September 2008 Archive

Koffergeschichten

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Ja, der Koffer liegt schon wieder hier, halb gepackt. Es geht wieder auf Reisen. Koffergeschichten - darüber könnte ich ein Buch schreiben. Was allerdings heute passiert ist, ist dann doch eher einzigartig, obwohl ich davon überzeugt bin, dass es weltweit täglich passiert.

 

Ich traf meinen amerikanischen Kollegen Imre, der zu Besprechungen in Deutschland ist. Wir haben gerade vor gut 2 Wochen eine Messe in Chicago gemeinsam bestritten und wollten uns nächste Woche in Las Vegas treffen. Umso überraschter war ich, als er heute in meinem Büro stand.

 

Ich kann nicht behaupten, dass er auf den ersten Blick merkwürdig ausschaute. Erst auf den Zweiten. Auf seiner Reise war sein Koffer verloren gegangen und er hatte sich - gestern angekommen - ein paar Sachen bei Kollegen geliehen. Das allein ist nicht merkwürdig. Koffer verschwinden zwischendurch immer mal, werden dann aber meist am nächsten Tag nachgeliefert. Das Besondere an Imres Gepäck aber ist, dass es nicht aufzufinden ist. Es ist schlicht nicht im System, nicht registriert, quasi nie aufgegeben worden. Wäre da nicht der kleine Abschnitt, den man immer auf's Ticket geklebt bekommt, wenn das Gepäck aufgegeben wird. Aber auch der hat Imre nichts genutzt: Der Koffer ist weg. Vielleicht mit der NASA auf dem Weg zu einer Mission? Wer weiß...

 

Tatsache ist, dass Imre NICHTS hat: Keine Kleidung, keine Toilettenartikel, keine Ladegeräte, kein Garnichts! Wenn ich dann so zu meinem alten Wegbegleiter, dem großen Alu-Rimova hinter mir schaue, wird es mir ganz warm ums Herz: Ich kann manches verschmerzen, aber eine Trennung von IHM? Eher nicht.

 

Es ist wie im richtigen Leben: Ein bißchen wie ein Glücksspiel... Mal schauen, ob wir beide zur gleichen Zeit in Las Vegas ankommen. Ich werde darüber berichten!

Namen ins All

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Manch' einer - und ich gehöre dazu - träumt von einer Reise ins Weltall. Einmal die Erde als Kugel sehen - das wär's. Für die meisten von uns - und wahrscheinlich auch für mich - wird es immer ein Traum bleiben.

Allerdings gibt uns allen die NASA nun die Möglichkeit zumindest unseren Namen als Teil unserer Persönlichkeit ins All zu schicken: Auf einen Mikorchip gespeichert werden wir dann an Bord eines Forschungssatelliten ins All geschossen. Um dabei zu sein genügt es seinen Namen in dieser Seite einzutragen.

Aber wenn in ein paar Jahren dann Aliens vor der Tür stehen, dürfen wir uns nicht wundern... 

Sonntagsblog

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Quasi als Bonus und weil wir ja alle "Sonntagsblog-Fans" sind und weil es in den nächsten 4 Wochen keinen Sonntagsblog geben wird - heute eine Extraausgabe.

Ein Frühstück mit den Kindern ist bekanntlich die Eizelle für den Sonntagsblog. Stichwort "Ei": Ist ein Ei, wenn das Eigelb nicht richtig gelb ist, sondern eher blass-zitronig-gelb, noch nicht reif? Und erhält der Begriff "5-Minuten-Ei" eine neue Bedeutung, wenn das Pellen des Eis 5 Minuten und mehr beträgt?

Schließlich schlängelt sich die Kanne

mit dem Kaffee wie 'ne Schlage

frühmorgens und das richtig nett

vorbei am Einmeter-Frühstückbrett.

Und übrigens: Mit vollem Mund spricht man nicht! Diese Ermahnung werde ich in den nächsten Wochen vermissen...

700 Mrd US$

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Kürzlich las ich einen interessanten Bericht zum Thema "Bankenkriese in den USA" in der Zeitung. In einer den Artikel begleitenden Randnotiz erläuterte der Auto exemplarisch, was man mit dem Betrag von 700 Mrd US$ (rund 475 Mdr. €) - diesen Betrag umfasst das von George W. Bush initiierte Rettungspaket für die angeschlagenen Banken - alles machen könnte. Hier Auszüge aus seiner höchst interessanten Liste: Mit der Summe von 700 Mrd US$ könnte man 

  • 1,6 Jahre den deutschen Staatshaushalt bestreiten (288 Mrd €/p.a.)
  • 12 x sämtliche Verkehrsprojekte der Deutschen Einheit finanzieren (39 Mrd €)
  • 1/3 der Schulden der Bundesrepublik tilgen (aktuell 1,6 Billionen €)
  • 10 Jahre den Kampf gegen den Hunger in Afrika finanzieren (72 Mrd €/p.a.)
  • 16 Jahre sämtliche Urwälder der Erde schützen (30 Mrd €/p.a.)
  • 46 Jahre Aids-Medikamente finanzieren (1.500 €/p.a. und Patient)
  • 250 Mio Erkranungen und 880.000 Todesfälle p.a. durch Malaria verhindern

Jetzt bekommt man einen realistischen Bezug zu der abstrakten Zahl "700.000.000.000". Was werden wohl die Banken damit anstellen, wenn sie es bkommen? Einfach damit nur das verzockte Geld ersetzen?

Unverhofft kommt oft

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Unverhofft kommt - bekanntlich - oft. Und  dieses mal dazu noch so sympatisch... Heute morgen erreichte mich der Anruf meines Freundes Roman, der uns zu einer Oldtimershow einlud, zu der er seine Guilia bringen wollte. Wir haben nicht lange gezögert und sind gemeinsam mit meiner Tochter Annki hingefahren. Quasi als "Gegenbesuch" haben uns Roman und Elke dann auf ihrem Weg heim noch zum Spontan-Grillen besucht. Mittlerweile war auch mein Sohn Nicolas von einer Geburtstagsparty zurück und durfte sich stolz in Romans Alfa setzen. Es war das erste Mal, dass er in einem richtigen Rennwagen gesessen hat.

 

 

Fast noch ein wenig wichtiger ist die Feststellung der Tatsache, dass ein toller Tag manchmal nur einen einzigen Anruf weit entfernt ist. Danke für Deinen Anruf, Roman, und danke, dass Ihr noch bei uns wart! Bis bald!

Geburtstagsblog

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Eine liebe Ex-Kollegin hat heute Geburtstag. Ihr Name ist Nixe (ja wirklich) und sie gehörte zu den Kollegen, die man nicht verlieren mag. Und dann ist es doch passiert und Nixe entschloss sich beruflich andere Wege zu gehen.

Dennoch von hier aus die herzlichsten Glückwünsche an Dich, liebe Nixe! Und vor allem alles Gute für "den nächsten Geburtstag"!

Geburtstagsblog II

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Und gleich noch ein Geburtstag eines lieben Menschen: Unseres Freundes Dirk. Er ist der fluganstüberwindende Ehemann einer ganz speziellen Freundin der Familie ;-).

Auch Dir, Dirk, alles Liebe, alles Gute, viel Glück und Gesundheit zu Deinem heutigen Geburtstag! Und wer errät, wo dieses Foto aufgenommen wurde, der darf das gerne als Kommentar hier unten anheften ;-)

Die Nacht zum Tag gemacht

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Am kommenden Sonntag ist es endlich so weit. Die Formel 1 wartet mit einem neuerlichen Highlight auf: Das erste Nachtrennen in ihrer Geschichte wird im Stadtstaat Singapur stattfinden. Die Vorbereitungen zu diesem durchaus gewagten Unterfangen laufen natürlich nicht erst jetzt auf Hochtouren. In vielen Test wurde im Vorfeld bereits sicher gestellt, dass alles bestens vorbereitet ist. Und dabei wurde selbstverständlich auch daran gedacht, dass die Flaggen, mit denen die Streckenposten während des Rennens auf etwaige Gefahrensituationen hinweisen, beleuchtet sind. Auch ein Novum.

Überhaupt sind die Eckdaten dieser Veranstaltung überaus beeindruckend:

  • Streckenlänge: gut 5 km
  • Erzielbare Höchstgeschwindigkeit: > 300 km/h
  • Durchschnittliche Geschwindigkeit: ca. 175 km/h
  • Anzahl der Lichtprojektoren zur Ausleuchtung der Strecke: 1.500 Stück
  • Leistung pro Projektor: 3.000 Lux
  • Stromversorgung: 12 separat abgesicherte Generatoren
  • Länge der Zuleitungen entlang der Strecke: ca. 110 km
  • Aufbauzeit: 3 Monate

Auch abseits der Strecke wartet das Ereignis mit einer einzigartigen Attraktion auf: dem weltgrößten Riesenrad. In einer Höhe von 165 m bietet sich voraussichtlich ein atemberaubender Blick auf Stadt und Strecke. Oder ein Panikeinflössender. Wer weiß?

Kritik gibt es allerdings von den Hauptprotagonisten der Veranstaltung - den Automobilherstellern. Die nämlich wollten ihre guten Kunden zu einem unvergleichlichen Incentive einladen und sahen sich konfrontiert mit ebenso unvergleichlich hohen Hotelkosten: Bei bis zu 750 Euro pro Nacht und Nase verging ihnen die Lust aufs feiern gründlich. Verständlich.

Unverständlich hingegen ist, dass die Hersteller ganz offensichtlich ein Spektakel der Extraklasse zum kleinen Preis haben wollten. Und das geht eben nicht, denn Qualität und Leistung hatten schon immer ihren Preis. Darüber sollten die Herren Manager mal nachdenken.

Aus dem Rahmen gefallen

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Die Photokina, eigenen Angaben zufolge die weltgrößte Messe für Fotografie, ist gestartet. Bis zum Wochenende werden 160.000 Besucher erwartet, die die 1523 Aussteller und ihre neuen Produkte sehen wollen. Nicht schlecht. Aber wer einen Vormesseblick in die Neuheiten riskiert wird enttäuscht sein.

Die Produkte haben sich nicht wirklich verändert, sie haben sich nur in ihren Leistungsdaten verändert. Werden hier etwa die technischen Errungenschaften häppchenweise angeboten? Die Entwicklung kann doch so schleppend nicht voran gehen, dass wir mit diesen Neuheiten "abgespeist" werden.

  • Kameras, die zuletzt mit 10 Mega-Pixeln daher kamen, haben nun 14 Mega-Pixel.
  • Fotoapparate, die bislang ansehenliche Video-Auflösungen brachten, bringen nun HD-Auflösungen.
  • Neue "Frauenkameras" weisen Svarowski-Steine auf, die die Linse umrahmen.

Das kann es doch nicht sein. Für eine Branche, die in den letzten 3 Jahren im Bereich der Unterhaltungselektronik zu den Umsatzstärksten gehörte, ist mir das deutlich zu wenig Innovationskraft.

Allerdings muss ich eingestehen, dass mich eine Messeneuheit dann doch noch überrascht hat: Nikon bietet in seiner neuen Coolpix-S-Serie eine Kamera mit "Lächeln-Modus" an. Wird im Motivprogramm „Porträt" aktiviert löst die Kamera erst aus, wenn sie das beste Lächeln erkennt!

Ich bin mir sicher, dass sich die Kamera mit mir (und einigen anderen Zeitgenossen) sicherlich schwer tun würde. Allen anderen sei gesagt: Aufgepaßt, dass da nicht doch noch ein lächelndes Portrait aus dem Rahmen fällt...

Chinas neues Vertrauen

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Vergiftete Milch stellt derzeit ein nicht zu überschauendes Risiko für Säuglinge und Kleinkinder in China dar. Innerhalb weniger Stunden nach Bekanntwerden der Verunreinigungen wurden allein in Peking mehr als 12.000 Kleinkinder auf Vergiftungssymptome untersucht. In ganz China waren es annährend 40.000. In 104 Fällen wiesen die Kinder ernste Anzeichen auf, weitere 1.579 Fälle konnten nach ambulanter Behandlung die Krankenhäuser wieder verlassen.

 

Gestern hat nun Chinas Premierminister Wen Jiabao Krankenhäuser besucht, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Das allein ist zwar eine Tragödie von imensem Ausmaß, scheint aber zu den Unglaublichkeiten zu gehören, die jederzeit um uns herum geschehen können.

 

Bemerkenswert allerdings - und es scheint trotz aller propagandistischen Motivation ein ernsthafter Versuch eines Schuldeingeständnisses zu sein - ist, dass Wen sich wie in der aktuellen Ausgabe der Shanghai Daily veröffentlicht äußert: 


"This incident made me feel sad, though many Chinese have been understanding. It disclosed many problems in government and company supervision of the milk sources, quality and marketing administration." 

Insbesondere für chinesische Offizielle ist dies eine nie da gewesene Offenheit im Umgang mit einer Krise; zwang man doch vor wenigen Monaten noch den Spielzeuggiganten Matell in der "Bleiaffäre" in ein desaströses "Mea Culpa" und damit in die Knie. Ob diese Offenheit durch die prekäre Situation allein begründet ist - wie lange wurden Vorfälle dieser Art einfach durch das Regime totgeschwiegen - oder ob es ein aktiver Schritt in Richtung einer journalistischen Liberalität ist, vermag ich nicht zu sagen.

 

Klar ist allerdings, dass dies - insbesondere unter Wertung der historischen Vergangenheit des Regimes - ein beispielloses Statement ist, das uns alle in jeder Hinsicht zu Offenheit und Aufrichtigkeit im Umgang mit unseren Mitmenschen auffordert. Was bleibt denn, wenn das Vertrauen fehlt?

Avatar gefällig?

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Wer kein geeignetes Bild von sich selbst für die vielen Anwendungen innerhalb des Internets hat, oder keines seiner Bilder mag, dem kann geholfen werden. Bei "Faceyourmanga.com" kann sich jeder schnell und einfach einen eigenen Manga-Avatar gestalten. 

Das bin ich. Glaube ich. Mein Tip: Einfach mal ausprobieren...

Zurück aus dem Urlaub

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Zurück aus dem Urlaub frage ich mich ob die internetfreie Zeit ein Segen oder eher ein Problem war. Ich schreibe meine Blogs gerne und freue mich über jeden, der mal reinschaut und einen Kommentar hinterläßt. Andererseits war es auch angenehm, nicht jeden Tag "etwas schreiben zu müssen". Aber jetzt habt ihr mich zurück.

Der Urlaub war prima und ich habe eine Menge lustige Sachen gesehen und erlebt. Zum Beispiel mein absolutes Lieblingskennzeichen - so gesehen in Kitzbühel.

Oder die orthografisch nicht ganz korrekte aber durchaus lesenswerte und originelle Bezeichnung dieses Cafés in Walchsee/Österreich. "Österreichisch" scheint eine schwierige Sprache zu sein.

Letztlich bleibt ein überaus positiver Eindruck, über den ich in den nächsten Tagen sicherlich noch einmal etwas schreiben werde.  Und für alle, die nicht wissen, wie es in Oberbayern ausschaut hier noch ein sehens- und erlebenswerter Eindruck. Allerdings nur einer von vielen...

Endlich Urlaub

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Smogblog macht Urlaub. Ob wir an unserem streng geheimen Ferienort Internetzugang haben ist unklar, deshalb gibt es auch kein Versprechen, dass wir uns in den nächsten 7 Tagen hier melden. Falls doch - es könnte interessant werden. Bis dann!

Lipstick rulz

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Den Kampf um die US-Amerikanische Präsidentschaft konnte ich letzte Woche während meines Aufenthalts in den USA zeitnah verfolgen. Nicht zuletzt dank der durch nichts und niemanden aufhaltbaren Medienpräsenz der Protagonisten Obama und McCain; letzterer dann aber doch eher im Schatten seiner designierten Vizepräsidentin Sarah Palin.

Diese machte zuletzt durch einen akribisch geplanten und dann doch eher statisch daher kommenden Witz Schlagzeilen, als sie fragte, was denn der Unterschied zwischen einer Hockey Mum (wie sie selber eine sei) und einem Pitbull sei. Die Antwort "Lipstick" gab sie selbst und erntete drauf hin den wohlgeplanten und erhofften Applaus ihrer Parteigenossen.

Als Obama nun - auf die Anspielung McCains hin, er wolle in Washington ordentlich aufräumen - bemerkte, man könne einem Schwein Lippenstift auftragen, aber es bliebe immer ein Schwein, war die Entrüstung unter den Republikanern groß und man warf Obama Sexismus vor.

Amerika steht Kopf, dank zweier Aussagen, die sich um einen Lippenstift drehen. Als hätte man nichts wichtigeres zu tun.

Übrigens: Meine amerikanischen Kollegen stöhnen vernehmlich über dererlei Medienpräsenz und fürchten sich vor dem großen Show-down. Aber bis dahin sind es noch fast 50 Tage, in denen wir sicherlich noch mehr Lippenstift-Geschichten hören werden...

Koffer und ich

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Koffer haben doch etwas eigenartig Faszinierendes. Man nutzt sie ja üblicherweise zum Reisen. Und Reisen an sich ist im Grunde genommen ja etwas Schönes: Man kommt mal raus, sieht andere Menschen, Gegenden, Gebräuche. Bisweilen kann Reisen aber auch zur Last fallen, z.B. wenn es zu viele oder gar unangenehme Reisen sind. Doch manchmal hat man den Eindruck, dass es zu viel wird.

In genau dieser Situation befinde ich mich aktuell: Der Koffer, der mich gerade auf meiner USA-Reise begleitet hat (ein alter, knorriger RIMOWA-Alu-Riese), wurde soeben durch einen hübscheren (roten RIMOWA-Samba) ausgetauscht. Und schon geht es wieder ans Packen. Jetzt allerdings für den Urlaub. Eine kurze Woche werden wir im bayerischen Reit im Winkl verbringen.

Übrigens: Am Koffer scheint man erkennen zu können, um welche Art Reise es sich handelt. Der große Alu-Riese ist für Flug-/Überseereise bestens geeignet, wird aber schnell - weil so groß - ein bißchen schwer. Der Rote ist dann eher für die Reise mit dem Auto oder dem Cabrio (hinten auf den Kofferaumdeckel geschnallt, weil wasserdicht) geeignet, der kleine Silberne für den "One-Night-Business-Trip".

Jedenfalls werde ich einige der Sachen, die ich gerade ausgepackt habe, direkt wieder einpacken können. Das hat was für sich, weil es schneller geht und weniger Arbeit macht. Und der nächste Wechsel ist bereits vorbestimmt: Wenn wir aus Bayern zurück sind, steige ich nahtlos auf den nächsten Koffer um. Dann geht's direkt weiter zu nächsten Messe.

So bleiben sie immer in meinem Leben, die Koffer. Wahrscheinlich wird man mich - wenn meine Zeit dann gekommen ist - in einem RIMOWA-Koffer beisetzen. Ich sollte das in meinem Testament erwähnen...

Back home

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Nach einem denkwürdigen Rückflug sind wir nun heute früh in Deutschland angekommen. Um es kurz zu sagen: Es war ein unvergessliches Erlebnis. Dafür möchte ich meinem Freund Christian danken, der mich dazu überredete, auf seinen Flug umzubuchen. Many thanks, Buddy. 

Zugleich hoffe ich, dass wir noch viele solcher gemeinsamen Reisen machen können: Singapur - Dubai - Wir kommen!

Time flies

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Kaum zu glauben, dass die Woche bereits vorüber ist. Heute geht es zurück nach Deutschland.

 

Hinter mir liegt eine Woche die durch viel Arbeit, umfassendes Engagement, weitreichende persönliche Entbehrungen, extrem kurze Nächte (Landei mit Jetlag trifft auf Großstadt which never sleeps) und beängstigend wenig persönliche Zeit und Privatsphäre geprägt war.

 

Andererseits durfte ich wieder einmal eine Woche in einer Weltstadt verbringen - in einer der schönsten und interessantesten, die ich kenne -, durfte jeden Abend mit gewinnend interessanten Leuten, allesamt höchst professionelle, erfahrene Personen verbringen, hatte Gelegenheiten bei den abgefahrendsten Italienern und in den beliebtesten Pubs der Stadt exzellente Küche zu genießen, wurde überhäuft mit persönlichen Eindrücken und Erinnerungen und erhielt ein Paar Chucks. Was will man mehr?

 

Danken möchte ich allen die mich in der Vorbereitung dieser Reise unterstützt haben (Eule, Olaf, Katja: Ihr habt weitaus mehr getan, als nur Euren Job), die meine Probleme vor Ort gelöst haben (POA: You got a fabulous team; Rick: You did an awesome great job!), die während meiner Abwesenheit dafür gesorgt haben, dass wir am kommenden Donnerstag und Freitag bei der Tagung wie eine "1" da stehen (US, MH: Ich wußte, dass das klappen würde!), natürlich auch demjenigen, der mich durch sein permanentes insistieren zur Umbuchung des Rückfluges überreden konnte (Christian: Ich freue mich auf eine Nacht mit Dir in der Business Class ;-)), Euch allen, die diesen Blog eifrig mitverfolgt haben und mir durch ihre Kommentare gezeigt haben, dass ich zwar weit weg, aber nicht vergessen (das hat mir Mut gemacht), aber ganz besonders meiner besseren Hälfte, die mich von der Homebase bei dieser Mission wie gewohnt umfassend und unnachahmlich unterstützt hat (Süße, you are so special. Ich freue mich auf Dich! Looking forward to be in Vegas with you).


Und allen anderen sei gesagt: Time flies - morgen isser wieder da und dann geht's wieder rund!

Erfolg zieht an

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Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der Messe. Heute ging es endlich los. Es war schön zu sehen, wie unser Stand - eine gemeinschaftliche Entwicklung der US-Kollegen und uns - von den Vertriebsmitarbeitern angenommen wurde. Nach vielen Jahren in faltbaren Messeständen und Roll-up Displays, bot ihnen dieser Stand nun erstmals einen repräsentativeren Rahmen für ihre Arbeit. Wir haben das dieses Jahr schon einmal erleben dürfen - auf der Eisenwarenmesse in Köln. Dort sicher in anderen Maßstäben, aber mit einer durchaus vergleichbaren Wirkung.

Genau genommen ist es gar nicht so schwer nachzuvollziehen: Jeder von uns - jedenfalls die meisten von uns - stecken lieber in "hippen" Klamotten (z.B. Chucks!) oder zumindest in "anständiger" Kleidung, fahren lieber ordentliche Autos und wohnen in einer angesehenen Gegend. Jeder von uns will auf eine bestimmte Art wahrgenommen werden. So wie er selbst sich sieht, so möchte er auch von seinem Umfeld anerkannt werden.

Und das gilt auch und insbesondere für die Wahrnehmung im und um den Job herum: Stehst Du in einem kleinen schäbigen Stand, will ich erst gar nicht mit Dir reden. Macht aber Dein Stand etwas her und Du hast auch noch ein vernünftiges Hemd an, dann möchte ich teilhaben an Deinem Erfolg, zeige mich gerne mit Dir.

So einfach, wie sich diese Mechanik anfühlt ist es nicht immer. Auch in unserem Fall war einiges an Überzeugungsarbeit notwendig. Unsere Kollegen honortierten die geleistete Arbeit heute auf eine sehr schöne Art. Danke für Euer Vertrauen. 

A Chicago Day

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Heute hatte ich Zeit mich noch einmal ein wenig in der Stadt umzusehen. Ich bin sehr viel gelaufen, gefühlte 5 Mio Meilen. Und ich konnte mir einen lang gehegten Wunsch erfüllen: Ich habe meine ersten Converse-Chucks gekauft. Original. Zum halben Preis im Vergleich zu Deutschland. (Wer nicht weiß was "Chucks" sind schaut am besten mal hier vorbei [coole Site!] oder in meinem Blogeintrag vom 14.06.2008.)

 

Bitte auf das Bild klicken, dann wird es größer. Es zeigt im Uhrzeigersinn: Das Kunstwerk "Agora" von Magdalena Abankanowicz, das aus 106 gegossenen Beinpaaren besteht (Grant Park), die Feuerleiter an der Rückseite des Chicago Hilton Hotels (Wabash Ave.), die Leuchtreklame des Chicago Hard Rock Cafe's (Ontario Ecke Dearborn Street), das viel fotografierte Kunstwerk "Cloud Gate" des Briten Anish Kapoor und die "L" über der Wabash Ave. 

 

Ich habe wahnsinnig viele Fotos gemacht. Diese hier zeigen einen kleinen Ausschnitt eines fantastischen Tages. Reisen ist ja immer mit vielen Entbehrungen und viel Unbequemlichkeiten verbunden. Tage wie dieser entschädigen dafür...

Freakin' News from the States

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"Freakin'" war das Wort des Tages. Es kann immer und für alles eingesetzt werden. Es wird zwar häufig mit negativen Ereignissen oder Zuständen benutzt, z.B. "It's freakin' cold today", taugt aber auch zur Verstärkung, z.B. "That's been a freakin' nice day". Und das war er auch, ein richtig toller Tag.

 

(Anmerkung: Auch wenn auf diesem Nummernschild "Ohio" als Staat angegeben ist, befinde ich mich natürlich in Illinois. Ich konnte das entsprechende Nummernschild aus Illinois allerding so schnell nicht finden...)

 

Bereits auf dem Weg zum frühstücken überspannte ein makellos blauer Himmel die Stadt und die Sonne lachte mich an. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt: Es gab einen großen - sehr guten - Kaffee einen O-Saft, einen Schoko- und einen Blueberry-Muffin. Alles aus der Corner Bakery. War lecker.

 

 

Allerdings war ich wieder so früh unterwegs, dass die Corner Bakery zunächst noch geschlossen hatte. Also entschloss ich mich noch einen kurzen Spaziergang zwischen Michigan Ave. und Columbus Drive zu machen. Es war noch recht ruhig auf den Straßen, die Sonne tat nach all' dem Regen gut. 

 

 

In den Ausläufern des Grant Parks stieß ich auf eine Formation von Gänsen, die mehr oder weniger aufgeräumt einen Morgenspaziergang unternahmen - ähnlich wie ich.

 

 

'Wie sich die Bilder gleichen' dachte ich, als ich - am Messegelände Mc Cormack Place angekommen - die Bewerberinnen eines Trials für America's next Topmodel  vor dem Hyatt sah. Von der anderen Straßenseite aus betrachtet dachte ich darüber nach, wie viele Träume dort im Laufe des Tages wohl zerstört werden sollten...

 

 

Nach getaner Arbeit - der Stand steht - sind wir, Rick, Stan und Imre, der heute zu uns gestossen ist, am Abend zum Navy Pier herunter gegangen. Wir hatten dort ein vergleichsweise einfaches, aber sehr piktoreskes Dinner: Wir saßen draußen und hatten einen atemberaubenden Blick auf die Skyline von Chicago, einer freakin' nice City...

 

Helluvaburger

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Helluvaburger ist ein eher umgangssprachlicher Ausdruck für einen ausgesprochenen leckeren und eher mächtigen Burger, halt ein "Hell of a Burger". Gestern abend war es nun endlich soweit: Ich hatte meinen geliebten Cheeseburger in Miller's Pub auf der Wabash Ave.

Allein dafür lohnt es sich fast nach Chicago zu kommen. Miller's Pub wurde bereits in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts gegründet. Er liegt mitten im Loop, dem alten Zentrum der Stadt. Mit ohrenbetäubendem Lärm donnert über seiner Eingangstür ständig die "L" - die "Elevated", die S-Bahn Chicagos auf ihrer Hochtrasse.

Die Gründer-Familie Miller war seinerzeit überhaupt nicht erfolgreich mit ihrem Pub, so dass sie das Unternehmen in den 50er Jahren an vier griechisch stämmige Brüder verkauften. Sie behielten den Namen bei, weil sie sich ein neues Schild nicht leisten konnten.

In den folgenden Jahren wurde Miller's Pub einer der bliebtesten Late-Night Spots in Chicago, der besonders von Sportlern und Schauspielern besucht wurde. Das Geschäft florierte und nach und nach kamen weitere Pubs und Restaurants hinzu.

Das Wall Street Journal schrieb kürzlich: "At the bar, the atmosphere is a bit like an episode of 'Cheers'. Everybody but me knew the bartenders name and that he was about to go on vacation.....Miller's is my idea of unself-conscious perfection."

Ein Besuch dort ist absolutes Muss für jeden Chicago-Reisenden. Übrigens genau so, wie der Cheeseburger. Der war auch klasse.

Da nun endlich mein Internet-Anschluss im Hotel funktioniert kann ich aktuell und zeitnah über das Geschehen in Chicago berichten. Ich hatte heute Gelegenheit, die streikenden Mitarbeiter vor dem Hotel zu fotografieren. Gestern, als es so stark geregnet hat, sind sie nicht erschienen. Quasi ein bestreikter Streik.

So wie auf diesem Bild zu sehen, drehen sie langsam und anhaltend Ihre Runden vor dem Hotel und skandieren "Don't check in - check out". Manchmal ist es schwierig durch die Reihen zu schlüpfen um eben rein oder raus zu gelangen.

Ansonsten war heute ein absoluter Warte-Tag. Wir haben 5 Stunden auf den Elektriker gewartet, der unsere Kabel verlegen und anschließen sollte. Als er endlich kam, war er zwar sehr nett, hatte aber nur wenig Ahnung von dem, was er tun sollte: Er war den ersten Tag da. Also habe ich ihm erklären müssen, wie man die Lampen anschließt (es mussten noch US-Stecker montiert werden) und wie die Lampen wiederum zu schalten sind, usw. Er hat für die Arbeit dann fast vier Stunden gebraucht, die wir selbst in einer Stunde hätten machen können. Und das war es dann auch schon. Mehr haben wir heute nicht bewerkstelligen können. Für mich eine harte Geduldsprobe.

Morgen geht es weiter. Es wird ein arbeitsreicher Tag. Wir müssen viel Zeit aufholen. Mal sehen, ob wir wieder so einen malerischen Morgen am Messegelände erleben wie heute...

Man lernt nie aus

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Man lernt ja nie aus. So auch gestern wieder einmal geschehen und erlebt.

 

Wie im Blogeintrag vom 4.9. bereits erwähnt ist Chicago nach wie vor die Stadt der Gewerkschaften, der Unions; mit wahrhaft skurilen Konsequenzen: Für uns und unsere messebaulichen Aktivitäten z.B. bedeutet dies, dass wir Arbeiten, die wir gewöhnlich selber machen, durch die sogenannten Union-Workers ausführen lassen müssen. Die Regeln dafür sind komplex, darin finden sich die Gewerkschaften selbst bereits kaum noch zurecht. Aber man kann es auf drei Basics zusammenfassen:

 

Machst Du irgendetwas mit einer Maschine (z.B. Akkuschrauber o.ä.) - mach es besser so, dass Dich niemand dabei sieht. Maschinen dürfen nur durch Union-Workers genutzt werden.

 

Machst Du irgendetwas mit Strom/Spannung/Beleuchtung - pass auf, dass Dich niemand sieht. Das dürfen nur die Union-Elektriker. Du darfst einen Stecker nur in eine Steckdose stecken, wenn der Elektriker sie gelegt hat.

 

Machst Du irgendetwas, wozu Du eine Leiter brauchst - vergiss' es. Leitern dürfen nur die Union-Workers einsetzen. Du darfst selber nur das machen, wo

mindestens ein Fuß fest auf dem Boden steht, und der andere nicht höher als 2 feet angehoben wird.

 

Kein Witz. Man kann sich leicht vorstellen, dass ein normalerweise überschaubarer Aufbau eines Standes, unter diesen Voraussetzungen leicht zu einem Bürgerkrieg werden kann.

 

Letztlich ist es gelungen und am Abend hatten wir uns erstes Ziel erreicht: Stand steht, Elektro (heimlich) vorbereitet, ready to go fort he next day.

 

 

Mittlerweile haben uns die Ausläufer des Hurricanes „Gustav" erreicht. Das bedeutet: starker Regen, heftige Winde. Nichts gefährliches, aber für europäische Verhältnisse durchaus bemerkenswert. Ebenso bemerkenswert, die die Gelassenheit, mit der die Chicagoer diese Widrigkeiten hinnehmen: Zum Teil ohne Schirm und ohne wirksamen Regenschutz gehen sie ihren Geschäften nach, als ob es gar nicht regnen würde.

 

 

Dabei - ich habe es selbst erlebt - ist der Regen derart heftig, dass man während eines Sprints vom Taxi zum nur wenige Meter entfernten Vordach eines Restaurants mächtig nass wird. Es ist, als habe man die Strecke schwimmend zurückgelegt.

 

Die Wahl des Restaurants fiel auf den sagenumwobenen Italiener „Carmine's" auf der Rush Street. Mein Kollege Tim - intimer Chicago Kenner - erklärte, dass das Carmine's der US-Italiener schlechthin ist. Vieles von dem, was heute in den USA an Pasta, Pizza, Seafood und dergleichen als italienische Spezialität angeboten wird, entstammt dem Carmine's und in seiner ruhmreichen Geschichte.

 

 

Und so traditionell ist es auch heute noch. Ein persönlicher Tipp: Als Starter unbedingt die „Chicago Sausage and Pepper" probieren. Das sind die traditionellen Bratwürstchen, die es nur in Chicago gibt. Unverwechselbar! 

 

Da meint man, dass man als Deutsche alles über Bratwurst weiß. Wie gesagt man lernt nie aus...

Welcome back home

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Nach einem kaum enden wollenden Flug von 9 Stunden bin ich nun endlich wieder in Chicago.

 

Während des Fluges wurde mir wieder einmal bewusst, wie weit Werbung und Realität auseinander liegen können: „There's no better way to fly" lautet der aktuelle Slogan von Lufthansa und ich würde jede Wette dagegen halten: Die 747 war alt, der Sitz ausgesessen, die Polster schmutzig, das Personal mitunter garstig überfordert die Passagiere anraunzend und noch einiges mehr. Besonders hervorzuheben ist die Unterhaltungselektronik, die aus einigen plärrenden Ein-Kanal-Musikprogrammen und einem schummrig farbfalschen Fernseher unter der Decke bestand; ein Ärgernis, das sich aber mitten im durchaus interessanten Film „Leatherheads" mit dem Gesamtausfall des Systems erledigte. „There is a better way to fly". So viel zum Marketing.

 

In O'Hare gelandet nahm ich ein Taxi in die Stadt. Mein pakistanischer Fahrer Abdoul war sehr freundlich und brachte mich zum Congress Plaza Hotel auf der Michigan Ave., direkt am Millenium Park und am Michigan See gelegen.

 

Vor dem Hotel überraschten mich Demonstranten, die - wie Abdoul mir erklärte, bereits seit 4 Jahren für eine bessere Bezahlung streiken. Das geht natürlich nur in der Union-City Chicago.

Am Nachmittag traf ich meinen Kollegen Rick und wir nutzen den letzten freien Tag um das Hancock Observatory zu besuchen. Es ist immer wieder beeindruckend die Stadt aus dieser Höhe zu sehen.

 

Auf dem Rückweg zum Hotel genossen wir einen formidablen Burger im bekannten „Elephant & Castle" Pub, bevor wir auf seltsame Weise wieder in Miller's Pub endeten, wo wir neben ein paar Goose Ales gemeinsam mit zwei überdimensional großen schwarzen Kanadiern die Niederlage der Cubs gegen die Astros verfolgten.

So geht Amerika, in der wohl amerikanischsten Stadt der Staaten. Welcome back home...

Wo isser...?

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Wer weiß, wo das ist, weiß wo ich jetzt bin. Im Moment eher noch auf dem Weg dahin, aber in Kürze bereits da. Naaah?

Ich bin wieder einmal in den USA unterwegs, wieder mal in Chicago. Das Foto zeigt ein Exponat im Millenium Park, zwischen der Stadt und dem Lake Michigan gelegen. Hier ist immer was los. Vor allem ist aber die Architektur des Parks beeindruckend. Insbesondere das hier abgebildete Cloud Gate auf der AT&T Plaza ist wirklich verrückt. Die Daten allein sagen allerdings noch nichts über die verblüffende Wirkung aus, die es hat, wenn man direkt davor steht.

 

Ich werde versuchen, das eine oder andere von meiner Reise zu berichten. Natürlich hier und exklusiv im Smogblog.

Geburtstagsblog

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Heute wieder ein Geburtstagsblog für einen besonderen Menschen. Für einen Menschen, der täglich in meinem Leben ist, obwohl unsere Wege sich bereits vor nahezu 20 Jahren schmerzlich trennten: Meinen Vater. Viel zu früh ist er gestorben, er war gerade 68 und hatte noch so viel vor. Heute wäre er 87 Jahre alt geworden.

 

 

Wenn ich meine Kinder sehe, denke ich so oft: Wie gerne hätte er mit seinen Enkeln das erlebt, was viele Opas erst mit den Kindern ihrer Kinder erleben, weil sie zu Zeiten der Kindheit ihrer eigenen Kinder nie wirklich Zeit für sie hatten. Das alles hat er leider nicht erleben können. Aber ich bin mir sicher, dass er auch so Spaß an seinen wohlgeratenen Enkel hat und dass er stolz auf sie ist.

 

Ich haben ihm viel zu verdanken. Er ist immer bei mir.

"Ich dachte, Du seist in Tokio?" beginnt ein beliebter TV-Spot von IBM in den 90er Jahren. IBM wollte damals seine Internationalität unter Beweis stellen und dem Betrachter erklären, dass IBM-Berater immer und überall zur Verfügung stehen. Ich erinnere mich gut daran, dass ich wirklich beeindruckt war und hoffte, einmal - wie die IBM-Jungs - die Welt für meinen Arbeitgeber bereisen zu dürfen.

Heute, kaum 10 Jahre später ist eine globale Verfügbarkeit von Mitarbeitern längst zur Selbstverständlichkeit geworden. Kollegen, die im gleichen Unternehmen normalerweise nur wenige Meter voneinander getrennt arbeiten, tauschen sich über das Internet über ihren aktuellen Aufenthaltsort aus und versuchen herauszufinden, ob man sich irgendwo in der Welt im Rahmen der nächsten Reisen treffen wird. (So  gerade geschehen in einem Kommentar zu meinem Blogeintrag von gestern.)

Schöne neue Welt, könnte man denken. Aber es ist auch eine verrückte neue Welt. Denn als ich gestern meine Kids nach dem gemeinsamen Wochenende zurück zu meiner Ex-Frau brachte wünschte sie mir eine gute Reise nach Las Vegas. Aber da fliege ich erst im Oktober hin. Übermorgen geht es nach Chicago.

Versteht ihr? "Und ich dachte Du seist in Tokio?"

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