Dezember 2008 Archive

Lesen und genießen... Eine weitere Episode aus der Leidenstrilogie "Mein neuer PC". Diese Fehlermeldung ist kein Fake. Darauf wäre ich nie gekommen. Da ich aber unbegrenzt Zeit habe, amüsiert mich diese Meldung - und sie ist nur eines von vielen kleinen Hindernissen bei der Neuinstallation - ausschließlich...

Bonuseintrag. Der Spaziergang heute Nachmittag brachte dann noch ein "wir-grüßen-Euch-alle-da-draußen-Foto" mit sich. Bitte schön. Und einen schönes Rest-Weihnachten.

...morgens aus dem Fenster zu schauen und fest zu stellen, dass es bereits hell ist und dass dieser merkwürdige graue Deckel, der in den letzten Wochen stets über uns hing, endlich weg ist: Die Sonne scheint!
Kein Wunder, wenn zudem noch zwei so nette Menschen Geburtstag haben wie meine geschätzten Kollegen Katja und Ralf. Herzliche Glückwünsche in den Nachbarort, liebe Katja, und herzliche Glückwünsche nach Shanghai, lieber Ralf. Alles Gute!

...wenn Kinder vor Staunen den Mund nicht mehr zu bekommen und plötzlich ganz still werden; ihre Augen leuchten mit den Lichtern im Christbaum um die Wette und am liebsten würden sie alle Geschenke ganz selbstverständlich mit ins Bett nehmen.
Meine Kids genießen den heutigen Tag beim Spiel mit dem neuen Playmobilhaus. Fragt mich nicht wie, aber irgendwie ist es ihnen gelungen dort selbst einzuziehen...

Euch allen da draußen: Frohe Weihnachten! Und wer unser Jahr noch einmal "im Bild" erleben will, findet hier die Highlights aus 2008.
"Entschleunigung" ist das Wort des Tages. Es bedeutet nichts anderes als: Runterkommen, das Tempo heraus nehmen, wieder Boden unter den Füßen spüren, langsam die Geschwindigkeit des Alltags reduzieren.
Auch wenn das heute bei uns eher in einer Art Vollbremsung war; es ist gelungen. Das Licht im Büro ist aus. Die Arbeit zur Seite gelegt. Die Gedanken, die sich um den nächsten Tag drehen, sind frei von Druck, Projekten und Terminen. Morgen ist Heiligabend. Und dann kommt Weihnachten. Ich wäre ein Tor, wüßte ich nicht, dass es auch in den kommenden Tagen hektisch werden kann. Aber diese Hektik ist anders. Es ist eher eine positive Geschäftigkeit. Jetzt aber gilt es zwei Fehler zu vermeiden:
-
Nicht zu viel vornehmen - wir werden eh' nicht alles schaffen!
-
Entspannt alle Hektik hinnehmen - im Büro wäre es schlimmer!
Für's erste wünsche ich Euch allen da draußen viel Spaß beim Tritt auf die Bremse und eine angenehmes vorweihnachtliches Entschleunigen!

Diese Weihnachtsgrüße erreichten mich heute von meinem Cousin Patrick, der - ich erwähnte es bereits - in Sydney, Australien lebt. Für mich ist die Erkenntnis, dass es "dort unten" sommerliche Weihnachten hat immer wieder befremdlich. Aber so isses nun mal. Für die Aussies sind die Feiertage immer auch Beach-Tage. Während wir also hier zu Hause frieren und uns - aus der Not eine Tugend machend - wünschen, dass es zu Weihnachten schneit, gehen unsere Freunde und Verwandten surfen. So wie Patrick, der rechts unten - Verzeihung links oben - uns alle freundlich grüßend abgebildet ist. Und: Nein. Das Bild ist steht nicht auf dem Kopf. Alle die da unten leben, hängen mit dem Kopf nach unten. Das Bild beweist das...
Merry Christmas you possums down there...
P.S. Zu "Possums" fällt mir natürlich immer Dame Edna ein. Euch etwa nicht?

Heute hat mein Sohn Nicolas Geburtstag. Und neben vielen anderen mehr oder weniger großen und kleinen Wünschen hatte er sich ein Fussball-Spiel mit seinen besten Freunden gewünscht. Das ist im Dezember dann nicht ganz so einfach. Aber wir durften für ein paar Stunden in den großen Trainingsraum unseres Fitness-Studios, in dem ich einige Jahre als Kursinstruktor gearbeitet habe (danke Stefan).
Die Jungs waren klasse, haben im 3:3 gespielt wie die Teufel, Räume genutzt und Gegner geputzt. Das Spiel ging denkbar knapp mit 12:11 für "grün" aus. Das war für die "Bunten" nicht leicht. Aber auch verlieren will gelernt sein: Beim Stand von 11:11 und angesichts der sich zum Ende neigenden Spielzeit wurde es plötzlich ein wenig ruppig auf dem Parkett. Ich hatte die Möglichkeit das Spiel "unentschieden" zu beenden. Aber das hätte die Jungs unvermittelt aus ihrem Tatendrang gerissen.
Also vereinbarten wir: Das nächste Tor entscheidet. Eine faire Sache, wie wir alle fanden. Nur als das nächste Tor fiel, war es ein "Umstrittenes" obendrein. Diese Situation war für mich als Spielleiter nicht einfach.
Ich entschied mich für Tor und erklärte das Spiel für entschieden. Gegen die Mannschaft meines Sohnes; davon wollte und konnte ich mich nicht leiten lassen. Natürlich gab es Diskussionen unter den Jungs. Und auch kleine Rangeleien. Aber alles kein Problem. Als wir 20 Minuten später bei McDonalds aßen, war das Spiel schon kein Thema mehr.
Das Unentschieden wäre die einfachste Entscheidung gewesen. Für mich. Aber nicht für die Jungs: Die hatten noch etwas unter sich auszumachen. Dass angesichts des durch das ultimative "das letzte Tor entscheidet" der Ehrgeiz dann in Trauer, Wut und Unzufriedenheit umschlug gehört für mich zum Spiel: Wer spielt muss auch verlieren können. Das wollten die Jungs natürlich nicht hören. Aber ich bin sicher: Auch wenn das heute eher eine kleine Lektion war. Es war eine von vielen für das Leben.
Und wenn ich einen Herzenswunsch äußern darf: Ich möchte meine Kinder - und ab und zu auch gerne die anderer Leute - so fit wie irgendmöglich für das machen, was da draußen auf sie wartet. Und dazu gehören auch Niederlagen...

Wolfgang, Monika, Elke, Roman, Brigitte, Wolfgang, Petra, Willi, Ingo und Beate heißen die Leute, mit denen man definitiv am meisten Spaß haben kann (v.l.n.r neben Kerstin und mir). So wieder einmal geschehen anlässlich unseres gemeinsamen Besuchs des Langlauf-Weltcups in Düsseldorf.
Das alles wäre überhaupt nichts besonderes, wenn wir nicht alle aus den unterschiedlichsten Gegenden kommen würden und - bis auf wenige Ausnahmen - absolut zufällige Urlaubsbekanntschaften wären, die sich seither reglemäßig und mit dem größten Vergnügen treffen.
Als Petra und Willi schon einige Zeit wieder in ihrem Zug nach Norden saßen erreichte mich eine SMS, die besser als jede andere Schilderung des Tages beschreibt, wie es war:
"Schade, schade. Schon wieder vorbei!" Recht hast Du Willi... Wir sehen uns bald!

Ich wollte Euch mein Adventshighlight diesen Jahres nicht vorenthalten. Der Nikolaus besucht anlässlich der Weihnachtsfeier das Seniorenzentrum, in dem meine Mutter lebt. Geplagt durch ihre stete Unruhe und den Drang zu laufen hielt sie auch an diesem Abend nichts an ihrem Platz. Auf einer unserer "Auslaufrunden" trafen wir den kostümierten Gesellen während seiner Vorbereitung in einem Nebenraum. Zeit genug für einen Schnappschuss (leider nur mit dem Handy). Aber auch den wollte ich Euch nicht vorenthalten.

Interessant ist, dass man gar nicht so genau weiß, wo Katar liegt. Ich bin eigentlich sehr fokussiert auf geografische Dinge, aber bei Katar musste ich dann doch mal etwas genauer nachschauen.
Wieder was gelernt. Und dazu noch dieses zauberhafte und zudem taufrische Bild erhalten...
Nimmermüde müsst Ihr sein, wenn Ihr das mit Weihnachten noch schaffen wollt. Daher hier der Tipp Nr. 5: Jede Frau kennt das: Fingernägel-Lackieren und just, wenn man fertig ist, muss man sich an der Nase kratzen, auf Toilette, ans Telefon, einen Haargummi reindrehen - einfach lauter Dinge, die das mühsam erpinselte Kunstwerk sofort zu Nichte machen. Deswegen hilft uns nun dieses niedlich kleine Puste-Äffchen.
Wenn Ihr mich fragt - ein echter Hinreißer-Tipp. Auch wenn es vielleicht nur für das B-Geschenk reicht...
Jetzt wird es aber langsam Zeit mit den Geschenken für Weihnachten. Etwas ganz ungewöhnliches habe ich hier gefunden: Einen Kalender, wie ihn der Beschenkte - wer auch immer das dann sein mag - garantiert noch nie bekommen hat.
Anders als Autos wird das Wort des Jahres immer erst am Ende des jeweiligen Jahres gewählt. Jetzt war es wieder so weit. Die Gesellschaft für Sprache kürte das Wort des Jahres: "Finanzkrise", nur knapp geschlagen vom Begriff "verzockt", der auf Platz zwei landete. Wenig überraschend, eigentlich. Aber das ist immer so, wenn man das Ranking dann vor sich sieht. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es "Yes we can" auf Platz 10 geschafft hat.
Beide Begriffe solchermaßen unter den ersten 10 Platzierungen zu haben sollte uns Mahnung und Weisung sein: Weitermachen! Der Krise entgegen steuern. So wie es auch Hartmut Mehdorn von der Bahn AG macht: Er bestellte unlängst hunderte von Zügen. "Antizyklisch" wie er sagte und vor allem "gegen die Krise". Auch und vor allem, um Arbeitsplätze zu erhalten. Lobenswert aber nicht wirklich logisch: Werden diese Züge doch erst in den nächsten 3-5 Jahren gefertigt und geliefert. Aber das ist eine andere Geschichte.
Bevor wir aufgrund eines 'Datenklaus' noch 'hessische Verhältnisse' bekommen, und sich die 'Umweltzone' in eine 'multipolare Welt' ändern, in der auch der 'Nacktscanner' für uns kein 'Rettungsschirm' sein kann, freuen wir uns doch lieber auf den 'Bildungsfrühling'. Damit hätten wir dann auch die Plätze 3 - 9 abgearbeitet und wären wieder beim 'Yes we can'.
Is'so. Sowieso.

Diese nette Nachricht hatte ich heute früh in meinem Adventskalender. Dem schließe ich mich an und stelle fest, dass dem auch nichts mehr hinzu zu fügen ist.
Tage wie dieser bedingen eine Auszeit. Um keine Mißverstände aufkommen zu lassen: Es war ein guter Tag. Wenn nicht sogar ein sehr Guter. Dennoch: Ziel angepeilt, aber verfehlt. Anstelle dessen einige andere Ziele unverhofft getroffen. Es bleibt ein beängstigender Überhang "nicht erreichter" Ziele. Vielleicht liegt es auch daran, dass man sich zu viel vornimmt. Wie auch immer. "Auszeit" ist das Stichwort. Heute ist zu viel Hirnschmalz in andere Projekte geflossen, als dass hier noch etwas Sinnvolles entstehen könnte. Wir sehen uns dann morgen...
Vorgestern habe ich noch über die sensationelle Hilfsbereitschaft sinniert, die mich überraschend umgab - in all' meiner Not, dass mein guter alter BMW mir den Dienst versagte.
Heute nun haben mich viele Kollegen teils besorgt, teils mit einem Augenzwinkern angesprochen und gefragt, ob ich nun gänzlich in die Firma eingezogen sei, oder ob ich zumindest dort übernachtet habe?
Ich war wieder überrascht, wie vielen Menschen auffiel, dass mein Auto den Parkplatz über Nacht nicht verlassen hat und daher irgendwas bei mir nicht stimmte. Interessant. Und wohltuend zugleich.
Das Auto läuft zwar noch nicht - der Fehler ist noch nicht gefunden, aber es scheint nicht ganz so schlimm zu sein.
Was wieder einmal bleibt ist die Erkenntnis, dass nicht alles immer gleich sooo schlimm ist, wie es anscheint. Und ein kaputtes Auto ist nun wirklich nicht das Problem. Es stört halt nur die "Komfortzone", die wir so ungern verlassen. Aber wir sollten uns darüber bewusst sein, dass wir dort auch nur zu Gast sind. Und jeden Tag, den wir in unserer Komfortzone verbringen dürfen, sollten wir bewusst als Geschenk erleben.
Heute Nachmittag hatte ich die große Freude zur Nikolaus-Feier meiner Tochter an ihre Schule eingeladen zu sein. Diese Einladung bestand schon länger. Sie war dann aber doch eher prophilaktisch von meiner Tochter ausgesprochen worden, weil ich Termine um diese Uhrzeit gewöhnlich nur schwer realisieren kann. Aber es war mir so wichtig, dass ich heute alles andere drum herum geplant habe.
Und es war so schön: Die verschiedenen musikalischen Darbietungen, die Gedichte - alle auswendig gelernt -, die tolle artistische Nummer, in der auch meine Tochter mitwirkte (Menschen-Pyramiden) und nicht zuletzt die vielen vertrauten Gesichter "Ehemaliger", die mittlerweile auch ihre Kinder auf "unserer" alten Schule haben.
Es war mehr als nur ein unterhaltsamer Nachmittag. Es war ein Stück weit ein "nach-Hause-kommen" und natürlich der überwältigende Stolz, den jeder Elternteil empfindet, wenn er seine Kinder auf einer Bühne sieht.
Die Zeit - das darf ich mit Recht behaupten - war mehr als gut investiert. Danke für die Einladung, Annki...
Eines vorab: Dass dieser folgende Blog so gut zum Kommentar des gestrigen Eintrags passt, ist reiner Zufall. Oder Fügung. Wer weiß...
Es geht um Dankbarkeit und das gute Gefühl, Dankbarkeit empfinden zu können. Aber der Reihe nach. In den letzten Wochen hatte ich immer wieder Probleme mit meinem guten alten Winterauto. Es wollte kalt nicht so richtig laufen. Einmal warm schnurrte es wie immer. In den letzten Tagen wurden die Symptome deutlicher und zugleich schwieriger einzuschätzen: Ich blieb nicht einmal, sondern gleich mehrfach liegen.
Also ab in die Werkstatt meines Vertrauens. Aber diese Fahrt dort hin wurde mir heute Abend ultimativ verweigert. Er wollte nicht mehr anspringen. Ich habe mich richtig geärgert. Über das Auto und über mich, weil ich so lange gewartet habe... Dann habe ich meine (schwer erkältete) bessere Häflte angerufen und sie gebeten, mich abzuholen. Für sie immerhin noch eine Fahrt von 40 min. durch's Schneetreiben. Sie willigte ohne zu Zögern ein, was meinen Ärger aber noch nicht wirklich zügeln konnte.
Ich habe mich dann auf einen einigermaßen abenteuerlichen, abendlichen Spaziergang gemacht: Auf dünnen Ledersohlen schlitterte ich meiner Liebsten entgegen. Und wie ich so durch den Schnee stapfe fallen mir lauter gute Sachen ein:
Mein Chef hatte mir noch beim Verlassen des Büros gesagt, er würde mich nach Hause fahren, sollte der Wagen nicht anspringen - ein großer Umweg für ihn. Mein "Auto-Manager" und bester Freund Roland rief an - gleich zweimal - und bot sogleich seine Hilfe an: Er wollte mich sofort in die Werkstatt schleppen. Noch heute Abend. Ich lehnte dankend, vertagte die Aktion auf den nächsten Tag ab und stapfte weiter.
So unterwegs fing ich an selbst den Schneefall und die Ruhe um mich herum zu genießen. Und als ich dann die Lichter des Wagens meiner Retterin auf mich zu kommen sah, habe ich mich noch einmal gründlich "durchgefreut". Es ging nach Hause!
Trotz aller Unannehmlichkeit - dieser Tag (zumindest der Abend) kann im "plus" verbucht werden. So viel Hilfsbereitschaft erlebt man nicht alle Tage. Danke dafür, dass ich dankbar sein kann...
Die Wahrheit kommt bisweilen merkwürdig daher. Oder zweidimensional. Oder beides. Nicht vorstellbar? Hier ein Beispiel. Hab's gerade gehört und mich spontan dazu entschlossen, es im heutigen Blog zu verarbeiten.
Als mein Sohn (8) heute von der Schule kam erklärte er seiner Mutter, dass er morgen keinesfalls zum Schwimmen gehe. Unschwer zu erraten, dass er ohnehin nicht gern schwimmen geht, insbesondere im Winter. Seine Mutter erklärte, dass das nicht in Frage komme und sie dies unter keinen Umständen hinnehmen würde. Er jedoch beharrte auf seiner Äußerung keinesfalls zum Schwimmen zu gehen.
Kurz bevor seine Mutter die Geduld verlor - gutes Timing ist wirklich wichtig - ließ er dann grinsend durchblicken, dass er gar nicht zum Schwimmen gehen könne, selbst wenn er wolle: Sein Sportlehrer sei krank und die Unterrichtsstunde fiele aus.
Er sagte von Beginn der Diskussion an die Wahrheit, verschwieg dabei - und das ist nicht von der Hand zu weisen - ein paar Eckdaten. Und weil seine Mutter die "üblichen Beurteilungskriterien" zu Grunde legte, konnte sie - und da mache ich ihr keinen Vorwurf - zu keinem anderen Schluss kommen, als dass der Junge einfach keine Lust auf den Schwimmunterricht hatte.
Die Wahrheit kommt bisweilen merkwürdig daher. Oder zweidimensional. Ober eben beides. Oder?

Köln, Nikolaus 2008. Es geht los. Vielleicht ist es aber auch schon im vollen Gange und ich habe es einfach bislang nicht bemerkt: Das Weihnachstgeschäft brummt!
Diese Aufnahme habe ich gestern auf der Kölner Schildergasse gemacht - einer der Haupteinkaufsstraßen in Köln. Und es täuscht nicht: Dicht an dicht gedrängt schieben sich die Leute durch die Stadt. Nicht auf dem Bild zu sehen: Die großen, prall gefüllten Einkaufstaschen. Auf den Weihnachstmärkten - das gleiche Bild.
Hinzu kommen: Duzende von Weihnachtsfeiern, Freundeskreisen, Niederländern und Indern, die die Märkte besuchen wollen, die unvermeidbaren Jungesellen-Abschieds-Touren und nicht zuletzt eine Aufnahmeprüfung in den hiesigen Opel-Club. All' das in einer Stadt, die zu bersten drohte.
Eigentlich ein Tag, an dem man nicht in die Stadt gehen sollte. Aber man weiß es und stürzt sich trotzdem in den Trubel. Und kommt beinahe darin um.
Als es Abend wird und wir in einem der Brauhäuser mit viel Glück einen Tisch ergattern, kehrt dann doch noch etwas Ruhe ein. Von Besinnlichkeit keine Spur - nicht in einem Kölner Brauhaus. Aber für uns wird es ein Tag der Eindrücke, Lichter und Düfte; in einer leicht weihnachtlichen Atmosphäre. Man muss sich nur ein Stück weit drauf einlassen...
Freitag-Abend. Fast schöner noch als Samstag-Morgen - mein erklärter Lieblingstagesabschnitt. Aber dieser Freitag-Abend ist heute ein ganz Besonderer: Heute ist Männer-Abend. Männer-Abend heißt: Papa und Sohn, Fussball im Fernsehen und dazu Mettbrötchen. Kaum zu toppen, oder?
Beim Aufräumen fand ich heute zufällig die "Laufliste" meines Sohnes vom vergangenen Wochenende. Dass er sich die Dinge, die wir gemeinsam machen wollen, aufschreibt und in eine Reihenfolge bringt, ist witzig. Das hat er sich - denke ich - von seinem leicht vergesslichen Vater abgeschaut. Vielleicht will er aber auch eben diesen auf diese Weise an seine Versprechen erinnern.
Aber was waren wohl die Kriterien, als die Maßnahmen priorisiert wurden?
-
Stringenz - das Wichtigste steht oben
-
Gewichtung - das Wichtigste wird groß geschrieben
Was es auch war - ich weiß es nicht. Aber es ist wie im richtigen Leben: Die Mischung aus beiden ist es wohl, die erfolgversprechend ist: "Erst die Arbeit dann das Spiel" lernten wir seinerzeit. Und irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass wir diese Werte nach wie vor in uns tragen und vorleben.
Sagen wir es mal so: Es gibt Schlimmeres, oder...?
"We get what we promote" schrieb Seth Godin unlängst in seinem Blog. Aber erst am Ende des Blogs. Sein Blog titelte "Don't know what you've got till it's gone". Das hat macher schon am eigenen Leib gespürt.
Aber hier geht es nicht um Herzschmerz, sondern um die Macht der Kunden. Seth sagt, dass jeder von uns - wenn er es richtig formuliert - die Macht hat, einer Sache zum Erfolg zu verhelfen, oder aber auch, eine Sache scheitern zu lassen. Die Meinungsäußerung ist wichtig. Ob es eine Empfehlung ist, oder ob es ein warnendes Abraten: Die Meinung zählt. Und sie wird weiter verbreitet. "Word of Mouth" klingt irgendwie besser, als Mundpropaganda. Aber genau darum geht es:
Wenn Dir etwas wichtig erscheint, Dein Lieblingsrestaurant, Dein bester Bäcker, der beste Physiotherapeut: Empfehle sie weiter! Sonst kann es sein, dass sie eines Tages nicht mehr da sind. Und damit ist Dir dann auch nicht geholfen, oder? Denn erst wenn er nicht mehr da ist, merkst Du, was Dir fehlt...
Vor kurzem in der Zeitung gelesen: Tausende gläubige Juden auf der ganzen Welt beten jeden Tag drei Mal - mit dem Blackberry in der Hand. Das Programm, das die Gebete in elektronischer Form liefert, heißt "JewBerry". 'An das Gebetbuch erinnert man sich vielleicht nicht immer, aber niemand ist ohne Blackberry unterwegs', sagt Jonathan bennett, einer der Entwickler.
Ich sag's ja immer: Da muss nur das richtige Geschäftsmodel her und schon läufts.


Aktuelle Kommentare