Begriff "Cosplay". Weiss einer etwas damit anzufangen? Ich wußte es nicht. Habe nachgeschaut und bei Wikipedia - wo sonst - wieder einmal eine gute Erläuterung gefunden.

Zu wissen, was "Cosplay" bedeutet - ich erläutere es hier nicht, das können die Spezies von Wikipedia besser - ist eines. Zu erkennen, dass da draußen noch so viel mehr zu entdecken ist etwas ganz anderes!!!

Bleibt wieder einmal die Frage, wie ich bei dieser Aufregung heute Nacht einschlafen soll...

Alles aus?

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Wer gestern den schlimmen Sturz von Franck Ribery im Spiel gegen Italien gesehen hat, dem muss schlagartig klar geworden sein, wie verletzlich wir Menschen sind und wie wenig man auf den Bestand dessen hoffen kann, was einem lieb und wichtig ist. Dies gilt insbesondere für die Gesundheit als unabdingbare Basis für das Leben selbst.  

Wie schwer die Verletzung von Ribery ist, wird sich sicherlich in Kürze herausstellen. Dass diese Verletzung das Karriereende für Ribery darstellen könnte, ist nicht unwahrscheinlich.

Ein Grund mehr sich noch einmal und immer wieder über das Wesentliche im Leben Gedanken zu machen. Sonst könnte es für jeden von uns irgendwann auch einmal "alles aus?" heißen.

Markenpersönlichkeit

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Guy Kawasaki ist ein bemerkenswerter Blogger und vor allem Marketing-Macher. In seinem Blog hat er ein interessantes Interview mit Rohit Bhargava, Gründungsmitglied des innovativen 360 Digital Influence Teams von Ogily, über das Thema "Markenpersönlichkeit" veröffentlicht. Ein "Muss" für alle anderen Marketing-Macher. 

Wir und die

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Jetzt ist es also geschafft. Deutschland steht im Viertel-Finale der EM 2008. Und offenbar ist ganz Deutschland weiter gekommen, nicht nur unsere Mannschaft. Jedenfalls gewinnt man diesen Eindruck, wenn man "mal über den Flur hört". Da ist wieder die Rede von "WIR haben gewonnen" und nicht mehr "DIE haben schlecht gespielt".  

Ist doch merkwürdig, wie schnell sich die Situation und die Perspektive ändert.

Bleibt wieder einmal abzuwarten, wie sich die Gespräche am Tag nach dem Viertel-Final-Spiel gegen Portugal anhören werden? Ich persönlich hoffe auf die "WIR-Tonlage"... Klingt einfach besser!

Osterei...

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...heißt auf englisch Easter Egg. Und so wie Ostereier üblicherweise versteckt werden, um gefunden zu werden, werden auch im realen Leben immer wieder Hinweise versteckt, UM gefunden zu werden. Es lohnt sich offenbar genauer hin zu schauen, wie dieser Fall beweist...

Zur Nachahmung empfohlen!

Alles ist drin

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Zumindest beim Fußball... Wieder einmal ein "Off-Topic-Content", aber das muss erwähnt sein: Wie die Türken gestern nach einem 0:2 wieder zurück ins Spiel gefunden haben - einfach grandios!  

Man muss es neidlos anerkennen: Besser konnte auch Münchhausen sich selbst nicht am Schopfe aus dem Sumpf ziehen, als es die Türken gestern gemacht haben. Und dabei zeigten sie eine Qualität, die uns Deutschen zuletzt abhanden gekommen zu sein scheint: Sie haben an sich selbst geglaubt. Respekt für diese schier unglaubliche Leistung.

Ich kann und darf es nicht lassen in Erwägung zu ziehen, dass auch im so oft zitierten "wirklichen Leben" immer noch etwas geht, auch wenn es bisweilen aussichtslos erscheint. Den Mutigen und den Optimisten gehört die Zukunft. Oder wie es mein rennfahrender Freund Roman immer so treffend auf den Punkt bringt: "Auf der Geraden sind sie alle schnell, in der Kurve mußt Du Herz haben!" 

So isses. Dann ist alles drin...

Ein anderer Sonntagsblog

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Wenn dann ein Sonntag nicht im Zeichen der Kinder steht, sondern im "Segen" der unaufschiebbaren Arbeit, dann sieht ein Sonntagsbog schnell einmal aus, wie dieser hier. Unoriginell, wenig hilfreich. 

Letzteres stimmt genau genommen nicht: Denn spätestens dann, wenn man merkt, dass die investierte Zeit nicht wirklich weiter geholfen hat, wird klar, dass es besser gewesen wäre, sich eingehend mit den Kids zu beschäftigen.  

Dann hätte es auch einen besseren Blog gegeben... 

Heute muss ich mich outen: Ja, ich habe heute ein paar Schuhe der Marke "Victory" erworben. Ich kann auch erklären warum. Bei dem Paar Schuhe handelt es sich um die guten alten Turnschuhe, wie wir sie früher immer hatten.

Die, die als Turnschuh ganz offensichtlich völlig umgeeignet waren, weil man darin überhaupt keinen Sport machen konnte und die nach einer einzigen Turnstunde in der Schule schon stanken, als hätte man sie jahrelang schon angehabt. 

Solche Schuhe sind ja nun wieder modern. Und diesem Trend mochte auch ich mich nicht widersetzen. Also habe ich mir heute - quasi als Test - ein Paar Victory-Turnschuhe bei Deichmann gekauft, bevor ich vielleicht mal in ein Original "Converse" steige. 

Warum ich das hier alles erläutere? Ich frage mich, wie man ein paar ordentlich verarbeitete Schuhe dieser Art für ganze 6,95 Euro verkaufen kann? Und es handelt sich hierbei um den regulären Preis. Kein Sonderangebot!  

Ich will nicht naiv erscheinen; natürlich weiß ich, dass man so einen Preis mit Gewinnmargen in allen Wertschöpfungsstufen machen kann: Die Menge macht's. Wenn wir aber Preise dieser Art auch bei anderen Produkten erwarten, dürfen wir uns nicht wundern, wenn Arbeitsplätze in Europa plötzlich als "teuer" und die Produktion als "unwirtschaftlich" angesehen und nach Fernost verlagert wird. 

Nun habe ich sie also, die heiß begehrten Turnschuhe. Die ganze Woche habe ich mich darauf gefreut. Nur jetzt mag so recht keine Freude aufkommen; habe ich doch ein wenig ein schlechtes Gewissen... 

Andererseits: Der "Converse" kommt sicher auch aus Fernost. Das gleiche Problem - bei anderen Margen ;-).

"Never change a winning team" heißt es ja üblicherweise. Und das hat sich ja auch in vielen Situationen bewährt. Gestern allerdings - und dieser zugegebenermaßen simple Vergleich sei mir gestattet - wurde im EM-Spiel der Deutschen gegen die Kroaten deutlich, dass dieses Erfolgsrezept ohne jede Garantie auf Erfolg daher kommt.

Die Kroaten zeigten, dass zwei andere Faktoren wesentlich zielführender greifen:

1. Für jede Position den geeignetesten Spieler finden

2. Mannschaftliche Geschlossenheit herstellen

Dann heißt die Lösungsformel vielleicht eher: Survival of the fittest - one for all, all for one.

Und das gilt uneingeschränkt für den Beruf; ganze Zivilisationen funktionieren genau so. Was wir uns in unserer Neigung zu egozentrischer Wahrnehmung immer wieder vor Augen führen sollten. Sonst ist in der Vorrunde plötzlich Schluss - nicht nur beim Fußball...

Flopp Schwiiz

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So verliert man nicht gern: In der Nachspielzeit einer Wasserschlacht scheidet die Schweiz aus der EM aus. Der leidenschaftliche Kampf der sympathischen Co-Gastgeber konnte es nicht verhindern. Aus dem "Hopp Schwiiz" wurde ein trauriges "Flopp Schwiiz". 

Aaaaber: Nachdem die Schweizer ausgeschieden sind, werden nun sicherlich Eintrittskarten enttäuschter Fans angeboten. Eine Chance, für all' diejenigen, die bisher leer ausgegangen sind.  

Was wieder einmal bleibt, ist die Erkenntnis, dass man - wie so häufig - allem etwas positives abgewinnen kann. Meistens.

Geld knapp?

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Keiner versteht es wie Seth Godin die Dinge auf den Punkt zu bringen. Auch zu diesem ernsten Thema gelingt es ihm wieder einmal, auf überzeugende Art und Weise die Dinge einfach zu machen. 

Hier die überaus gewinnende Beschreibung, wie man sich auf finanzieller Not befreien kann. Interessant sicherlich nicht nur für diejenigen, die sich aktuell in dieser Situation befinden...

Neues Abseits

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Ich hätte Wetten gewinnen können, wenn ich das gewußt hätte: Es gibt ein Abseits, das keiner kennt. So gesehen gestern Abend anlässlich des formidablen Sieg der mir gewiss nicht sonderlich sympathischen Holländer gegen eine divenhaft auftretende Scuadra Azura. Tatsächlich war es wie bei der Wahl zwischen Pest und Cholera. Aber letztendlich ist es wie im richtigen Leben: Man kann sich mit dem Ergebnis abfinden.

Wer von all' den Experten da draußen hätte es gewußt, dass ein hinter der Torlinie liegender Spieler das Abseits aufhebt? Selbst Netzer gab dellingent zu, er habe von dieser Regelung noch nichts gehört. Was nicht weiter verwunderlich ist, erklärte doch sein damaliger Trainer Hennes Weisweiler Abseits so: "Abseits ist, wenn das blonde Arschloch den Ball mal wieder zu spät abspielt!" 

Was wieder einmal bleibt sind zwei Erkenntnisse. Oder derer Drei:
1. Du lernst nie aus.

2. Sei Dir Deiner Sache nie zu sicher.

3. Laß Fußballer reden. Es lohnt sich!

Sonntagsblog

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Heute wieder ein Sonntagsblog. Und wieder einmal scheitert der Versuch ein Stück weit in die Köpfe der Kinder zu steigen: Wenn man meint, man erkenne, wie sie denken, wird die beginnenden Theorie durch eine völlig unerwartete Äußerung barsch zerstört. Hier nun also wieder das Neueste aus dem Reich der wilden Tiere: 

Die physikalischen Experimente des durchaus gelungenen Programms "Crazy Machines" löst mein Sohn routiniert. Er sei, so sagt er, schon auf der "Uni", womit er ein von ihm erreichtes Spiellevel meint. Dazu fällt mir nur mein abgebrochenes Uni-Studium ein, was ich an dieser Stelle zumindest geflissentlich verschweige... 

Nachdem wir uns ausgiebig über die Funktion eines Kugelschreibers unterhalten haben - was elementar spannend sein kann - , erklärt meine Tochter, dass Till Eulenspiegel, als er weiland aufgrund Nasenblutens den Kopf in den Nacken legte, und auf die Frage, warum er dies tue, trotzig keine wirklich plausible Antort gab. Vielmehr wollte er die Leute, die ihn fragten, warum er in den Himmel stiere, just foppen und ihnen damit ihre eigene dämliche Fragerei vor Augen führen. So jedenfalls sieht es die Deutschlehrerin meiner Tochter, was die 3- in der Deutscharbeit erklärt. 

Noch lustiger wird es beim entspannten Gruppen-Kreuzworträtsel, als folgende, überragend treffende Antworten kamen: 

Frage: Schiffsbauanlage. Wir haben "STA_ _ LAUF". Darauf mein Sohn: "Staffellauf".

Frage: Engl. Staatsmann (Tony). Wir haben nichts. Darauf mein Sohn: "Luca" 

Beide Antworten hätten wohl nicht gepaßt! Aber dieses Wochenende schon...

Die Elf der Verlierer

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Nun geht sie endlich los, die EM. Und dennoch war sie für einige der weltbesten Fußballer bereits zu Ende, bevor sie angefangen hat: Für die "Daheimbleiber".

  • Pavel Nedved: Der tschechische Mittelfeld-Star ließ sich nicht zu einem Comeback überreden.
  • Abwehrspieler Philippe Mexes vom AS Rom wurde von Frankreichs Trainer Domenech aussortiert.
  • Mark von Bommel vom Double-Gewinner Bayern München kann sich nicht erklären, warum Bondscoach van Basten ihn nicht nominiert.
  • Djibril Cissé von Olympique Marseille verlor seinen Platz im französischen Kader an Bafetimbi Gomis.
  • Halil Altintop hatte fest mit seiner Nominierung für den türkischen EM-Kader gerechnet. Daher traf ihn die Nichtberücksichtigung durch Trainer Fatih Terim besonders hart.
  • Bei der EM 2000 hatte David Trezeguet noch das Golden Goal im Finale gegen Italien erzielt. Dieses Jahr nominierte ihn Raymond Domenech erst gar nicht.
  • Hakan Sükür: Der mittlerweile 36-jährige wird bei der EM in der Schweiz und Österreich nicht mehr für die Türkei auf Torejagd gehen.
  • Aufgrund einer Knie-Verletzung muss Tschechiens Spielmacher Tomas Rosicky bei der EM 2008 aussetzen.
  • Auf eigenen Wunsch nicht im Kader: Milans Clarence Seedorf verzichtet aus persönlichen Gründen auf seine EM-Teilnahme.
  • Wird für die Italiener nicht auf Torejagd gehen: Filippo Inzaghi hat keinen Platz mehr in den Überlegungen von Nationaltrainer Roberto Donadoni.
  • Trotz 18 Liga-Treffern und einer starken Saison bei den Königlichen nominierte Luis Aragones Real Madrids Klub-Ikone Raúl nicht.
  • Im letzten Moment erfuhr Timo Hildebrand von seiner Nichtnominierung. Der Keeper des FC Valencia muss seinen Platz im DFB-Kader für Leverkusens René Adler räumen.
  • Auch Ivan Helguera vom spanischen Meister Real Madrid findet in Spaniens EM-Planungen keine Verwendung.
  • Portugals Maniche vom italienischen Serie-A-Klub Inter Mailand konnte sich für die EM leider kein Ticket erkämpfen.
  • Das Aus kam für ihn im letzten Moment: Massimo Oddo wird bei der EM nicht für Italien auflaufen.
  • Wird für Portugal nicht um den Titel kämpfen: Innenverteidiger Jorge Andrade von Juventus Turin.
  • Für Bojan Krkic vom FC Barcelona kommt die EM vielleicht noch zu früh. Spaniens Coach Luis Aragones nimmt den 17-Jährigen nicht mit nach Österreich und in die Schweiz.

Welch' eine Auswahl... Damit wäre wohl jeder Trainer sehr glücklich zur EM gegangen.  

Im Übrigen handelt es sich bei vielen Spielern um Menschen, die sich auch auf die EM vorbereitet und gefreut haben. Häufig war auch nicht mangelnde Form oder sonst ein sportlicher Grund für ihr "Scheitern", sondern etwas - nennen wir es - Zwischenmenschliches. Vielleicht denken wir in den nächsten Tagen, wenn neue EM-Helden "geboren" werden, auch an die, die es vielleicht auch hätten werden können.

In seinenem Blog gibt Seth Godin eine 7 Punkte Plan für bessere Typografie. Nachdem jeder von uns immer wieder mit weniger gute gesetzten Drucksachen oder nachlässig erstellten Webseiten konfrontiert wird, sorge auch ich mich um den Bestand guter Gestaltung.  

Gute Gestaltung muss nicht immer ein perfektes, zeitloses Design sein. Es genügt, wenn gewisse Anforderungen an die Verständlichkeit, die Übersichtlichkeit und - und das ist gewissermaßen schon die Kür - an die Wiedererkennung erfüllt werden. Und wenn es dann noch nett ausschaut, dann hat man alles richtig gemacht und die Basis für Kommunikation gelegt.  

Darum ging es doch eigentlich, oder?

Suchet den Obama in Euch

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Jetzt ist es endlich raus: Nach einem grotesk kontroversen uns langatmigen Wahlkampf, voller Emotionen, Tendenzen und Wendungen hat Barack Obama es nun geschafft: Er gilt als der nominierte Kandidat der Demokraten für die Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Und er jubelt leise. Genau so leise und sachlich, wie er seinen Wahlkampf geführt hat. Er sieht es nicht als großen Triumph. 

Hilary Clinton, eine große Verliererin, die immerhin 18 Millionen Wähler für sich begeistern konnte und die Obama während des Wahlkampfs mehrfach "geschnitten" und scharf angegangen hat, rühmt er. Durch sie sei er ein noch besserer Kandidat für den Posten im Weißen Haus geworden. Respekt!

Man kann das Ganze sicher als politisches Geplänkel, als taktische Maßmahme zur Erreichung seiner Ziele abqualifizieren. Aber dennoch hat Obama Stil. Er hat eine Menschlichkeit in den Wahlkampf gebracht, die nicht zuletzt zu seinem Nominierungserfolg beigetragen hat. "Werte" statt "Worte". Wir führen uns vor Augen: Dies könnte der Nachfolger von George W. Bush sein! Welch' eine Entwicklung! 

Was wieder einmal bleibt ist, dass ein Eindruck - und sei er auch noch so oberflächlich - in jeder Hinsicht beeindruckend sein kann und sein muss! Wenn er gekonnt platziert wird. Obama hat es allen gezeigt. Und einen kleinen Obama hat doch jeder von uns in sich, oder? Suchet und findet ihn. Es ist wichtig!

Dieser Sinnspruch ist hinlänglich bekannt. Dass er sich immer wieder auf's Neue bestätigt, rechtfertigt und erklärt seine taufrische Existenz. So wie in diesem Fall:

 

Hatte der weltweit agierende Flugzeugbauer Boeing noch vor gut einem Jahr zunächst leise lächelnd, später lautstark kommentierend die Lieferprobleme beim Konkurrenten Airbus für seinen Zweck nutzen wollen und damit nicht unmaßgeblich zur arbeitsplatzvernichtenden Schieflage des Multi- und Mutterkonzerns EADS beigetragen, mußten die Amerikaner nun kleinlaut eingestehen, dass auch ihr Prestigeobjekt - der Dreamliner 787 - nicht termingerecht auf den Taxiway einbiegen wird. (Ich wußte, dass man die aktuelle Situation in nur einem Satz darstellen kann.) 

Doch es wird wohl noch schlimmer kommen: Hat Airbus derzeit bei laufender Produktion und ersten Erfahrungen 18 Monaten Lieferverzug, spricht man bei Boeing aktuell von 20 Monaten. Eingedenk der Tatsache, dass noch kein einziger 787 auf den Rädern steht, geschweige denn je einer geflogen ist, darf man diese Zahl als vorsichtige Schätzung interpretieren. 

Wie gesagt: Wer anderen eine Grube gräbt... Gute Unternehmenskommunikation geht anders. Bestimmt!

Kann ja mal vorkommen...

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...sagte ein Sprecher des Verlags, der gerade 700.000 Telefonbücher für Berlin mit dem falschen Titelmotiv gedruckt hatte. 'Kann ja mal vorkommen', dass man statt des "Roten Rathauses" das Münchener Rathaus am Marienplatz abbildet. 'Kann ja mal vorkommen', dass man trotz eines solchen kapitalen Fehlers noch nicht einmal ein plausible Erklärung dafür hat, außer 'ein Mitarbeiter habe zwei Bilddaten miteinander vertauscht'. 

Sollte der unbekannte Sprecher des namentlich bekannten Unternehmens sich vielleicht - gemeinsam mit dem ebenfalls anonymen "Mitarbeiter" - demnächst nach einer neuen Stelle umsehen müssen, könnte man bedauernd hinzufügen: Kann ja mal vorkommen...

Verwandte

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Eher zufällig schließt sich mein Montagsblog an den vorhergehenden von gestern extrem nahtlos, aber leider völlig undramatisch an. 

Unter www.verwandt.de - und bitte fragt mich nicht, wie ich immer auf diese Seiten gerate; weder suche ich sie, noch kann ich es mir selbst erklären und dennoch lande ich schließlich auf solchen Seiten - kann man ganz einfach seinen Stammbaum selbst erstellen.  

Interessant allerdings - und dies rechtfertigte schlussendlich die Veröffentlichung in diesem Blog -, man kann auch die Verteilung eines Namens (leider bislang nur) über die Republik visualisieren. Und das wiederum ist sehr interessant; wenn man nicht gerade "Müller" oder "Schmidt" heißt...

Ein neuer Sonntagsblog

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Dieses ist eigentlich eher ein "Sonntagabend-Blog". Die Gründe dafür, dass es eher etwas später wurde, sind leicht erklärt: Es war ein - sagen wir - abwechslungsreicher Tag. Das Gefühl "Langeweile" war eher selten und ausgesprochen rar. 

Dennoch bleibt ein sehr positiver Gesamteindruck des Tages: Fernab von Business, Marketing und Analysen. Die Familien waren beisammen. Die Kinder haben ein Hölleninferno auf Erden angezettelt, meine sensiblen Nerven auf das Äußerste angespannt und die Wohnung auf den Kopf gestellt. Auf meinen. Mein geschätzter Lebens- und Überlebensraum wurde geentert und vorübergehend umgestaltet. Spuren der Invasion waren noch Stunden später sichtbar.  

Ich bin allen, die daran beteiligt waren sehr dankbar. Inklusive meiner Partnerin, die mich anschließend - als ich mich nach Ruhe und einem guten Buch auf dem Balkon sehnte - noch zu einer Radtour nötigte. Alle haben dazu beigtragen, dass dieser Sonntag ein besonderer Tag wurde.  

Schön, dass es Euch da draußen alle gibt! Wir sehen uns. Spätestens nächsten Sonntag!

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