Juli 2010 Archive

Pommes ordnen

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Muss man Pommes ordnen? Wir - meine Tochter Annki und ich -sagen ja. Zumindest wenn man Pommes aus Süßkartoffeln und natürlich nicht in der Friteuse, sondern "gesund" in Olivenöl gewendet auf dem Backblech macht.

Überhaupt: Süßkartoffeln zu schmalen Pommes-Streifen geraspelt und mit ein wenig Olivenöl, Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und wahlweise Cayennepfeffer oder rosenscharfer Paprika angemacht, danach 2 x 20 Minuten (zwischen durch wenden und ordnen!) auf dem Backblech bei 220°C im Ofen gebacken sind eine interessante Delikatesse zwischen Pommes und Abendsnack. Ideal: Gesund und kalorienarm...

Warum dies ein Blog-Thema sein kann? Nun, es schmeckt ungewöhnlich und gleichwohl super lecker genug, um gebloggt zu werden, Tipp: Ausprobieren!

Übrigens: Gut ist, wenn man eine perfekte Assistentin hat, wie meine Tochter Annki, die perfekt Pommes ordnen kann...
2010_07_30_CH22.jpgWer weiß wo ich wohne - aufgepasst. Solltet Ihr hier in der Umgebung Gelegenheit haben die Band CH22 sehen zu können - macht es!

Wir hatten heute Abend das unzweifelhafte Vergnügen die Mannen um Frontman Stefan - ein alter (längerfristig verschollener aber für eine Rampensau ungewöhnlich normaler) Bekannter von mir - einige Stunden live auf der Bühne zu genießen und haben es - nomen est omen - genossen. Stefan ist passionierter Requisiteur und hat für jede Nummer ein eigenes Outfit. Das im Zusammenspiel mit der tollen Show macht die Truppe zu einem echten Erlebnis.

Das Besondere daran: Die Jungs arbeiten alle zusammen im örtlichen Krankenhaus und machen eine Mordsmucke!

Wie gesagt: Streng empfehlenswert!

Getaways

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Dass die USA trotz der im gestrigen Blog geschilderten Einreiseschwierigkeiten "bereisenswert" sind zeigt diese Bilderstrecke, die das San Francisco Cronicle heute unter dem Stichwort "Getaways" veröffentlichte. 20 perfekte Reisetipps. Bitte schön...

USA-(Ein-)Reise

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Einen wirklich lesenswerten Bericht seiner USA-Einreise schildert dieser Brasilianer in seinem Bericht. Lang, wenngleich ungleich lesenswert, weil schier unglaublich...

Müssen wir uns alle fürchten in die USA zu reisen?

Lässiges Unmarketing

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Hier ein weiteres Beispiel für Unmarketing. Meine Mutter ist eine ehrenwerte ältere Dame von mittlerweile 84 Jahren. Sie lebt aufgrund ihrer fortschreitenden Demenz in einem Pflegeheim. An die Adresse dieses Pflegeheimes schickt auch die Versicherung meiner Mutter die jährlich üblichen Rechnungen. So auch heute.

Überraschenderweise erhielt meine Mutter gemeinsam mit den beiden heute eingetroffenen Rechnungen Angebote für KfZ-Versicherungen. Die Rechnungsbeileger zeigen junge, gut gelaunte Leute in einem Cabrio auf der Landstraße, vermutlich irgendwo in Spanien. "Mehr Sicherheit, mehr Schutz und vor allem - mehr Service" lautet die Headline des Werbeschreibens.

"Mehr Service" sollte wohl aber zunächst intern bei der Versicherung walten: Versicherten, die im Alter meiner Mutter sind und zudem noch in einem Pflegewohnheim wohnen, muss man nicht wirklich eine Autoversicherung anbieten.

Übrigens: Würde die Versicherung die Daten, die sie hat, vernünftig auswerten und nutzen, wäre das hier sicher nicht passiert. Ich nenne das einmal "lässiges Unmarketing".

An alle Konditoreibetriebe

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"An alle Konditoreibetriebe" titelte kürzlich ein Stellengesuch in der Tageszeitung. "Ich, weiblich, 21 Jahre habe gerade meine Gesellenprüfung als Konditorin bestanden. Ich suche einen Betrieb, in dem ich mein Erlerntes festigen und vorhandene Lücken beseitigen kann. Ich will kein Gehalt - nur die Möglichkeit zu lernen, Versichert bin ich. Es entstehen Ihnen keine Kosten. Wer hilft mir?"

Ich frage mich, ob die junge Dame einen (unbezahlten) Job gefunden hat...?

Einmal rund herum?

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"Hallo zusammen" grüßte ich die beiden älteren Damen, die mir heute beim Laufen begegneten, "und vielen Dank!" dafür, dass sie mir den Weg frei machten. Freundlich lächelten sie mich an, als ich an ihnen vorbei lief.

Etwa 30 Minuten später traf ich auf dem Weg zurück erneut auf eine der beiden Spaziergängerinnen. Als sie mich erkannte strahlte sie mich an, hob ihren Schirm in die Höhe, zeichnete ein großes "O" in die Luft und rief mir zu "einmal rund herum?"

"Einmal rund herum" bestätigte ich und genoss diesen einzigartigen Moment.

Back Home

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Nach drei Wochen auf Reisen bin ich nun zurück zu Hause. Ich habe viele nette Menschen getroffen und viel erlebt. Was bleibt ist aber auch die Erkenntnis, wie angenehm das eigene Sofa daheim sein kann...

Simon

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2010_07_23_Simon.jpgSimon ist ein Hufschmied aus Münster, der erfolgreich in Schweden arbeitet, künftig aber in Bayern ansässig werden möchte. Er konnte gestern bei seinem ersten nationalen Schmiedewettbewerb einen hervorragenden dritten Platz erreichen.

Simon hat vor und nach seinem Wettkampf einen Teil seiner Zeit bei uns an unserem Messestand verbracht und Spuren hinterlassen: Ich habe selten einen Menschen in seinem Alter kennen gelernt, der so genau weiß, was er will und der die Wege, dies zu erreichen, so genau kennt wie er.

Nicht allzu oft begegnen uns Menschen, die uns so beeindrucken. Simon werde ich wiedersehen. Wie auch immer. Da bin ich mir sicher...

Moderne Zeit

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Habe ich gestern erst nicht klug über Weck/Zeiten/Uhren referiert? Heute weiß ich: Man kann nicht so dumm denken, wie es kommt.

Gestern Abend habe ich meinen Wecker für den nächsten Morgen neu gestellt. Als er mich - wie geplant um 6:06 Uhr (komische Zeit, aber es gibt Gründe für diese Wahl) weckte, stand ich auf und ging ins Bad, duschte und rasierte mich in aller Ruhe und putzte mir gründlichst die Zähne. Ich hatte ja Zeit. Als ich aus dem Bad kam war es 7:35 Uhr und damit höchste Zeit fertig zu werden.

'Wie um alles in der Welt' fragte ich mich, 'konnte ich eineinhalb Stunden im Bad verbringen, wobei es mir wie ein halbe Stunde vorkam?' Ganz einfach: Ich hatte das Handy nach meiner Rückkehr nach Deutschland nicht auf lokale Zeit umgestellt. Dadurch hat es mich eine Stunde zu spät geweckt.

Ausgleichende Gerechtigkeit? Ich denke nicht. Es handelt sich eher um die Tücken der modernen Zeit.
Manchmal geschehen schier unglaubliche Sachen. So auch heute. Und dann gleich doppelt: Erstens: Es ist ungewöhnlich, dass ich bereits früh am Morgen das Blogthema für den Tag erkenne. Zweitens: Das Blogthema, das ich heute so unerwartet früh erkannte war ebenso ungewöhnlich wie der Zeitpunkt, zu dem ich es feststellte.

Da ich heute von England zurück nach Deutschland zur nächsten Messe reisen würde und ja auch rechtzeitig am Flughafen in London sein müsse, entschloss ich mich zeitig aufzustehen um mich dann - von einem geschätzten und zugleich bedauernswerten Kollegen - ebenso zeitig nach London bringen zu lassen. Im Klartext hieß dies: Wecker auf 4:45, 6 Uhr Abfahrt.

Also habe ich mein Handy (das sich ganz selbstverständlich und ganz sicher in der korrekten Zeitzone befand) entsprechend programmiert. Als mich nun das Handy um 4:45 weckt, zeigt meine neben dem Handy liegende Armbanduhr 3:45 an.

Durch diese variierenden Zeitangaben verunsichert bemühe ich mich klar zu denken: Die mechanisch angetriebene Armbanduhr kann bestenfalls stehen bleiben (aber sie lief) und kann selbstständig nicht ihre Einstellung änderen. Das elektronisch-undurchschaubare iPhone hingegen birgt ein gewisses Eigenleben in sich, das ich nicht zu durchschauen vermag. Vor allem, weil auch ich durch Bedienerfehler bedingt immer wieder zu vermeintlichen Störungen beitrage.

"Logisch" dachte ich und folgerte gleichsam Risiko bewusst wie auch bequem, dass ich noch eine Stunde schlafen könne. Was ich dann auch grübelnd tat.

Es bleibt wohl - wie so oft im richtigen Leben - ein ungelöstes digitales Mysterium...  

Mitten ins Herz

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2010_07_20_Wall Street Journal.jpgAls hätten wir gestern nicht gerade erst darüber nachgedacht, was im Hinblick auf den sich jüngst wieder intensivierenden Schlagabtausch zwischen Boeing und Airbus "gutes Marketing" ist, setzt Airbus heute - nach vielen diffamierenden Attacken von Boeing - noch einen drauf. Die europäische Ausgabe des Wall Street Journal erschien heute mit einem ungewohnten Umschlag, auf dem eine Dollar-Note mit einem Airbus A380 als zentralem Motiv abgebildet war.

Diese Darstellung ist in zweierlei Hinsicht brisant: Zum einen rechnet sie mit dem überaus zweifelhaften Vergabeverfahren für die vom Amerikanischen Militär angefragten Tankflugzeuge ab (Wert über 35 Mrd. US$), zum anderen revanchiert sich Airbus für die Schmäh, die Boeing seinerzeit aufgrund der Lieferverzögerungen des A380 über Airbus brachte, in dem sie in einer nie da gewesenen Blasphemie ihren Topscorer (allein Emirates bestellte nicht weniger als 90 Exemplare des A380!) auf einer Dollar-Note abbildeten, denn heute leidet Boeing mit ihrer 787 unter durchaus vergleichbaren technischen Problemen und heftigem Lieferverzug.

Ich denke, dass nach dieser Aktion (auf dem Titelblatt einer Ur-Amerikanischen Zeitung) einige Personen bei Boeing eine schlechte Nacht haben werden...

Die werde ich hoffentlich nicht haben. Morgen fliege ich nach Frankfurt, um dann zur nächsten Messe weiter zu reisen. Davon alsbald mehr auf diesem Kanal...

Boeing vs. Airbus

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2010_07_19_Farnborough Airshow_02.jpgNun sind wir wieder hier. Im beschaulichen Farnborough, 50 km westlich vom London und wir staunen nicht schlecht: Boeing hat es geschafft den Dreamliner 787 hier her zu bringen. Wider Erwarten wird er hier in einem Static Display (d.h. er steht nur da, fliegt nicht) vorgeführt; zum ersten Mal seit seinem Jungfern-Flug. Ebenso überraschend ist die neue Lackierung, die von der des Erstfluges deutlich abweicht. So wie sie da steht scheint die 787 eine ganz normale Maschine zu sein. Wenn sie es mal bloß nicht ist...

Dass der Dreamliner nicht fliegt, d.h. Teil des Flying Displays ist, wundert hier viele. Airbus hingegen dreht täglich seine Runden mit der A380 und - ganz selbstverständlich - mit seinem brandneuen Militärtransporter A400M.

So geht überzeugendes Marketing. Oder?

England anders

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2010_07_18_Warbrook_4_klein.jpgManchmal ist Sonntag ein "Freitag" und man hat die Gelegenheit ein wenig auszuspannen. Schön und vor allem anders als daheim ist, dass man außer einigen Kleinigkeiten - im Internet surfen, mit dem Handy spielen und spazieren gehen - nichts tun kann. Das ist dann eine Art Entspannung, wie man sie zu Hause nur wirklich selten genießen kann.

Und wenn es dann noch sonnig ist, kann man es selbst in England aushalten...

Back on the island

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2010_07_17_Fish and Chips.jpgMit britischer Stoigkeit und ebenso statisch wie verlässlich führen mich meine Reisen wenigstens einmal im Jahr auf die britische Insel. So auch jetzt wieder. Und jedesmal schwanke ich zwischen Freude und Langeweile.

Klar: Das Vereinigte Königreich hat viel zu bieten, Englands Landschaften der Grafschaft Windsor sind beschaulich und die Hotels in denen ich wohne meist älter als die Vereinigten Staaten von Amerika und pittoresk obendrein.

Andererseits hat alle das einen recht unattraktiven Muff und präsentiert die häufig unterschätzte Gelassenheit - will sagen Nachlässigkeit - der Briten.

Wie dem auch sei: Es handelt sich hierbei nicht um einen Urlaubstrip, den man bei Nichtgefallen beim Veranstalter reklamieren kann, sondern um eine geschäftlich motivierte Reise auf die Insel. Und wenn dann noch das Wetter ein wenig mitspielt (nicht der Regen ist hier zu dieser Jahreszeit das Problem, sondern häufig Rekord verdächtige Temperaturen) und es ab und zu Fish & Chips gibt, dann kann das auch ganz angenehm sein, hier auf der Insel...
Ein besonderer Tag geht zu Ende, wenn gleich ein wenig hektisch bzw. unter Zeitdruck. Aber die Dinge laufen zusammen und das ist gut so.

Wenn schließlich lang ersehnte Wünsche erfüllt werden, wenn lang gehegt Pläne aufgehen und sich lang verehrte Menschen die Ehre geben, dann darf man getrost von einem "besonderen Tag" sprechen.

Hektisch und unter Zeitdruck all' dies, weil ich morgen Früh bereits wieder auf Reisen sein werde und dadurch heute alles im Laufschritt abgewickelt werden musste. Sogar Herrn Mann und seiner Earth Band konnten wir nicht bis zum Ende lauschen...

Dennoch vermittelt dieser Tag das gute Gefühl, das ihn zu einem "besonderen Tag" macht.

Länger Koffer packen

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"Koffer" ist zugleich Singular und Plural. Zwei Koffer zugleich packen ist bei weitem nicht das Gleiche. Ich habe diese Herausforderung heute in nicht weniger als 90 Minuten gemeistert. Eine eher frustrierende Zeit.

Zwei Koffer bedeuten an alles zweifach zu denken, doppelte Planung. Sie stehen für zwei Reisen, die unmittelbar aufeinander folgen. So muss in den ersten Koffer das, was am ersten Reiseziel benötigt wird. Und auch die Dinge, die man sowohl am ersten, wie auch am zweiten Ziel braucht. In den zweiten Koffer dann nur noch die Kleidungsstücke, die wirklich nur am finalen Ort gebraucht werden. Und dabei bitte keine allzu fatalen Fehler machen.

Da kann dass Packen dann schon mal ein wenig länger dauern. Es bleibt die Hoffnung, dass alles klappt...

Licht und Schatten

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2010_07_14_Temperatur.jpgLicht und Schatten. Heute haben wir im Licht, d.h. in der Sonne knapp 50°C gemessen. In unserem Zelt waren es nur knapp 36°C. Man sagt, dass Licht und Schatten nah beieinander liegen. Stimmt und stimmt nicht: Rein numerisch stimmt es nicht, vom Empfinden her ist der gefühlte Unterschied eher quälend gering.

Übrigens: Dies waren nicht die Mittagstemperaturen...

Versnobbt

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2010_07_13_Langeweile.jpgDie Eine schläft, der Andere gähnt und wieder Dritte schreiben SMS (vielleicht pätzt sie gerade...). Wir sind ja schon verwöhnt, aber das, das nennt man dann wohl "versnobbt"...

Zurück in Aachen

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Nach einem Tag im Büro - beim CHIO ist heute Ruhe- und Anreisetag für Pferd und Reiter - sind wir zurück in Aachen und haben zunächst das Zelt auf Sturmschäden untersucht. In den Vitrinen, die nahe der Zeltwand stehen, gab es einige Unordnung, aber das läßt sich morgen Früh mit wenig Aufwand richten.

Wärme hin - Wärme her: Im Büro war es heute nicht viel angenehmer, auch wenn wir das am Sonntag im Zelt brütend gedacht haben. Aber offenbar ist es wie im richtigen Leben: Das, was man gerade nicht hat, will und muss man gerade haben - denkt man.

Morgen machen wir das anders und genießen den Tag, unabhängig von der Witterung. Wann hat man schon mal die Gelegenheit an einem solch' exklusiven Ort arbeiten zu dürfen...
2010_07_11_Sansibar.jpgBei diesem Wetter ist es bestimmt nur eine Frage der Zeit bis sich diese Prosecco-Flaschen in illustren und zudem kostspieligen Fontainen entleeren...

Hier in Aachen haben wir jedenfalls nichts zu laachen, die Arbeit fällt schwer. Aber auch die Besucher, die heute ohne Eintritt das CHIO besuchen können, tun sich mit der extremen Witterung schwer. Und sicher auch die ReiterInnen, die heute ihre Deutsche Jugend-Meisterschaft ausgetragen haben.

Jeder einzelne hat heute seine ganz persönliche Meisterschaft gegen sich selbst und gegen die widrigen Wetterbedingungen ausgetragen und meist auch bestanden.

Morgen hat das Reitturnier geschlossen. Ab Dienstag sind wir dann wieder in der Reitersauna...

Blut, Schweiß und Tränen

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Der heutige Tag geht ein in meine persönlichen Analen: In meinem Leben habe ich viel und ausdauernd geschwitzt. Beim Sport und bei der Arbeit. Ich habe in vielen südlichen Ländern geschwitzt. Aber ich habe noch nie so geschwitzt wie heute hier in Aachen.

Sicher: Ganz Deutschland schwitzt. Nicht alleine wir hier haben Termperaturen über 35°C im Schatten. Aber nur wenige haben heute bei diesen Temperaturen in einem Zelt arbeiten müssen! Wir haben heute unseren Stand beim CHIO in Aachen hergerichtet und sind dabei buchstäblich weggeflossen. Wir konnten das Wasser nicht so schnell nachschütten, wie wir es ausgeschwitzt haben.

Am frühen Abend haben wir dann noch einige Besorgungen gemacht: Etwas Glasrein, Küchen- und Reinigungstücher für zwischendurch. Ich darf sagen, dass ich noch nie so gerne im DM-Markt eingekauft habe, wie heute: Bei herrlich kühlen 25°C!

Das Public Viewing heute Abend am Rathausplatz sparen wir uns. Statt dessen erholen wir uns in unserem klimatisierten Hotelzimmer bei 22°C und bereiten uns auf den nächsten Tag mit "Blut, Schweiß und Tränen" vor.
2010_07_10_Aachen Springstadion.jpgAm Etappenziel angekommen sind wir überwältigt von dem großzügig leicht arroganten Auftritt dieses Reitturniers. Sympatisch! Die thematische Vielfalt, die Weitläufigkeit, vor allem aber die stets und überall spürbare Klasse zwingt uns zur Höchstleistung.

Wir sind gut vorbereitet. CHIO/Aachen, wir sind da!

Schuhkauf

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Kann ein Schuh-Kauf einen Mann glücklich machen? Ich sage "ja".

Warum? Ganz einfach:
  • Wenn "Mann" Schuhe kaufen muss, weiß er, dass er keine Schuhe finden wird.
  • Wenn "Mann" zu dem nicht weiß, welche Art Schuhe er kaufen muss, weil - sagen wir - die Nutzung unklar ist, macht das die Sache nicht einfacher.
Positiv allerding ist:
  • Wenn "Mann" weiß, dass sie schwarz sein müssen, scheiden schon einmal 2/3 der Schuhe im Geschäft aus.
  • Wenn "Mann" dann noch durch seine naive Ratlosigkeit ungebunden inspiriert über in das Suchschema passende Ringeltäubchen stolpert darf "Mann" getrost von der Quadratur des Kreises sprechen.
Ich freue mich heute daher über zwei paar passende, durchaus schwarze Schuhe. Und das ist gut so...

Austeridad

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Ja gut. Eigentlich steht der Genügsamkeit immer der Ehrgeiz im Wege. Und Ehrgeiz - in Maßen, wie alles im richtigen Leben - ist ja an sich auch gar nichts Negatives: Er bringt uns weiter, fordert Entwicklung wo Bequemlichkeit Stillstand anempfiehlt. Oder eben Genügsamkeit.

Aber mit realistischer Wahrnehmung erkennen wir Grenzen. Situationen, in denen es nicht mehr weitergeht oder weitergehen muss. Diese Grenzen zu erkennen allein genügt freilich nicht. Sie gehören auch akzeptiert. Dann, erst dann kann man von Genügsamkeit sprechen: Mit dem zufrieden sein, was erreicht wurde. Würdigend auf seine eigenen Leistungen zurück blicken, auch wenn sie schließlich endlich waren.

Genügsamkeit heißt auf spanisch übrigens "Austeridad"...

Laufen müssen

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Manchmal hilft nur Zwang zur Erkenntnis. Das ist meist auch im richtigen Leben so.

In den letzten Wochen konnte ich berufs- und verletzungsbedingt keinen Schritt laufen. Selbst das Gehen fiel mir zeitweise schwer. Um so mehr habe ich diejenigen beneidet, die ihrem Training wie gewohnt nachgehen konnten oder einfach das schöne Wetter bei einer lockeren Laufrunde genießen konnten.

Mit Abklingen meiner Fußverletzung fasste ich den Entschluss die Standfestigkeit der Genesung auszuprobieren. Frohen Mutes geplant und auch während des Umziehens noch voller Tatendrang machte ich mich auf die knapp 5 km lange Tour; nicht mit locker federndem Schritt, sondern von Beginn an auf "ankommen" ausgelegt. Die äußeren Bedingungen waren bei knapp 20°C in warmen Licht der Abendsonne ideal.

Und wie ich dann so laufe kommt keine rechte Freude auf: Zwar fällt es mir nicht schwer und mir tut nichts weh (auch der Fuß hält), aber so richtig rund mag es nicht laufen. Es dauert eine ganze Weile bis ich heraus gefunden habe, was nicht stimmt: Es ist meine Einstellung zu diesem Lauf, ich habe plötzlich einfach keine Lust und es ist mir lästig, dass ich Laufen muss.

Zunächst hilft mir diese Erkenntnis nicht wirklich weiter. Aber je näher ich meinem Ziel komme, desto mehr weiß ich zu schätzen, dass ich wieder Laufen KANN.

Als ich zu Hause ankomme überwiegt dann die Freude, dass ich die erste Runde seit Wochen locker und ohne Komplikationen absolvieren konnte. Letztlich freue mich auf den Muskelkater, den ich morgen sicher haben werde und bin dankbar für diese erzwungene Erkenntnis

Get the Groove

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Wie einfach es ist Musik zu machen (oder besser gesagt bereits gemachte Musik neu zu arrangieren) zeigt die App "Groovemaker" für das iPhone. Das Suchtpotenzial dieses  Programmes und das ausgeklügelte Vertriebskonzept erzwingen, dass ich es hier einfach erwähnen muss. Ich habe es während des Urlaubs in Ägypten kennen und (größtenteils) bedienen gelernt und konnte mich phasenweise nicht davon lösen: Zu leicht ließen sich bemerkenswert professionell klingende Songs zusammenstellen.

Das Interessante daran - und das erläutert warum ich darüber schreibe - ist das Vertriebs- und Verkaufsmodell dahinter: Die App selbst - also die Software -, das Kernstück und zweifelsohne das, was dem Hersteller am meisten Arbeit gemacht haben muss, ist kostenlos (inklusive eines "Songs", d.h. einer ganzen Reihe von Samples, die man zu neuen Songs kombinieren kann). Erweiterungen, d.h. weitere Songs jedoch müssen käuflich erworben werden; das allerdings zu den im Appstore üblicherweise kleinen  Preisen. So kann man z.B. Songpakete bereits für 2,39 Euro erstehen.

Und jetzt kommt das Aha-Erlebnis: Bislang haben die etablierten Softwareanbieter ihre viele Megabyte schweren Programme zum Kauf angeboten und die Kundschaft dann mit Updates und Ergänzungen bei der Stange gehalten. Heute machen Sie es umgekehrt und schlagen damit einen Weg ein, der richtungsweisend ist: Software geschenkt bekommen (das nimmt den Raubkopierern das Geschäft) und Inhalte in kleinen, individuell zugeschnitteten Dosen zu einem vernünftigen Preis anbieten.

So werden die Softwarehäuser ihre Programme auch künftig an den Mann bringen, denn man kann alles ohne Verpflichtung ausprobieren und sich eine Meinung bilden.

Bleibt zu hoffen, dass noch viele Hersteller diesen "Groove" bekommen...

Gespenstische Emsigkeit

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2010_07_04_Wash-City.jpgHeute ein Einblick in die finstere Existenz derer, die im Keller ihre geschätzten Dienste verrichten: Waschvollautomaten und Trockner. Ich wollte es selbst nicht recht glauben, aber sie tun es wirklich: Sie waschen und trocknen auch dann, wenn das Licht aus ist und sie sich unbeobachtet fühlen.

Versucht es selbst und findet es heraus, betretet aber den Raum leise und ohne das Licht einzuschalten, damit sie Euer Kommen nicht bemerken. Was Ihr dann seht ist die überaus einsame aber gleichsam gespenstische Emsigkeit Eures Wasch-Verlies'...

Rollbrett oder doch 4:0?

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Eigentlich wollte ich heute - durch einen Post in Facebook motiviert - über mein Jahrzehnte altes (mindestens 35 Jahre alt), selbstgebautes Rollbrett (es gab damals ja nichts und wir hatten nichts und wir bezeichneten das, was wir uns bastelten, so wie es uns in den Sinn kam und überhaupt gab es damals noch gar keine Skateboards und deshalb nannten wir es kurz Rollbrett, denn das war es ja auch) schreiben. Aber dann kam das 4:0, das alles andere heute geschehene in den Hintergrund drängte.

Was für ein Spiel. Das war ja eine Dramaturgie wie zu Schumis besten Zeiten: Früh führend, überlegen nach Belieben und jederzeit Herr der Lage. Das, was dieses deutsche Team heute gezeigt hat lässt mich (nun endlich) vom Titel träumen. Sehr beeindruckend.

Das meint auch mein Kumpel Huttie, der mir simste, er sei nun Fan (was er vermutlich nie werden wollte). Und mein Freund Paul mailte aus England: "Germany on fire". 'Ja,' denke ich 'da hat er wohl recht' und über das Rollbrett werde ich dann ein andermal berichten...

Ehepaar bleiben müssen

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Endlich Post vom Amtsgericht: Ladung zum Scheidungstermin! Wie oft habe ich nach Einreichen der Scheidung vergeblich in den Briefkasten nach einer Nachricht vom Gericht  geschaut? Nicht weil ich die Scheidung herbei gesehnt habe, sondern weil wir - meine verehrte zukünftige Ex-Frau und ich - die ganze Angelegenheit endlich zu einem Ende bringen wollten.

Und dann gibt sich die Ironie des Schicksals die zweifelhafte Ehre: Am Ladungstermin bin ich durch eine Auslandreise verhindert und kann nicht zur Verhandlung erscheinen. Der nächste verfügbare Termin - so das Gericht - kann frühestens im September stattfinden, aber nur an einem der Dienstage.

So werden wir dann noch einen weiteren Hochzeitstag feiern können. Unfreiwillig. Und da ich im September bereits 2 von 4 Dienstagen auf Reisen bin, bin ich nicht sicher, ob wir dann nicht noch ein weiteres Jahr ein Ehepaar bleiben (müssen)...

Aufhalter

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2010_07_01_Aufhalter.jpg[Keine Grammatikfehler im folgenden Satz] Was ist das, wenn man einen der weltbesten Hufschmiede aufhalten darf? Etwas mit zwei "Ü": Verrücktes Glück...

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