August 2011 Archive

Fehleinschätzung

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Wenn wir abends nach einem anstrengenden Tag heim kommen - wann auch immer das ist -, wollen wir schnellstmöglich in die ultimative Entspannungsphase wechseln. Das wollen alle. Keine Ausnahmen.

Wenn wir dann also heim kommen, müssen wir aber meist noch einige Dinge erledigen: Spülen, Aufräumen, Staubsaugen, Rechnungen bezahlen, Wäsche abbnehmen oder noch eben noch den Hausgiebel verschiefern.

Fleißig und verantwortungsbewusst, wie wir nun mal sind, erledigen wir all' diese Dinge gewissenhaft, weil ja allein davon die absolute Entspannung abhängt: Jetzt habe ich alles geschafft, erst jetzt kann ich meine Freizeit richtig genießen. Nicht selten nimmt die Erledigung all' dessen dann aber doch recht viel Zeit in Anspruch und wir fallen irgendwann erschöpft um 21:30 Uhr auf das Sofa. Und dann bleiben zwei Szenarien.

Entweder schlafen wir innerhalb der nächsten 15 Minuten ein oder wir langweilen uns.

Wenn wir das voraussehen könnten, würden wir das ganz anders machen müssen: Wir kommen heim und ruhen uns erst einmal aus.Dann wird uns natürlich langweilig.( Schlimmstenfalls schlafen wir direkt ein, was prinzipiell in Ordnung wäre, denn das wäre dann ja Entspannung pur.)

Wird uns langweilig, haben wir plötzlich auch wieder Lust Papiere zu ordnen, Zeitungen zu sortieren oder eine Weltreise zu planen.

Bleibt zuletzt wieder einmal die Frage, warum wir die Situation Abend für Abend immer wieder so falsch einschätzen...?

Fake

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Da das Laufen draußen in der Natur derzeit für mich wegen der zickenden Wade nicht möglich ist, habe ich mich entschieden mich bis auf weiteres auf dem Crosstrainer im Fitnessstudio in Form zu halten. Dagegen ist prinzipiell nichts einzuwenden; ganz im Gegenteil: Es ist toll, dass es eine Möglichkeit gibt, sich ähnlich wie beim Laufen auszupowern, dabei aber nur minimale Schnellkräfte aus der Wade zu benötigen. Ergo: Die Wade hält.

Nachteilig ist jedoch ganz eindeutig, dass man sich bei dieser Art Training trotz aller Mühe und allem Schweiß (reichlich davon) nicht vom Fleck bewegt. In der Bewältigung dieser brutalen Ortsgebundenheit bleibt dann die Seelenhygiene als Ausgleich zur beruflichen Belastung - anders als bei einem ausgedehnten Waldlauf - etwas auf der Strecke. Ergo: Der Kopf rebelliert.

Dass Training physisch fordert ist jedem klar. Dass unterdessen die psychische Belastung nicht minder anstrengend ist mag überraschen. Und doch hat es etwas Gutes: Die mit der Langeweile aufkeimende hilflose Aggression setzt ungeahnte Kräfte frei.

'Geht doch', denke ich, als ich zur Dusche wanke, 'auch wenn sich dieses Fake hier ein bißchen anfühlt wie ein alkoholfreies Bier: Schmeckt so ähnlich, macht aber nicht so schön dümmelig..."

Falsch

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Wenn die Einkaufstasche umfällt, die Tür zum wiederholten Male wegen des Durchzuges zuschlägt oder der Staubsauger immer wieder vor die gleiche Stelle am Sofa knallt, dann läuft etwas falsch.

Warum? Weil WIR es immer wieder falsch MACHEN. Besser: Einfach zwischendurch mal dazu lernen.

Jobs' Job

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Aus aktuellem Anlass hier noch einmal eine sehr treffende Definition für "Innovation":

Auf die Frage, wieviel Marktforschung er in die Entwicklung des iPads hat einfließen lassen, antwortete Steve Jobs: "Keine. Es ist nicht der Job der Konsumenten zu wissen, was sie wollen. Das ist mein Job."

Diese Woche trat Steve Jobs als Geschäftsführer von Apple zurück.

Wertreise

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2011_08_28_Dom_2.jpgWas ich noch gesagt haben wollte: Köln ist immer eine Reise wert.

Strafwetter

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Und noch einmal verrückte Welt:

Wie ist es zu erklären - und vor allem zu rechtfertigen -, dass wir den ganzen Tag im Büro schwitzen, die Fenster wegen Wärme und Sonneneinstrahlung verschließen und uns auf den Abend in Abendsonne und kurzen Hosen freuen, um dann im strömenden Regen nach Hause zu fahren und auf der Terasse nichts als nasse Gartenmöbel unter grauem Himmel vorfinden?

Gerecht ist das mal nicht...

Verrückte Welt

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Verrückte Welt, wenn Kerle sich sorgen, ob Hose und Schuhe zusammen passen und ihre Frauen sich währenddessen Gedanken darüber machen, warum ihr Auto die Spiegel nicht mehr automatisch anlegt...

Rückschritt

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Eine Woche nach meiner wadenbedingten Strandung im Wald habe ich heute die ersten Laufschritte auf der Tartan-Bahn versucht. Nach nur 300 m - man kann das auf der Laufbahn gut abpassen - kommt der Schmerz wieder.

Nach gründlichem Dehnen läuft es weitere sieben Runden wie am Schnürchen. Danach geht plötzlich nichts mehr. Eine der Trainerinnen an der Laufbahn gibt mir den Tipp, erst einmal das Training einzustellen, was mir nicht gelegen kommt, da es nur noch sechs Wochen bis zum Halbmarathon sind.

Das Probetraining heute im Stadion war also mehr als enttäuschend, hatte aber die nicht zu unterschätzenden Vorteile, dass ich einen fachlich sauberen Ratschlag erhalten habe und mein Auto nicht weit entfernt stand.

Hat auch was...

Erst denken, dann machen

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Merke:

  • Fahre nie mit dem Auto los, ohne zu wissen, wo Du hin willst, auch wenn Du eigentlich kein festes Ziel hast.
  • Besuche nie einen Freund, ohne Dich vorher anzukündigen, auch wenn Du eigentlich dort jederzeit hin kommen darfst.
  • Gehe nie in eine Pressekonferenz, ohne vorher darüber nachgedacht zu haben, was Du sagen würdest, wenn man Dich was fragt, auch wenn Du eigentlich gar nicht gefragt werden sollst.
Wenn man diese Ratschläge beherzigt, wird man stets gut unterwegs, immer und überall willkommen sein und nicht dumm auffallen.

Allen Ratschlägen liegt eines zugrunde: Erst denken, dann machen.

Retro-Foto

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2011_08_22_Hipstamatic.jpgAls mir ein Kollege kürzlich berichtete, er wolle künftig wieder analog Fotografieren, dachte ich zunächst an einen Scherz. Doch er meinte es ernst und empfahl mir eine interessante App für das iPhone, das die damit gemachten Fotos "analog" ausschauen lässt. Quasi so, als seinen die Aufnahmen mit einer klassischen Kamera gemacht.

Das hier abgeildete Foto habe ich dann mit einer von ihm empfohlenen Kombination aus Objektiv und Film - beides ist in der App frei wählbar - gemacht und bin von der Wirkung der Effekte begeistert. Die Bilder schauen wirklich ein wenig so aus, wie unsere Fotos, die wir früher mit unseren "Ritsch-Ratsch-Klick"-Kameras machten. Erinnert Ihr Euch?

Dass uns Stile dieser Art so angenehm sind, hat sicher etwas mit den guten Erinnerungen, die wir an unsere eigene Vergangenheit haben, zu tun. Da, wo Papa Fotos mit der guten alten Voigtländer machte, an Weihnachten oder in den damals eher seltenen Urlauben.

Egal wie. Schön anzuschauen sind sie, die Aufnahmen im "Retro-Stil".

Urlaubsfrage

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Bei einer Frage, die in diesen Tagen häufig gestellt wird, kann - und sollte - man durchaus auf die Formulierung achten:

"Wie war Euer Urlaub?" ist eine offen gestellte Frage, die das Gegenüber zwingt ausführlich zu antworten.

Auf die Frage "hatten Sie einen schönen Urlaub?" hingegen entgegnet man leicht "ja" und muss nicht detailiert antworten. (Bei einem "nein" schaut das allerdings schon wieder ein wenig anders aus...)

Auch wenn man annehmen darf, dass der Urlaubsrückkehrer diese Frage bereits häufiger gestellt bekam, zum Beispiel der Stammitaliener, der nach seinem Urlaub sein Lokal wieder geöffnet hat, empfiehlt es sich zweitere Alternative zu wählen.

Schon mal drüber nachgedacht?

Erreichtes

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Nicht alle Tage im Leben sind wie der Heutige war: So, dass man abends sehr zufrieden auf das Erreichte zurückblicken kann. Und doch sollte man ebenso mit Teilzielen zufrieden sein, auch wenn das nicht immer leicht fällt.

You made my day

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"You made my day" sagte der Eine, während der Andere sich freute und dachte "and you made mine".

Sich angemessen für gute Leistungen und Nachrichten zu bedanken, kommt nicht nur beim Empfänger gut an. Es gibt auch selbst die Gewissheit, Würdigung gezeigt zu haben.

Anziehend

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"Ich weiß nicht, was ich anziehen soll?" ist weniger kompliziert als "ich habe gar nichts anzuziehen!". Besser ist jedoch "ich weiß nicht, welche Jeans ich anziehen soll!"

Das Leben ist voller - bisweilen überraschender - Abwechslungen.

Notfallpläne

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Um dem schlechten Gewissen morgen früh zu entgehen - siehe Eintrag vom Montag - habe ich mich heute in drangvoller Lust in die Laufsachen geworfen und bin losgelaufen. Es sollte nach einer lauffreien Woche ein Genußlauf werden und die äußeren Bedingungen waren mehr als günstig: Zeitig gestartet, luftige Wärme und gute Musik im Ohr.

Die ersten Kilometer verliefen verheißungsvoll. Mit lockerem, sicheren Schritt gings durch Wald und Feld, und das deutlich zügiger als ich gedacht hatte. Ich fühlte mich wohl und rechnete mir für den bevorstehenden Halbmarathon in gut sechs Wochen eine gute Zeit aus.

Noch im ersten Drittel der Laufstrecke, an einer recht langen, aber nicht allzu steilen Steigung, machte plötzlich die linke Wade "zu", wie man das so treffend sagt. Spontan diagnostizierte ich einen leichten Krampf und veränderte den Laufstil, um das Bein zu entlasten. Die Wade wollte sich jedoch nicht erholen. Auch die anschließenden Dehnversuche brachten keinen Erfolg: Der Schmerz bieb.

Also beschloss ich umzukehren und locker nach Hause zu laufen - ein mehr als ambitioniertes Unterfangen. Es blieb mir schließlich nichts anderes übrig als humpelnd zu gehen. Unangenehm und schmerzhaft obendrein.

Während ich so nach Hause trottete hatte ich reichlich Gelegenheit meine mir über die Jahre zurechtgelegten Rettungsszenarien durchzuspielen, in denen ich mich mitten im Wald mit einem offenen Schienbeinbruch nach Hause rettete.Wie falsch man so eine Situation doch einschätzen kann: Selbst mit dieser albernen Wadenzerrung habe ich über 40 Minuten gebraucht, um nach Hause zu kommen. Mit dem offenen Bruch hätte es sicher noch etwas länger gedauert.

Beim nächsten Mal, wenn sich mein Gewissen meldet, werde ich zunächst die Rückfrage stellen, wie es denn um die Notfallpläne bestellt ist. Ich bin gespannt, was mein Gewissen dazu sagt...

Erfolgspragmatismus

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Mike ist ein guter Freund von mir und dazu noch ein begnadeter Gestalter. Alles, was Werbung und Kommunikation angeht sprudelt nur so aus ihm heraus. Ich bewundere ihn ob seiner schier unerschöpflichen Kreativität.

Neulich hatte ich das Vergnügen ihn bei seiner Arbeit zu beobachten und ich war wieder einmal  überrascht, wie leicht ihm die Dinge von der Hand gingen. Meine anerkennenden Worte wies er freundlich relativierend zurück und sagte: "Es muss nicht alles immer 'Große Kunst' sein. Die 'Große Kunst' ist es, alles immer zur rechten Zeit fertigstellen zu können."

So hatte ich das noch gar nicht betrachtet. Letztlich - so denke ich - führt diese Haltung zu einem gewissen Pragmatismus, der erfolgreich zu machen scheint. Jedenfalls meinen Freund Mike...

Faule Unpässlichkeit

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Als ich heute nach Hause kam, stand "Laufen" auf dem Programm. Und sogar das Wetter hätte mitgespielt. Nicht aber mein an diesem Abend schier unüberwindlicher innerer Schweinehund. Also blieb ich daheim und habe statt dessen einigen Papierkram erledigen können.

Natürlich haderte ich im Laufe des Abends mit meiner Entscheidung und meinem Schicksal. Hinterher weiß man es eh' immer besser: Eigentlich hätte ich dann doch besser den Sport gewählt...

"Dass Du mit Dir und Deinem Schicksal haderst ist ein gutes Zeichen", munterte meine Partnerin mich auf, "das ist ein gutes Zeichen dafür, dass Dir das alles nicht Gleichgültig ist."

Damit ließ sich dann sogar meine faule Unpässlichkeit ertragen...

Sonne drin

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2011_08_14_Carcassonne.jpgIn Ermangelung eines besseren, sonnigeren Motives hier ein Bild, das mein Sohn im Juni von seinem Carcassonne-Spiel aufgenommen hat. Wenigstens da ist Sonne drin.

Komischer Sommer, der auch mir mittlerweile ein wenig auf den Geist geht.

Go crazy

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Ich mag es ungern zugeben, aber genau so wie hier beschrieben hat es sich zugetragen:

In der vergangenen Woche wollte ich mich gemeinsam mit einem Kollegen um die Musik zu einem neuen Video kümmern. Wir entschieden, dass wir den vergleichsweise einfachen Track selbst erstellen und wählten dazu die Software "Garage Band" aus: Dank ihrer vielfältigen Instrumente und der einfachen Bedienung wollten wir hiermit schnell einige knackige Beats programmieren.

Das Problem jedoch war, dass wir beide noch nie mit dem Programm gearbeitet hatten. Zudem fehlte uns beiden die Zeit uns umfassend in die Bedienung einzuarbeiten. Daher schlug ich vor, dies meinem Sohn zu überlassen. Erfahrungsgemäß benötigt er viel weniger Zeit, um herauszufinden, wie ein solches Programm bedient wird.

Gesagt - getan. Nach wenigen Minuten war Nicolas klar, wie Garage Band funktioniert und er konnte mich am späten Nachmittag bereits in die Geheimnisse der Musikproduktion einweihen.

Für mich, der ja nun selbst schon mit Computern groß geworden ist, ist es immer wieder faszinierend, wie leicht und schnell unsere Kinder sich in Programme dieser Art einarbeiten. Irgendwie sind die Strukturen ihrer Köpfe mit denen der Computerprogramme abgeglichen.

Wir Eltern sollten uns das ruhig zu Nutze machen: Vielleicht kommen wir in pubertären Auseinandersetzungen mit den Kids einer Lösung näher, wenn wir in deren Köpfen im Menue "Extras" den Auswahlpunkt "Optionen" anwählen, um dort dann bei "Go crazy (pubertär)" das Häckchen aus der Checkbox nehmen....

Trübsinn wegen des Neuen?

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Völlig irrational lassen sich Frauen die Freude über das neue Auto durch die Trauer nach dem "Alten" trüben. Das könnte uns Männern doch nicht passieren, oder?

Verspätete Überraschung

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Ich habe es immer falsch gemacht. Jahre lang. Warum es mir erst heute aufgefallen ist - ich weiß es nicht. Ich mag gar nicht darüber nachdenken, wieviel Lebensqualität mir dadurch und seitdem verloren gegangen ist.

Jeder von uns hat sich schon einmal verspätet. Ich heute auch. Jeder von uns hat sich dann bemüht noch möglichst schnell zum Termin zu kommen. Ich heute auch. Jeder fühlte sich durch die Verspätung gehetzt und hatte ein schlechtes Gewissen. Ich heute natürlich auch. Viele von uns haben dann auch ihre Verspätung telefonisch angekündigt, um den Wartenden darüber zu informieren. Ich selbstredend auch.

Und dann haben sich viele von uns immer noch gehetzt gefühlt und haben immer noch versucht so schnell wie möglich zum Termin zu kommen. Ich heute NICHT. Denn nachdem ich den Wartenden über meine Verspätung informiert hatte, habe ich mich entspannt und bin ruhig zu meinem Termin gefahren. Es war ja klar, dass ich mich verspäte, der Wartende hatte sich mit der Situation arrangiert und alles Beeilen wäre ohnehin sinnlos gewesen.

Ernsthaft: Das habe ich heute zum ersten Mal so gemacht. Zu meiner vollsten Überraschung...

Sommerpause

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Aus aktuellem Anlass fällt dieser Eintrag heute frustriert kurz und knapp aus:

Ich finde es mehr als ungerecht, dass im Garten das Gras munter wächst, obwohl wir nicht einmal ansatzweise einen Sommer haben.

Da freue ich mich auf den Winter. Konsequent logisch käme der ja dann OHNE Schnee...

Die Jugend von übermorgen

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Ein guter Freund berichtete mir kürzlich, er hätte ein Erlebnis 'der besonderen Art' gehabt. Auf meine Frage, was ihm widerfahren sei, antwortete er, dass er 'weit in die Zukunft geblickt, ein deutliches Bild derer vor Augen' gehabt habe und sich jetzt durchaus darauf freue.

Ich bat ihn um Erläuterung der Sache, die sich mir bis zu dieser Einlassung noch nicht ganz erschlossen hatte.

'Nun' erläuterte der Freund, er sei im Begriff einen Teil seiner Arbeit an einen jüngeren Kollegen abzugeben, der 'überdies ausgesprochen talentiert' sei, und er arbeite ihn gerade in die Materie ein. Dabei habe der Kollege bereits 'überzeugend Initiative ergriffen' und mache in der Ausübung der für ihn neuen Sache eine 'extrem gute Figur'.

Ich fragte meinen Freund, was das denn mit dem Blick in die von ihm angeführte Zukunft zu tun habe, worauf er erwiderte, dass er - selbst erst in den Mittvierzigern - sich 'ein wenig wie ein Erwerbstätiger kurz vor der Rente gefühlt habe'; seltsam entspannt und gleichermaßen beglückt.

Mit dieser einzigartigen Erfahrung glaube er 'für die Rente gut gerüstet' zu sein. Bliebe 'zu hoffen, dass wir alle ebenso talentierte Nachfolger fänden' ergänzte ich, voller Vertrauen auf die Jugend von übermorgen...

Belohnung

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2011_08_08_Genehmigt.jpgGeduld lohnt sich.
Beharrlichkeit lohnt sich.
Einsatz wird belohnt.

Nach vielen Monaten bin ich meinem Ziel, mein Elternhaus zu übernehmen, einen entscheidenden Schritt näher gekommen.

Merke: Niemals aufgeben!

Pitpush

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2011_08_07_DTM Nuerburgring.jpgDie heutige Frage ist: Warum tut man sich freiwillig Dinge an, von denen man weiß, dass sie eher unangenehm sind? Antwort: Weil man trotzdem nicht anders kann.

Die Rede ist hier vom so genannten "Pitwalk", einem etwa 30 minütigen Besuchsrundgang in der Boxengasse der DTM. "Pitwalk" kann man das eigentlich nicht nennen. Richtigerweise müsste es "Pitpush" heißen, denn mit tausenden anderen Besuchern wird man die Boxengasse rauf- bzw. runtergeschoben, abhängig davon von welcher Seite man gerade kommt.

Natürlich ist es einem vorher klar, dass es voll wird wie an einem Freitagabend im ICE von Hamburg nach Köln. Zudem hat man den Pitwalk auch bei vorangegangenen Rennen schon mitgemacht und weiß, dass es eigentlich nicht viel zu sehen gibt. Aber letztlich siegt die Angst, dass man etwas verpassen könnte und man lässt sich wieder von den Massen manövriert durch den schmalen Gang pressen.

Der österreichische Schriftsteller Peter Altenberg hat einmal gesagt

Überall gibt es Zuschauer -
Menschen, die an etwas interessiert sind,
das sie gar nicht interessiert.


Da ist dann schon etwas Wahres dran. Und vermutlich tut man sich deshalb dann auch den Pitwalk immer wieder an.

Geschenkt

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2011_08_06_Geschenk.jpgEs ist ein Geschenk, Menschen glücklich zu machen. Miterleben zu dürfen, wie sehr sich Menschen freuen können, ist einzigartig. Auch ich habe mich heute sehr über ein Geschenk gefreut.

Welch' ein Tag...

Sporttaschenchauffeur

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"Gestatten, Sporttaschenchauffeur." So oder so ähnlich dürfte ich mich derzeit schimpfen, wenn mich jemand nach meinem Beruf fragt. Klar, ich habe noch einen anderen Beruf, quasi einen Hauptamtllichen. Aber nebenberuflich bin ich erfolgreicher Sporttaschenchauffeur, denn in dieser Woche habe ich meine Sporttasche nur zwischen meiner Wohnung und dem Büro hin und her gefahren - anders als geplant.

Bereits am Sonntagabend habe ich die Tasche in weiser Voraussicht gepackt, damit ich am Montagabend eine der beiden wöchentlichen Trainingseinheiten absolvieren hätte können. Doch wie so oft kam alles anders und der Turnbeutel wurde zu meinem ständigen Begleiter. Hin zur Arbeit und zurück. Das Studio hat die Tasche diese Woche nicht einmal gesehen. Es lebe der gute Vorsatz.

Anmerkung am Rande: "Chauffeur" gehört zu den Worten, die ich in meinen Alpträumen bei Jauch's "Wer wird Millionär" bei der 1.000.000-Euro-Frage buchstabieren muss. Zum Glück gibt es außerhalb meiner Alpträume auch im Internet Wörterbücher und Seiten, auf denen man erfahren kann, warum "Chauffeur" überhaupt "Chauffeur" heißt:

"Etymologisch ist das Wort aus dem Französischen '
chauffeur' für 'Heizer" entlehnt. Das Wort gehört zu frz. 'chauffer', was im Deutschen 'warm machen, heizen' bedeutet. Das französische Wort geht zurück auf vlat. 'calefare'. Ursprünglich verstand man unter dem Chauffeur einen Lokführer, der auch als Heizer und Mechaniker tätig war. (Wikipedia).

Keiner geht hier dumm heraus...

Hinweg gespült

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Mir zuliebe - das schicke ich nach meinem Erlebnis von Dienstag dieser Woche als gesetzt voraus - nimmt der Sommer noch einmal an Fahrt auf, als ob er mich trotz allem zufrieden stellen will. So schickt er mir einen drückend warmen Tag (in Norddeutschland), der mir zumindest mal einen lauen Sommerabend zuteil werden lassen soll.

Soweit der Plan. Nun zur Realität. Wie so oft im Konzept gut, in der Umsetzung mangelhaft: Nach einem langen, klebrigen Tag komme ich nach vielen Autobahnkilometern nach Haus und springe mit der Perspektive des lauen Sommerabends auf dem Balkon unter die Dusche. Als ich dort runderneuert herauskomme, setzt heftiger Regen ein und spült meine Freilufterlebnis dahin.

Ich nehme Bezug auf meinen Eintrag von Dienstag: Mit diesem Sommer stimmt etwas nicht...

Grobe Verallgemeinerung

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Auf unserer Reise zu Filmaufnahmen in Norddeutschland kehren wir in einem bekannten Schnellrestaurant ein. Frisch eröffnet präsentiert es sich einladend modern und perfekt gestylt. Das Personal jedoch ist erschreckend schlecht vorbereitet und mit den Abläufen wenig vertraut.

Ich höre, wie einer der Gäste erläutert, dass die Menschen, die dort arbeiten offensichtlich  "bildungsfern" seien. Sein Gegenüber moniert, dass dies wohl ein böses Klischee sei, und dass er mit dieser Aussage vielen Beschäftigten in der Fastfood-Gastronomie Unrecht tun würde.

Darauf entgegnet er, das würden Klischees 'nun mal so an sich haben.'

Einfacher kann man grobe Verallgemeinerung nicht auf den Punkt bringen.

Sommer verpasst

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"Der Sommer fällt in diesem Jahr auf einen Dienstag" postete soeben einer meiner Facebook-Freunde an seiner Pinwand. 'Wohl wahr', dachte ich, 'und ich komme erst nach 19 Uhr aus dem Büro.'

Mit diesem Sommer stimmt etwas nicht...

Hermann, der Hufschmied

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Heute traf ich anlässlich einer Geburtstagsparty Hermann, den Hufschmied. Hermann sehe ich nur wenige Male im Jahr. Meist rechne ich auch gar nicht damit, ihn zu treffen. Dann bin ich jedes Mal um so überraschter ihn zu sehen.

Und ich freue mich jedes Mal, wenn wir uns treffen. Hermann und ich haben uns - obwohl wir grundverschiedenen Aufgaben und Berufen nachgehen - immer viel zu erzählen. Die Gespräche mit ihm sind folglich ergibig.

Schade eigentlich, dass ich Hermann zwischendurch immer aus den Augen und vor allem aus dem Sinn verliere: Ich könnte mich doch so schön auf das nächste Treffen mit ihm freuen.

Und auf wen freut Ihr Euch?

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