Juli 2009 Archive

Luxuseinsteiger

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Die KPMG hat heraus gefunden, dass 17 % der Deutschen Imitate von Luxusmarken erwerben. Dass dies ein Durchschnittswert ist belegt die Tatsache, dass es in der so genannten Klasse der Luxuseinsteiger sogar 56 % sind.

Die Luxuseinsteiger sind offenbar eine interessante Zielgruppe: Viele Branchen schlagen sich um die angehend zahlungskräftigen, qualitäts- und statusbewußten Käufer. Die Textilbranche erachtet sie als "besonders interessante Zielgruppe". Und BMW meldet, dass sich die Luxuseinsteiger "mit Sechszylinder-Motoren wacker schlagen".

Genau genommen ist jeder von uns ein Luxuseinsteiger; nämlich dann, wenn er sich etwas besonderes gönnt. Und gerade jetzt, in der vermeintlich schlechten Zeit neigen die Leute dazu sich im allgemeinen Verzicht etwas zu kommen zu lassen, was sie entschädigt. 

Wir dürfen also damit rechnen, dass sich Marketing und Werbung auf die Luxuseinsteiger einstellen werden. Man wird sich darauf konzentrieren, diesen Euro, den man sich dann gerne gönnt, für sich zu gewinnen.

Übrigens: Unter den Luxusetablierten kaufen nur noch 1% Imitate. Klar, denn die haben ihren Luxus ja auch schon... 

Customer Service nennt Joseph Provenzano seinen aktuellen Blog und macht deutlich, dass die gute Behandlung des Kunden (eben den Zustand, den die Übersetzung des Worts "Service" = "Dienst" so nicht beschreiben kann) eindeutig und unverwechselbar ein Differenzierungsmerkmal des jeweiligen Anbieters zum Wettbewerb ist.

Dass das stimmt konnte ich kürzlich selbst erfahren. Stimmt es folgerichtig also? 

Was kann es schöneres geben, als sich mit Freunden zu einem lauen Abend in einem Biergarten zu treffen? Sich mit besonderen Freunden dort zu treffen.

So geschehe gerade heute Abend: Ich hatte endlich Gelegenheit einen Kollegen aus den USA in meinen Stammbiergarten einzuladen. Gemeinsam mit ihm und durch ihn habe ich unvergessliche Reiseeindrücke in den USA sammeln dürfen und heute konnte ich mich endlich revangieren. 

Tut gut, denn es ist immer ein Geben und ein Nehmen...

Mein Slogan ist ein Claim

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Es ist doch zum Verrücktwerden. Da wäre ich heute beinahe eine - für meine bescheidenen Verhältnisse - hochdotierte Wette eingegangen - was eigentlich gar nicht mein Ding ist - , die ich sang- und klanglos verloren hätte.

Bis heute machte es für mich durchaus einen erwähnenswerten Unterschied, ob ich einen Slogan oder einen Claim für einen Werbetext gestalten sollte. Zur Erläuterung:

Der Slogan wird in der Werbung verwendet und vermittelt in kompakter Form eine Aussage zu einem Produkt oder einer Leistung. Ursprünglich stammt der Begriff "Slogan" aus dem schottisch-gälischen und bezeichnete u.a. den Sammel- oder auch Schlachtruf eines Clans. Und so oder so ähnlich habe ich ihn auch genutzt: Als Schlachtruf für die Marke, das Produkt oder die Leistung.

Den Claim hingegen nutzte ich als kurzen "Abbinder" der Anzeige, des Plakats oder der wie auch immer dargestellten Botschaft, meist in der Nähe des Logos. Und er griff den Inhalt des Slogans auf, bestätigte ihn inhaltlich mit einem gewissenhaften "siehste" und verlieh der Aussage damit ein wenig Nachdruck.

Seit heute ist alles anders: Aufgrund einer nicht eindeutigen Begriffslage in einem Auftrag habe ich dann bei unserer Werbeagentur genauer nachgefragt. 'Die müssen es ja wissen', dachte ich. Wussten sie aber nicht wirklich ganz genau, aber halbwegs und auf jeden Fall genauer als ich es wusste.

Der Claim - so haben wir es dann anschließend heraus gefunden - wird in der Werbung mittlerweile häufig als Synonym für "Slogan" genutzt. Dabei weist der Claim im Unterschied zum Slogan eine enge Bindung an den Markennamen auf und/oder wird in Verbindung mit dem Firmenloge individualisiert (was mir auch bekannt und bewusst war, denn so habe ich das ja auch gehandhabt).

Dennoch: Mit diesen gelernten Unterschieden sah meine Welt anders als zuvor. Was nichts anderes bedeutet als: Misstraue geflissentlich dem Gelernten, vertraue anderen und lerne jeden Tag etwas dazu. Es tut gut...

Persönlich genommen

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Heute habe ich mich als Nutzer eines Stockfootage-Services im Internet anmelden wollen. Um es vorweg zu nehmen, er hat funktioniert. Das ist ja dann auch das Mindeste, was man von einer Internet-Plattform verlangen kann, die etwas über das Netz verkaufen will und die wiederum als Voraussetzung vorsieht, dass man sich dafür anmeldet.

Positiv fielen mir dabei zudem zwei Dinge auf:

  1. Seit langem konnte ich erstmals wieder alternativ zu einer im Internet üblichen Kreditkarten-, PayPal- oder Click-and-Buy-Zahlungsmöglichkeit auch die Zahlung auf Rechnung auswählen. Das allerdings nur, weil ich einen Firmen-Account eröffnete.
  2. In der Passwort-Bestätigung, die ich per Mail erhielt, war eine richtige Telefon-Nummer ausgewiesen, mit einer ganz normalen Vorwahl. Und als ich dann dort anrief, weil ich trotz allem unerwartet auf Probleme in der Registrierung stieß, hatte ich einen richtigen Menschen am Apparat, der zudem noch kompetent war und meine etwas falsch gelaufenen Eingaben in das System sogar direkt korrigieren konnte.

Diese beiden Erlebnisse stimmt mich zuversichtlich, dass es auch im Internet noch zu darstellbaren und tragbaren Geschäftsmodellen kommt, die einem zutiefst in der "Old Economy" verwurzelten Kunden und seinen Bedürfnissen entgegen kommen.

Es geht also doch persönlich...

Im Frühtau zu Berge

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2009_07_26_Morgentau.jpg

Wer früh auf ist kommt noch in den Genuss viele kleine Tautropfen auf den Gräsern sehen zu können. Im morgendlichen Sonnenschein ein einmaliges Erlebnis.

Und wann habt Ihr das so zuletzt gesehen?

Neue Mitbewohner

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2009_07_25_Nicci-Tiere.jpg

Seit heute haben wir zwei neue Mitbewohner. Nein, nicht die beiden, die da so nett lächeln, die beiden die davor auf den Schössen sitzen. Von nun an wird's eng in den Betten...

Wochenende in Algerien

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Alles wird anders - in Algerien. Vom 14. August an wird das algerische Wochenende nicht mehr - wie in vielen muslimischen Staaten üblich - am Donnerstag und Freitag sein, sondern am Freitag - dem Gebetstag - und am Samstag.

Zur Verlegung hat man sich der Wirtschaft zu liebe und im Sinne einer internationalen Harmonisierung entschieden: Hatte man bislang nur drei Tage - Montag bis Mittwoch -, an denen man Handel mit der westlichen Welt treiben konnte, werden dies nun künftig vier sein.

Nach Berechnungen der Internationalen Finanz-Corporation der Weltbankgruppe sind Algerien durch die bislang geltende Regelung des Wochenendes pro Jahr zwischen 500 und 700 Millionen US$ verloren gegangen.

So gesehen eine gute Entscheidung. Allerdings werden sich die Algerier sicherlich erst daran gewöhnen müssen. Der eine oder andere wird bestimmt an einem der kommenden Samstage an seinem Arbeitsplatz vor verschlossenen Türen stehen. 

Dann ist nämlich Wochenende in Algerien... 

Auf Wiedersehen, Wendelin

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Jetzt muss er doch gehen, der Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking. Und die Öffentlichkeit zerreißt sich das Maul über ihn und seine Abfindung. Populistisch und ausgesprochen vordergründig wird da über jemand geurteilt, der Porsche in den vergangenen 16 Jahren seit der Übernahme des Vorstandsvorsitzes von einem Sanierungsfall zu einer Erfolgsmarke gemacht hat und den Wert des Unternehmens  von 300 Millionen Euro auf rund 25 Milliarden Euro im Jahr 2007 steigerte. Ganz nebenbei hat er die Eigentümerfamilien von Multimillionären zu Multimilliardären gemacht. 

Dass man ihm den Abschied nun mit 50 Millionen Euro versilberte erscheint in diesem Zusammenhang nur logisch.

Und all' denen, die die "Bild'schen" Halbwahrheiten auch in Zukunft noch glauben wollen, sollen dies tun, den Rest der Menschheit aber mit ihren pubertären Ansichten aber verschonen.

Carlos geht spazieren

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Gerade vorgestern hatte Carlos Santana Geburtstag. Er wurde 62. Interessant, dass er es wurde. Ebenso interessant ist seine Aussage über sich selbst und sie öffnet mir gleichsam die Augen; wundere ich mich doch schon seit ich Santana erstmals live sah (und das ist gute 20 Jahre her), warum er über all' die Jahre ein technisch so schlechter Gitarrist geblieben ist?

Er sagte also: "Ich übe nicht. Ich gehe mit meinen Fingern ein wenig spazieren. Und das mache ich täglich." Das ist dann wohl der Beweis dafür, dass man mit Spazierengehen keine Höchstleistungen vorbereiten kann, weder in Ausdauer- noch in Sprint- oder Technikdisziplinen.

Aber schön spielt er dann dennoch, oder...?

Verkommene Anteilnahme

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Liebe Blogleser da draußen, Ihr seid ein verkommenes Volk. Das muss ich Euch jetzt mal mitteilen. Sensationslüsternd habt Ihr heute einen Besucherrekord meiner Blogseite aufgestellt. Was soll ich davon halten: Weidet Ihr Euch etwa an meinem Leid? 

Aber natürlich habe ich mich über die freundlichen Genesungswünsche gefreut. Und außer, dass es mir heute bisweilen sterbenslangweilig war, geht es mir den Umständen entsprechend gut.

Ich werde Euch weiterhin auf dem Laufenden halten, liebe verkommene Leser...

Mit Links

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Wie "mit Links" wird es weitergehen. Im täglichen Leben. Bis auf weiteres.

Begründung: Verdacht auf Muskelriss im hinteren Deltamuskel  meiner rechten Schulter. Das bedeutet: Mindestens 5 Tage Ruhigstellung. Und das wiederum heißt nicht nur Verzicht auf Sport, sondern auch Arbeitsunfähigkeit im Büro: Alles was der Arm macht - und sei es die Bewegung der Maus - ist für die Genesung kontraproduktiv.

Daher ist also davon auszugehen, dass auch dieser Blog - er wird sicherlich auch in den nächsten Tagen erscheinen - bis auf weiteres "mit Links" geschrieben wird.

Na denn...

Mittendrin und doch nur dabei

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Als Neil Armstrong und Buzz Aldrin vor 40 Jahren als erste Menschen den Mond betraten, waren sie zwar mittendrin, aber - so haben sie es selbst empfunden - im Grunde genommen nur dabei. Sie waren Teil eines medialen Ereignisses, das seinzeit rund ein Fünftel der Menschheit live am Fernsehen mitverfolgten.

"Mittendrin, aber nur dabei" - dieses Schicksal teilen all' diejenigen, die - wie auch immer - Teil von Ereignissen sind und durch ihre Anwesenheit das Ereignis erst entstehen lassen. Ihnen fehlt die für die Wahrnehmung entscheide Betrachtungsperspektive von außen, mit ein wenig Distanz, das Ganze erkennend.

Armstrong und sein Begleiter Buzz Aldrin stellten dies fest, als sie auf dem Mond gelandet waren. "Neil, wir haben die ganze Sache verpasst.", sagte Aldrin. Während die Weltöffentlichkeit die Bilder, die die beiden während der Landung machten, bestaunten, MACHTEN Armstrong und Aldrin diese. Das band ihre ganze Aufmerksamkeit: Der Blick auf den Mond durch das Objektiv ihrer Kameras war ein anderer, als der, den die Zuschauer hatten, obwohl beide das gleiche Motiv sahen.

Mittendrin also, und doch nur dabei...

Schultersch(l)uss

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Was nicht alles passieren kann und was dann alles nicht passiert... Aber der Reihe nach:

Heute Morgen nehme ich ein Paket Orangensaft aus dem Regal - etwa kopfhoch - als plötzlich meine Schulter aufgrund eines stechenden Schmerzes ihren Dienst veragt. Was bleibt ist der Schmerz - und der O-Saft im Regal.

Im Laufe des Tages nimmt der Schmerz zu und spätestens als ich mich aus meinem Pullover "schäle" wird mir klar: Diese Verletzung kam zwar wie von selbst, sie wird aber auf diesem Wege nicht wieder verschwinden.

So viel zum Thema "was alles passieren kann".

Am späten Nachmittag entschließe ich mich zu einer Untersuchung im Krankenhaus. Ich will sicher gehen, dass notwendige Therapien frühstmöglich angegangen werden können.

In der Notfallaufnahme untersucht mich eine Assistenzärztin, die meine Tochter sein könnte. Sie stellt keine Fragen und während sie die Schulter abtastet klärt sie mit einem Kollegen drängende Fragen anderer Patientenfälle. 

Erwartungsgemäß gehts anschließend zum Röntgen. Erwartungsgemäß ist danach kein Befund möglich. Erwartungsgemäß gibts Schmerzmittel und gute Wünsche für Heimweg und Genesung.

So viel zum Thema "was dann alles nicht passiert".

Was bleibt ist die verletzte Schulter und die drängende Furcht, dass etwas kaputt ist, genau wie die Erkenntnis, dass es nichts bringt in die Notfallaufnahme eines Krankenhauses zu fahren, wenn man nicht gerade eine Axt in einem Körperteil stecken hat.

Wenn das dann soweit ist, melde ich mich bestimmt wieder - zu diesem Thema. 

Löwe (23.7.-23.8.)

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Löwe: 23.7.-23.8.: "Sie erhalten von Mars die Energie, die Sie zur Umsetzung eines schwierigen Projekts benötigen." 

Und schon ist eine völlig neue Marketing-Idee geboren: Product-Placement im Horoskop.

Vorstellbar: "Der Abend mit Ihrem Söhnlein wird prickelnd", oder "Greifen Sie zu wenn die Jungfrau - Ariel - vorbeischaut - da weiß man was man hat". 

Weitere Vorschläge?

Digitaler Graben

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Mal ehrlich: Wer von Euch kennt den "Digitalen Graben"? Es handelt sich wahrlich nicht um eine geografische Absonderlichkeit, sondern um Menschen, die trotz neuer Kommunikationswege, Organsationszeiten und Beziehungen noch nicht über einen Internet-Anschluss verfügen oder das Internet nicht nutzen.

Das betrifft z.B. die Alterklasse 70plus, von der nicht mal jeder Fünfte online geht oder die 26,6 Pozent der Bevölkerung, die angeben, das Internet nicht zu nutzen und auch in den nächsten zwölf Monaten keine Nutzung zu planen.

All das steht in der aktuellen Studie "(N)onliner Atlas 2009" und das ist gut so.

Interessant ist die Tatsache, dass wir heute das Internet so selbstverständlich nutzen, dass uns nicht einmal bewusst ist, dass es Menschen in Deutschland gibt, die das Internet überhaupt nicht kümmert.

Ich allerdings kenne den "Digitalen Graben"; jedenfalls ein Derivat dessen: Immer dann wenn meine bessere Hälfte im Internet surft, habe ich keinen Internet-Zugang und dann geht der "Digitale Graben" mitten durch unser Wohnzimmer. Wer hätte das gedacht...

19:50 Uhr

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19:50 Uhr - 10 Minuten bis zu den Abendnachrichten. Was treibt uns an zu einem Zeitpunkt wie diesem zu überlegen, was wir in den verbleibenden 10 Minuten noch erledigen können...

Nachtrag zum T-Punkt

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Wie gestern berichtet hatten wir ein außerordentlich positives Erlebnis. Im T-Punkt. Wirklich außergewöhnlich.

In der Nachlese relativiert sich das Ergebnis ein wenig: Die bunte Broschüre, die uns der freundliche T-Punkt-Mann mitgegeben hat, weist ungeahnte Tücken auf. Tücken, die das alles in ein etwas anderes Licht rücken. 

Auf der Suche nach dem besten "Web'n Walk"-Angebot stießen wir auf nicht weniger als 186 Fußnoten, die im Anhang der Broschüre unter "Rechtliche Hinweise" dicht an dicht sechs DIN A4 Seiten füllten. Das machte das Ganze - sagen wir mal - ein wenig unübersichtlich.

Schön, dass man dann doch nicht so ganz auf's Ungewohnte kommt...

Auf den Punkt - T-Punkt

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Dies nur schnell einmal für alle Ungläubigen da draußen: Wunder gibt es immer wieder. Auch im T-Punkt. Da waren wir am Samstag. Und wir wollten nur mal schnell reinschauen, nach so einem "Web'n Walk-Stick".  

Aber bevor ich erzähle, was uns widerfahren ist, muss ich noch eine andere Geschichte erzählen: Jeden Samstag, wenn wir durch die Stadt laufen und die Leute dicht an dicht im T-Punkt stehen, schauen wir uns an und überlegen, ob wir uns ein wenig ärgern wollen und uns einfach mal anstellen wollen - für die nächsten drei bis vier Stunden. Das fragen wir uns wirklich jedes mal, machen es natürlich nie - jedenfalls nicht freiwillig.

So auch am Samstag. Wir also rein. Genau genommen konnte uns nichts und niemand ärgern, wir wollten ja nur gucken. Als wir dann nach etwa einer halben Minute die "Web'n Walk"-Angebote vor uns hatten und versuchten uns zu orientieren, stand plötzlich ein freundlicher und - wie sich bald herausstellen sollte - kompetenter Mitarbeiter des T-Punkts neben uns und fragte, ob er uns helfen könne. Ehrlich: Das ist uns noch nie passiert. Nicht nach so kurzer Zeit. Wir waren wirklich überrascht. Damit hatten wir nicht gerechnet.

Mit allen Informationen versorgt verließen wir wenige Minuten später den Ort, an dem wir für andere Lapalien schon gefühlte Jahre verbracht hatten. Das jedenfalls war Leistung genau auf den Punkt - T-Punkt. 

Am Wochenende konnten wir ihn nun zum ersten Mal medial erleben: Den neuen Nürburgring. Ich gehöre ja zu den bekennenden Fans des Rings, zumindest des Rings, den ich kenne. Das, was ich jetzt im Rahmen der Formel 1-Übertragung vom "Neuen Ring" gesehen habe stimmt mich ein wenig nachdenklich. Hinzu kommt die mehr als fragwürdige Finanzierung der Anlage und das - zugegebenermaßen eher temporäre - Problem, dass bei weitem nicht alles zum Termin fertig geworden ist. 

Was bleibt ist die Hoffnung, dass das Gelände trotz aller berechtigten Bedenken, abgenommen wird und auch die Region davon profitiert. Das haben sie allemal verdient, denn es wird der Mehrteilseigner Rheinland-Pfalz sein, der die Fehlbeträge schultern muss...

Anwidernde Geschichte

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"Grabschändung bezeichnet das mutwillige Zerstören oder Beschädigen von Gräbern. Grabschändung ist in Deutschland nach § 168 des Strafgesetzbuches (StGB) als Störung der Totenruhe eine Straftat. Es wird kontrovers diskutiert, ob hierzu auch das Entfernen von (Blumen)schmuck gehört, da nach herrschender Ansicht das verletzte Rechtsgut das Pietätsgefühl der Angehörigen sowie der Gesellschaft durch das fortwirkende Persönlichkeitsrecht des Verstorbenen über den Tod hinaus (Postmortales Persönlichkeitsrecht) ist. Jeder unerlaubte Eingriff in den Zustand eines Grabes stellt aber zumindest nach dem jeweiligen Ortsrecht (Friedhofsordnung) meist eine Ordnungswidrigkeit dar. Das unerlaubte Entfernen von Gegenständen von Gräbern erfüllt darüber hinaus den Strafbestand des Diebstahls." Wikipedia

Eine Grabschändung ist kein Kavaliersdelikt. Auch wenn das Stehlen von Blumenschmuck als "Ordnungswidrigkeit" gilt, es ist niedrig und widerwärtig. Aber was bringt Menschen dazu einen Baum von einem Grab zu stehlen? Es ist nur ein kleiner Baum und doch vielleicht unersetzlich. Der Dieb weiß das nicht. Es kümmert ihn nicht. Er nimmt ihn einfach dem dort Begrabenen und seinen Angehörigen weg.

Was für eine anwidernde Geschichte. Doch genau so hat es sich zugetragen...

Ein offenes Wort

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Ehrlichkeit, Geradlinigkeit und ein offenes Wort - auch in aller Deutlichkeit - helfen. Immer.

Nicht vergessen...

Wichtig: Offen bleiben

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Ein interessantes Erlebnis ist es zweifellos immer wieder, etwas Neues zu lernen. Vor allem, wenn man darauf - auf das Lernereignis - nicht vorbereitet ist. So heute bei mir geschehen.

Zur Erläuterung: Seit fast 10 Jahren betreibe ich - je nach verfügbarer Zeit mal mehr, mal weniger intensiv - gemäßgtes Fitness- und Krafttraining. Es soll ja was nutzen, sagt man und ich will nicht klagen.

Eher zufällig sprach mich heute die Trainerin des Studios, in dem ich trainiere, an und fragte, ob sie nicht auch für mich "mal etwas tuen kann". 'Klar' räumte ich ein, 'gib' mir doch mal ein paar Tipps, wie ich mein Training verbessern und effektiver machen kann'.

Aus dieser eher moderat terminierten Anfrage entwickelte sich ein 30 minütiges Vorgespräch über Zeit, Ziele, Wirkung und Effizienz meines Trainings, ein 60 minütiges INTENSIV-Training nach neuem Plan und anschließend - nach dem Duschen - eine 30 minütige Ernährungsberatung. Ich war in jeder Hinsicht platt.

Sicher: Nicht alles, was mir Rebecca erklärte war neu. Aber vieles relativierte meine Ansichten, schaffte neue Ansätze, Perspektiven und Motivation. Und ich bin sicher, dass ich mit mit meinem neuen Plan weiterentwickeln kann.

Was bleibt ist die Erkenntnis, dass man "Gelerntes" durchaus immer wieder auf den Prüfstand stellen, ja sogar in Frage stellen sollte. Es gibt jeden Tag eine neue Erkenntnis. Offen dafür zu bleiben ist wichtig. Ach ja: Was darüber hinaus noch bleiben dürfte ist ein guter Muskelkater. Davon bald mehr...

Unüberlegt unlogisch

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Die wahrscheinlich unlogischste Meldung  des Tages habe ich gestern von der Deutschen Post AG gehört: 

Die Deutsche Post AG prüft, ob die Zusammenfassung von je zwei Zustellbezirken für die jeweiligen Zusteller machbar ist. Die Post ließ verlauten, dass man dies in den nächsten Tagen testen möchte. Im Rahmen dieses Tests könnten dann auch die Zusteller des Bereichs, der von dem anderen Zusteller übernommen werden soll, ihre Überstunden reduzieren.  

Was auf den ersten Blick sinnvoll erscheint, ist bei näherer Betrachtung gar nicht machbar: Wenn doch der Zusteller 2, der Überstunden "abfeiern" soll, überhaupt Überstunden hat, kann man doch nicht davon ausgehen, dass der Zusteller 1 diesen Bereich, der nur mit Überstunden zu schaffen ist, einfach so übernehmen kann? 

Die Strategen von der Post sollten sich das dann vielleicht doch noch einmal überlegen...

Authentisch

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Emotional und sentimental und meilenweit vom Marketing entfernt ist mein heutiger Blog. Der Abschied von Michael Jackson ist ganz sicher eine durch und durch amerikanische Inszenierung, aber etwas, was unter, tief unter die Haut geht. Das was Marketing oft versucht, die emotionale Ansprache, das Wecken von Gefühlen und was so oft nicht wirklich funktioniert, das findet jetzt und hier weltweit unter den Zuschauern seiner Trauerfeier statt. Ganz und gar unprovoziert und einfach tief empfunden. 

Einfach authentisch...

Gestern Nachmittag habe ich - auch für mich völlig überraschend - schön Tennis geschaut. Wimbledon-Finale der Herren. War ja auch richtig spannend! Aber vor wenigen Tagen noch hätte ich trotz Finale keinen Gedanken daran verschwendet ein paar Stunden am Sonntag Nachmittag (immer mal wieder) vor dem Fernseher zu sitzen.  

Warum aber habe ich das dann getan? Weil ich MUSSTE. Mein TV-Programm-Provider hat mich genötigt. Genauer: Mein neuer TV-Programm-Provider, denn Premiere heißt ja ab sofort Sky. 

Sky ist nicht nur ein neuer Name, sondern Sky bietet auch eine andere Programm-Stuktur. Z.B. einen Sportkanal in HD. Solche Sportkanäle kenne ich aus den USA und finde sie klasse. Sie zeigen das Sportereignis einfach viel klarer, näher, dichter, lebendiger als "normales" TV. 

Und darauf will ich hinaus: Normalerweise - beim "immer-schon-da-TV" hätte ich gar nicht eingeschaltet. Aber weil das Endspiel in HD übertragen habe ich mich dann doch hingesetzt. Allein wegen der Tatsache, dass es in HD kommt.

Frage: Nimmt das Fernsehen jetzt Einfluss auf die Programm-Auswahl des Betrachters, allein weil es sich technisch weiterentwickelt? Wenn dem so ist, dann brauchen wir uns künftig nicht mehr über die Qualität des Inhalts zu unterhalten, sondern können stillschweigend die zertifizierte Qualität der Übertragung genießen.

Übrigens: ARD und ZDF starten zur Leichtathletik WM im Herbst 2009 mit ersten "Gehversuchen" in HD. Das wird aber auch langsam Zeit, denn dann kommen weiter Programme, die wir dann "schön" gucken können...

Star Wars für alle

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Für alle Star Wars Fans ist diese Seite ein "Muss". Mit ein paar Klicks lassen sich hier die Dialoge der Star-Wars-Helden neu abmischen. Abgerundet wird die Ton-Datenbank mit Originalgeräuschen von Raumschiffen.

Aber auch die Nicht-Star Wars Fans dürfen ruhig einmal einen Blick auf eine Seite riskieren, die mit guter Technik und hoher Bedienerfreundlichkeit überzeugt.

Was alles so geht...

Bilderrätsel

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Heute habe ich gearbeitet. Allerdings nicht im Büro, sondern draußen. Im Anschluss an meine durchaus gelungene Arbeit war ich fertig und habe Bilder des Ergebnisses meiner Bemühungen gemacht. Einen Ausschnitt einer Aufnahme zeigt das Bild oben.

 

Aber was ist das und was habe ich heute wohl gemacht?

Konzert-Sticks

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Neuerdings - sage ich mal - gibt es ja Konzert-Mitschnitte als MP3s auf einem Datastick zu kaufen. Häufig sogar bereits im Anschluss an das Konzert. Je nach Verlauf und Länge des Konzerts muss man dann noch die letzten Songs von einer Webseite laden, weil sonst die Wartezeit zu lang wäre.

Allerdings kann man den Stick dann auch über das Internet bestellen und bekommt ihn dann - selbstverständlich mit dem kompletten Konzert - zugeschickt.

Warum ich darüber schreibe?

  • Weil ich Angebote wie diese erst kürzlich kennen gelernt habe. 
  • Weil es eine wunderbare Erinnerung an einen Konzertbesuch ist.
  • Weil es eine nie dagewesene Liberalität im Umgang mit Konzertaufnahmen ist.
  • Weil es eine überraschend innovative Idee ist.

Letztlich beweist es wieder einmal, dass man niemals aufhören sollte alles in Frage zu stellen und immer wieder nach neuen Ideen suchen sollte.

Warum Vertrauen

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Vorgestern habe ich über das Vertrauen zu Fluglinien, Körperpflegeprodukten, Computerherstellern, Lebensmitteldiscountern und Brauereien berichtet. Aber ich wusste offen gestanden nicht, warum das so ist. Aber es scheint Erklärungen zu geben:

Warum Fluglinien? Weil eines der wichtigste Werbeargumente der Fluglinien die Sicherheit ist; direkt nach dem Komfort. Und das WOLLEN wir hören.

Warum Körperpflegeprodukte? Weil die Menschen, die sie kaufen daran glauben WOLLEN. Mit diesem Glauben geht die Hoffnung auf die Wirkung einher.

Warum Computerhersteller? Weil ein neuer Computer immer besser ist als der Alte, der ersetzt wird und wir die Probleme, die er bereitet los werden WOLLEN.

Warum Lebensmitteldiscounter? Weil der Discounter unser Freund ist. Er will weniger von unserem Geld, das wir ja behalten WOLLEN. 

Warum Brauereien? Weil sie mit dem Reinheitsgebot eine strenge und dazu noch traditionsreiche Selbstverpflichtung ihr Eigen nennen. Und auch das WOLLEN wir.

Was sie alle verbindet? Sie werben mit Kernbotschaften, die vertrauensbildend sind, weil sie uns das versprechen, was wir hören WOLLEN. 

Mal ehrlich: Keiner von uns kann behaupten, dass nicht eines der genannten Beispiele auch auf uns selbst zutrifft, oder? 

So einfach ist das also...

Billboard-Rekord

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"Wer hätte das gedacht" klingt heute ein wenig naiv. Weil wir heute wissen, dass Michael Jackson post mortem den Billboard-Rekord gebrochen hat und aktuell 9 seiner Alben und eines von den Jackson 5 unter den Top 10 sind. Naiv, weil man diese Hype durchaus hätte annehmen können und weil man es hinterher immer besser weiß. 

 

Letztlich bestätigt sich wieder einmal eine alte Weisheit - auch wenn das jetzt zynisch klingen mag: "Nur ein toter Musiker ist ein guter Musiker." Die ganze Verwerflichkeit dieser Erkenntnis wird nur dann nicht bewusst, wenn man Menschlichkeit und Mitgefühl außen vor läßt.

 

Aber so ist das nun mal im Showbiz...

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