November 2008 Archive
Kalender, die den ganzen Zeitraum des Advent - also vom ersten Adventssonntag bis Weihnachten - abdecken, haben die passende Anzahl von Türchen für das betreffende Jahr (oder vier zusätzlich für den längstmöglichen Advent: Sonntag 27. November bis Samstag 24. Dezember). Der Adventskalender ist heute meist ein „Dezemberkalender" - das heißt, er beginnt nicht am ersten Adventssonntag, sondern am 1. Dezember."
So beschreibt Wikipedia das Phänomen, das es so offenbar nur im deutschsprachigen Bereich gibt. Lesenswerter Eintrag!
Insbesondere selbst gemachte Adventskalender erfreuen sich wieder großer Beliebtheit. Ich selbst wurde von meiner Tochter mit eben einem solchen beschenkt! In 24 liebevoll selbst gebastelten Schächtelchen verstecken sich allerlei Überraschungen.
Dass es nicht immer so aufwändig sein muss und trotz Zeitmangel möglich ist, zeigt nachstehendes Exemplar, das an unserer Küchenwand hängt: Eine nett dekorierte Wäscheleine mit exakt 24 Sportsocken dran. Die Socken sind selbstverständlich brandneu und freuen sich auf den Einsatz in Studio und auf der Laufstrecke. Bis auf weiteres sind sie allerdings gefüllt. Womit, wird natürlich nicht verraten.

So einen Adventskalender kann man auch heute noch basteln. Es ist nie zu spät...
Manchmal kommt es eher zufällig daher, das Wochenende. Zu intensiv ist die Woche, zu sehr ist man mit sich und seiner Arbeit beschäftigt, als dass man wirklich bemerkt, wie schnell sie vorbei geht. Keine Gelegenheit sich auf das Wochenende zu freuen. Und dann ist es plötzlich so weit!
Jetzt nur nicht den Fehler machen, dass man sich zu viel für diese beiden Tage vornimmt. Denn auch das Wochenende unterliegt diesen Gesetz: Je beschäftigter man ist, desto schneller ist es rum. Und das wollen wir doch nicht, oder?
Relax...
Heute ein eher persönliches Wort an den geneigten Leser. Aber auch das muss mal sein.
Als ich heute - wie oft zuvor - mein Profil auf der einschlägigen Community mit den großen "X" im Namen besuchte, wurde ich auf einen mir unbekannten Besucher meiner Seite aufmerksam.
Diesen Besucher, besser diese Besucherin habe ich mir dann anzeigen lassen:
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Als ich das gelesen habe, war ich geneigt, mein Alter aus dieser Community zu eliminieren. Aber das hilft nicht wirklich, sondern nur "virtuell".
Geschäftstüchtige Turnschuh-24-Agentinnen trachten nach mir und meinem statistisch vorhandenem Auskommen, um mich an "junge Frauen" zu vermitteln. Mich, einen "reifen Herren". Mit 42. Na denn. Es ist also so weit. Willkommen beim alten Eisen!
Anmerkung: Ich hoffe, hier keine Persönlichkeitsrechte zu verletzen. Wenn doch, sollte die Dame es als Rache betrachten ;-)
"Musik ist vieles - der Soundtrack des Lebens, alte Erinnerungen, ein neues Erlebnis, Speicherplatz der Gefühle, Stimmungsmacher, Abschleppwagen und Hängematte."
Treffender kann man das ja eigentlich gar nicht beschreiben. Aber wie entdeckt man mal was Neues, Anderes in der Musik? In dem überaus reichhaltigen Angebot an Musik findet man sich ja kaum noch zu recht.
Abhilfe schafft da cdpaket.de. Hier kann man einfach seinen Musikgeschmack beschreiben und bekommt dann monatlich ein hübsches Paket (dessen Umfang man natürlich festlegen kann) mit ausgewählter Musik dieses Genres zugeschickt.
Klar, das hat es alles schon mal gegeben. Aber das war in einer Zeit als Neuheiten in der "Platten-Szene" dann eher wöchentlich in den Markt kamen und nicht Duzende von CD's jeden Tag.
Auf jeden Fall ein interessanter Service. Und vielleicht eine Geschenkidee?
Diese nette Zeichnung habe ich kürzlich in einem anderen Blog gesehen. Sicher ist die künstlerische Ausführung anspruchsvoller, als die Rechtschreibung.
Dennoch: Ist das Bild nicht Zeichen einer unbekümmerten Kreativität? Sollten wir alle nicht ab und zu mal glauben, dass wir über uns hinaus wachsen können, so wie der Huhn?
Wie ich schon in meinem Blog vom 1.11.2008 ankündigte hier noch ein Tipp für Weihnachten, oder sonst irgend eine Geschenk-verschenk-Situation.
Den Musikliebhaber wird es überraschen, wenn er mit einer alten CD bedacht wird, die es schon seit langem nicht mehr im Handel gibt. Bei eBay und zum Teil auch bei Amazon - hier auf gebrauchte CDs achten - gibt es tolle, längst vergessene Scheiben. Und das für kleines Geld.
Einkaufstour und Kirchturmuhr.
Wurstgesicht, Gut'-Nachtgeschicht.
Messermund, Zu-Bett-geh'-Stund'.
Kirchgesang und Tchibo-Schlang'.
Gäst-Bett-Hupfer, Tränentupfer.
Schneeballschlacht parat gemacht.
Pferd'-Geschichten, Kissen richten.
Kinderlachen Freude machen.
Stofftierwelt und Wechselgeld.
Zuckerguss und Schmus'-Genuss.
Weihnachtsfeier, Frühstückseier.
iTunes-eBay-Google-Leid
Wochenend' ist Kinderzeit.
Hatte endlich mal Zeit nach interessanten Musik-Podcasts zu schauen. Den hier möchte ich Euch nicht vorenthalten. Hier gibt es tolle Downloads sauber sortiert nach Genres.
Wer Trance, House, Dance, Electro, Minimal, Techno, Drum&Bass oder einfach coole DJ Tools sucht ist bei Beatport bestens aufgehoben. Hier kann man jede Woche einen kostenlosen Mix runterladen.
Für Jazz-Freunde gibt es hier Neues. Night Passage Jazz Podcast bietet Links zu Musik, die nicht im Handel erhältlich sind.
Einfach mal reinhören...
Eine interessante Begebenheit zum Thema Konkurrenz beschreibt Oliver Schmeltz in seinem Bericht "Keks-König im Printenrevier". Interessant ist, dass sich nunmehr offenbar auch Markenhersteller - von denen man annehmen muss, dass sie so ewtas gar nicht nötig hätten - in einer mehr als zweifelhaften Art in den Wettbewerb einbringen. Dass die Rechnung für den Wilderer aufgeht ist doch eher unwahrscheinlich: Ein wahrnehmbarer Mehrumsatz wird so sicherlich nicht erzielt. Es ist dann wohl doch eher eine Entschlossenheit zur Präsenz im "Feindesland", die die Konkurrenz beeindrucken soll. Die zeigt sich allerdings gelassen. Geht dieser Schuss etwa für den Provokanten nach hinten los?
Die spannendsten Geschichten schreibt immer noch das Leben selbst. So auch die des Atlantis The Palm, das heute eröffnet wurde...
Wie die drei Affen, die nebeneinander sitzend nichts hören nichts sehen und nichts sagen, so saßen unlängst die Bosse von GM, Ford und Chrysler vor dem US-amerikanischen Kongress und baten um Hilfe. Um genau zu sein: Um eine 25 Mrd US$-Hilfe.
Das allein ist schon spektakulär: Dass sich Manager, die jahrelange Mißwirtschaft zu verantworten haben, dies trauen ist bemerkenswert. Noch wesentlich bemerkenswerter ist allerdings, dass sie schlecht vorbereitet ihre Reise nach Washington D.C. antraten: Auf die Frage, was sie denn so sicher mache, dass sie die 25 Mrd US$ zurück zahlen könnten, wußte keiner von ihnen eine Antwort. Ich habe es im TV gesehen: Es war erschreckend, wie sie alle da saßen und keiner von ihnen sagte ein Wort. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber hier stimmt doch etwas nicht. Das kann doch gar nicht sein.
Aber: Die mangelhaften Entscheidungen im Management, die jahrelange Ignoranz, das fatale Verkennen von Markttrends, die "uns-kann-schon- nichts-passieren-Arroganz" und die "und-wenn-doch-dann-zahlt-der-Staat-das-schon-Sicherheit" werden jetzt jäh bestraft.
Stichwort "bestraft": Als sie da so in Einigkeit saßen, die drei Automobil-Päpste, da sah das mehr nach Straftätern auf einer Anklagebank aus. Vielleicht haben wir ja bald ein Dejá-vue?
Als wir am vergangenen Wochenende in Köln unterwegs waren, verlangte mein Sohn nach einem Schal und einer Mütze. Ich beschloss ihm bei H&M eines dieser Sets zu kaufen. Dort angekommen suchten wir seine erste schlichte "Post-Pooh-Bär"-Variante aus. Sie gefiel und stand ihm überdurchschnittlich gut, so dass wir beide mit dem Kauf ebenso überdurchschnittlich zufrieden waren.
Später überraschte mich mein Sohn mit der Aussage, dass er es absolut cool finde, dass er so einen tollen Schal (und auch eine so tolle Mütze) in einem Laden bekommen hat, von dem er gar nicht wusste, dass er existiert. Einigermaßen überrascht und ebenso verwirrt fragte ich nach einer Erklärung. "Nun" sagte er, "H&M kenne ich nur aus 'Die SIMS'. Da habe ich schon oft Sachen gekauft. Aber dass es den Laden auch 'in echt' gibt habe ich nicht gewusst."
Das nenne ich Product-Placement - mal anders!
Opel, die Staatsbürgschaft und die Banken. Das klingt ein wenig wie ein Theaterschwank. Und das ist es auch, wenn man es mal richtig betrachtet.
Dass Opel eine Bürgschaft vom Staat, d.h. von Bund und Ländern erhält ist - unter bestimmten Voraussetzungen - gut und wichtig. Keine Frage. Aber man sagt das einfach so daher. Eine "Bürgschaft". Wofür denn eigentlich? Eine Bürgschaft für neue Kredite. Damit man zahlungsfähig bleibt. Frisches Kapital.
Frisches Kapital? Kommt uns das nicht bekannt vor? Haben die Banken nicht vor kurzem erst den Staat um "frisches Kapital" gebeten? Und hat der Staat nicht ruckzuck ein Rettungspaket für die Banken geschnürt, damit die Banken wieder Geld verleihen können - oder verzocken?
Bürgt also der Staat jetzt für Kredite, die er selbst bezahlt?
Kann mit mal jemand erklären, wann wir endlich begreifen, wie sehr uns die Banken behumsen?
Geheimnisse zwischen Großen und Kleinen,
die Guten und auch die Gemeinen,
müssen immer unter uns bleiben.
unter uns beiden.
Denn wär' ein Geheimnis kein Geheimnis mehr,
das Geheimhalten wäre sehr schwer,
und erführe es selbst der Nachbar gerade,
das wäre schade.
Denn das was nur ich weiss und auch Du,
bleibt immer uns'res immerzu.
Die Anderen werden das nie erfahren,
Nicht heut' und nicht in hundert Jahren.
Es ist wieder einmal so weit. Man darf mich getrost einen Hinterwäldler nennen. Aber ich wundere mich einfach immer wieder über manche Dinge. So auch heute wieder.
Wir sind heute nach Köln gefahren. Zum einen um ein paar Besorgungen zu machen, zum anderen um uns ein paar Stunden vom bunten Treiben einer Großstadt mitreißen zu lassen.
Natürlich wollten die Kinder in die Spielwarenabteilungen verschiedener Warenhäuser. Die Weihnachtswünsche mussten konkretisiert werden. Während meine Kinder sich noch orientierten, wurden sie von einkaufwütigen Erwachsenen bedrängt. Leute, deren Kinder die Wunschzettel offenbar schon geschrieben hatten. Das wundert mich: Muss das denn bereits Anfang November solcherlei Formen annehmen? Klar: Die Spiezeugindustrie, dicht gefolgt vom Handel, drückt auf die Tube! Sie wollen ihre Waren immer früher unter die Menschen bringen, damit sie rechtzeitig nachdisponieren können und damit mehr verkaufen können. Unser Spielwarenhändler vor Ort - ein alteingesessener Einzelhändler - gewährte in den letzten Oktober-Wochen 30% Rabatt auf alle Artikel, letzte Woche waren es noch 20%. Man versucht offenbar alles, um die Kassen so früh wie möglich klingeln zu lassen.
Das können wir nicht ändern. Und es ist - läßt man die emotionale Wirkung dieser Aktionen auf Kinder mal außen vor - nichts Unmoralisches daran zu finden. Einzig dieses läßt sich anmerken: Sei besser vorbereitet! Im Dezember, wenn auch wir langsam in Weihnachtsstimmung kommen, sind Lieferengpässe nicht auszuschließen. Wie gesagt: The run has begun!
Mehr markige Sprüche gibt's bei Bild.de.
Russel Viers schildert in seinem illustren Blog eine Begebenheit, die dieser Thematik noch eine weitere Perspektive gibt, als er von einem Essen in England berichtet.
Nicht schlecht gestaunt habe ich, als ich gestern in der Zeitung las, dass unsere Polizei mit der Auswertung der Daten, die im Zusammenhang mit Verbrechen sichergestellt werden, überfordert ist: "Die Polizei schlägt Alarm!"
Da macht sich der Chef der Polizei-Gewerkschaft GdP Luft und weist auf die seiner Meinung nach unhaltbaren Zustände hin: Die Auswertung der sichergestellten Festplatten sei nicht mehr zu gewährleisten. Er nannte ein Beispiel, das auch mich überzeugte: Bei den drei im September im Sauerland festgenommenen Terrorverdächtigen wurden Festplatten gefunden, die nicht weniger als 3,1 Terabyte Daten aufwiesen. Das entspricht einem Inhalt, der mehr als 600.000 Bibeln gleich kommt. Diese hatten die Festgenommenen offenbar nicht gelesen, denn um diese Menge von Daten anzuhäufen braucht es schon eine gewisse kriminelle Energie.
Eine Lösung für dieses Problem habe ich freilich nicht. Aber es scheint mir im Umkehrschluss angeraten, geheime Daten mit VIELEN anderen Daten zu umgeben. Dann werden sie auch nicht so leicht gefunden. Zum Beispiel von Bibeln...
Als ich am Samstag Morgen in der Nähe von Köln auf dem Weg zu einer Verabredung war, stand ich unvermittelt in einem Stau. In einer Vorstadt. An einem Samstagmorgen um 9 Uhr. Eher ungewöhnlich. Des Rätsels Lösung war eine Baumarkt-Neueröffnung. Diese Neueröffnungen werden gewöhnlich von viel "Tamtam" begleitet. Was ich aber hier erleben durfte - und das nur beim Vorbeifahren - ist wirklich bemerkenswert.
In einer beispiellosen Aktion wurden offenbar alte Schubkarren gegen Neue ausgetauscht. Man konnte sein ausgedientes, verbeultes Exemplar mitbringen und gegen eine Gebühr von 10 Euro gegen ein neues Modell tauschen. Allein die Armada frisch lackierter Gefährte auf dem Parkplatz war beeindruckend. Nicht weniger beeindruckend die Zahl derer, die um diese Zeit bereits (es war gerade erst richtig hell geworden) freudestrahlend ihre neue Karre zum Auto brachten: In Kolonnen quasi steuerten sie den voll belegten Ausweichparkplatz auf der gegenüber liegenden Seite der Straße an.
Und jetzt das wirklich Unglaubliche: Obwohl der Parkplatz nicht mehr als 50 m vom Baumarkt entfernt lag und viele der Besucher tatsächlich vorrangig wegen der Tauschaktion gekommen waren, bot man einen Bus-Pendel-Service an. Zur anderen Straßenseite...
Ich habe nicht erkennen können, wie viele alte/neue Schubkarren samt ihrer Besitzer in einen Bus gehen. Ich will es - so glaube ich - auch gar nicht wissen. Eines jedenfalls haben die Marketingstrategen geschafft: Den ganzen Tag habe ich mich - nur wenige hundert Meter davon entfernt arbeitend - darüber geärgert, dass ich das mit der Tauschaktion nicht gewusst habe. Zu gerne hätte ich mitgemacht: Alt gegen neu...
Samstagsarbeit ist an sich nichts Besonderes. Viel zu oft kommt das insbesondere im Messegeschäft vor.
Samstagsarbeit ist dann aber etwas Besonderes, wenn sie so wie heute von einer nahestehenden Bekannten geleistet wird: Unermüdlich und überaus produktiv und vor allem ganz selbstverständlich, obwohl da zu Hause eine Familie ist, die schon die ganze Woche auf die Mama verzichten musste.
Nicht nur dann - aber dann ganz bestimmt - ist das nicht selbstverständlich...
Offenbar gehört es mittlerweile aber zu den Selbstverständlichkeiten, die uns in unserem beruflichen Leben heute begleiten. Gut wenn wir es auch so empfinden. Aber es ist - so denke ich - noch immer einer Erwähnung wert, oder?
Ich denke, ich habe hierüber schon berichtet. Aber das Thema Boeing - Airbus hört naturgemäß nicht auf. Immer wieder gibt es kleine Ellenbogen-Checks. Immer wieder Sticheleien. Aber auch immer wieder einen neuen Versuch sich zu positionieren und auf seine eigenen Stärken aufmerksam zu machen.
Nachdem nun der Streik bei Boeing - merkwürdigerweise haben den nur Insider wahrgenommen - beendet wurde, hat man Kassensturz gemacht. Die Kosten für den Streik beliefen sich auf 100 Mio US$/Tag. Da der Streik bereits am 6.9.2008 begann kam ein hübsches Sümmchen zusammen. Das war nicht irgendein Streik, damit waren massive Behinderung verbunden.
Doch das ist nicht allein das Problem. Weitaus schwerer wiegt ist die Tatsache, dass der Erstflug des Referenzobjekts "787" auf 2009 verschoben werden musste, und dass sich dadurch natürlich die Auslieferung verzögert.
Dass die Verzögerung immens sein wird, wird klar, wenn man den aktuellen Artikel dazu in der ShanghaiDaily liest. Denn plötzlich berichtet Boeing nicht nur von Verzögerungen durch den Streik, sondern auch von Problemen bei der Befestigungs- und Verschraubungstechnik: Hier sei aufgrund fehlerhafter Teile mit weiteren Verzögerungen zu rechnen. Das darf man getrost als "Lippenbekenntnis" bezeichnen. Denn ohne Druck gibt solche Probleme niemand gerne preis...
Ich erinnere mich nur zu gut an die Unkenrufe aus der Boeing-Zentrale in Everett, als Airbus Probleme bei der Produktion des A380 zugab, die zu Lieferverzögerungen führten. Und jetzt diese Reihung von Hiobsbotschaften bei Boeing...
Ich sag's ja nicht gern. Aber wer anderen eine Grube gräbt, kommt meist selbst darin um. Oder?
Dieses Zitat ist eine motivierende Rechtfertigung nach bisweilen fordernden Tagen. So gesehen in einer bemerkenswerten Präsentation von Daniel Kraft, President Red Dot & Senior Vice President Corporate Strategy der Open Text Gruppe. Erbaulich.
"Congratulations" heißt "Gratulation". Und diese Gratulation richtet sich heute an unsere Amerikanischen Freunde. Warum? Weil...
-
...die Wahlbeteiligung noch nie so hoch war (in manchen Staaten über 80 %)
-
...sich noch nie so viele junge Wähler über den künftigen Präsidenten einig waren
-
...sie nun endlich einen schwarzen Präsidenten haben, den sie enthusiastisch auf der Straße feiern.
Interessant in diesem Zusammenhang - wenn auch politisch nicht so ganz unabhängig - die Seiten von CNN, die den interessierten Betrachter recht umfassend informieren.
Nicht minder interessant diese Karte, die die Herkunft der Spenden - zumindest regional - aufschlüsselt. Was man nicht alles für Zahlen "erheben" kann...
Unterhaltsam ist, was die Amerikaner selbst an diesem Tag über Wahl denken und bloggen: CBS hat eine lange Liste mit Wortmeldungen...
Schade um die hübsche Sarah Palin. Sie wäre ein Komet am Himmel gewesen. Aber so wie sie dort erschienen ist, ist sie verglüht. Merkwürdig, dass ihre Website nicht mit einem einzigen Wort auf die Präsidentschaftswahlen eingeht. Aber das hat John McCain dann auf seiner Seite nachgeholt. Und das wiederum ist wirklich lesenswert. Sicher typisch Amerikanisch. Aber von seiner Fairness und seinem Respekt gegenüber seinem Kontrahenten können wir durchaus lernen.
Wie gesagt: Congratulations!
Amerika wählt. Und das ist gut so. Denn sonst wäre noch mehr Geld für den Wahlkampf ausgegeben worden.
Heute geht der teuerste Wahlkampf aller Zeiten zu Ende. Nicht weniger als 2 Mrd. US$ haben die Kontrahenten Obama und McCain ausgegeben. Sarah Palins Kleider und Friseurbesuche eingeschlossen. Zum Vergleich: Der letzte Wahlkampf kostete "nur" 693 Millionen US$.
Zweierlei darf und trotz dererlei Summen trösten:
1. Es ist nicht unser Geld.
2. Der Wahlkampf wurde nicht aus öffentlichen Mitteln finanziert, sondern durch Spender.
Details: Allein Obama sammelte über 700 Mio US$ bei seinen Spendern. Dies ermöglichte ihm rund 250 Mio für TV-Spots auszugeben. Obwohl McCain nur 118 Mio US$ für TV-Spots ausgeben durfte, klingt die Summe beider Werber nach einem guten Geschäft für die Sender.
Aber auch während der Vorwahlen wurde das Geld mit beiden Händen...investiert. Aus Hillary Clintons Etat von 115 Mio $ gab sie allein 54.000 $ an Parkgebühren aus. Momentan sitzt sie auf 22 Mio $ Schulden (inkl. der Parkgebühren).
Für mich erstaunlich ist, dass die Höchstsumme für Spenden auf 2.300 $ pro Spender begrenzt ist. Das hieße ja, dass über 300.000 Amerikaner (natürliche und juristische Personen) den Maximalbetrag gespendet haben müssen. Das nenne ich mal "die Massen mobilisieren"...
International, interkulturell, interessant: Wenn es heute etwas zu diskutieren gibt, dann sicherlich das Formel 1-Finale, das gestern Abend viele von uns elektrisiert hat. Ich jedenfalls konnte heute niemanden ausmachen, der mir von einem packenderen Kampf um die Formel 1-Krone hat berichten können, seit Michael Schumacher weyland seinen Konkurrenten Damon Hill ins Abseits kickte.
Was sich heute in den Gazetten abspielt ist allerdings nicht minder interessant. Da melden sich Personen mit Meinungen zu Wort, von denen man die ganze Saison über nichts vernommen hat. Einer zum Beispiel ist Eddie Jordan, der in der Online-Ausgabe der Times meines Erachtens wahrheitsgemäß kommentiert, dass Lewis Hamilton gestern dann doch eher zu den glücklichen Fahrern gehörte. Er bezeichnet seine Strategie als zu defensiv und stellt fest, dass sie ihn beinahe den Titel gekostet hätte.
Mit besonderem Interesse sollten wir die Diskussion verfolgen, die die Times in ihrem Blog losgetreten hat: Kann Lewis Hamilton im Verlauf seiner Karriere erfolgreicher sein als Michael Schumacher? Viele, wirklich interessante Kommentare wurden dort abgegeben. Dieser hat mir persönlich am besten gefallen: "overtaken by a toro rosso in the final lap, battling for the title."
Was wieder einmal zeigt, dass das Internet ein großes Geschenk ist. Dass wir heute Kommentare dieser Art lesen können ist etwas ganz Besonderes! Dieser internationale, interkulturelle und vor allem interessante Austausch ist grenzenlos (Interlagos :-) ).
Oder?

Dieser Sonntagshimmel ist symptomatisch für die vergangenen Tage. Und nicht nur dafür. Er ist symptomatisch für vieles im Leben: Wenn es auch mal ein wenig "drunter und drüber" geht, sich der Himmel sprichwörtlich verdunkelt, dann tut sich plötzlich und überraschend ein Weg auf und es geht weiter.
Mein Sonntag hatte viele tolle Momente. Einer davon war dieses Sonnenloch, das sich zwischenzeitlich zu einem breiten hell leuchtenden Streifen schönen Wetters aufgezogen hat.
Na also, geht doch!
Am 1. November ist es definitv Zeit an Weihnachten zu denken. Das geht jetzt so schnell. Und plötzlich ist man wieder überrascht, dass es schon soweit ist. Wird die Zeit für die Besorgung von Weihnachtsgeschenken knapp, wirkt sich das stets überproportional auf die Qualität der Geschenke aus: Zum Schluss noch "irgendwas", nur damit man nicht mit leeren Händen da steht.
Um dem vorzubeugen möchte ich in lockerer Folge Vorschläge für Weihnachtsgeschenke machen. Heute kommt ein erster Schwung. MyDays.de hat für jeden etwas. Eher die etwas ungewöhnlichen Geschenke. Aber wenn man mal was Ausgefallenes braucht - bitte schön...







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