Januar 2012 Archive

Hello again

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2012_01_31_Fanti.jpgFast 30 Jahre haben wir uns nicht gesehen, mein alter Freund, und doch wusste ich all' die Jahre wo Du bist: Unter der Holzdecke, die ich im März 1983 mit meinem Vater damals in unserem Badezimmer eingebaut habe. Dort habe ich Dich hingemalt, während mein Vater die Leisten für die Unterlattung zuschnitt. Ich erinnere mich noch sehr genau an diesen Moment.

Heute haben die Handwerker die gute, alte Decke aus dem Bad entfernt. Ich hatte damit gerechnet, Dich wieder zu sehen. Und ich habe mich darauf und darüber gefreut; bist Du doch ein Zeitzeuge einer unserer wenigen "gemeinsamen Augenblicke".

Montag

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2012_01_30_Montag.jpgDem ist - an einem Tag wie heute - nichts hinzuzufügen...

Jemanden kennen

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2012_01_29_Iliosacralgelenk.jpgEs ist immer gut, "jemanden" zu kennen, sagt man. Wohl wahr, vor allem, wenn man wie ich heute früh plötzlich Hilfe benötigt. An einem Sonntagmorgen. Wer schon einmal in Notfall-Aufnahmen von Krankenhäusern war, weiß wovon ich spreche.

Als ich heute früh aufstand, hatte ich einen "weichen Rücken": Im Lendenwirbelbereich hatte ich keinerlei Stabilität, konnte kaum stehen oder gehen. Wie schon häufiger zuvor hatten waren ein blockiertes Kreuzbein die Ursache. In so einem Zustand brauche ich schnell Hilfe. Je länger ich warte, um so langwieriger wird die Genesung.

Also schickte ich um 9:30 Uhr eine SMS an Thomas, den Physiotherapeuten meines Vertrauens, hoffend ihn nicht zu wecken, und bat um Hilfe. Nur wenige Minuten später bot er mir eine sofortige Behandlung an. Zwei Stunden später begannen seine "goldenen Hände" an mir zu arbeiten. Weitere 60 Minuten später verließ ich ihn, zwar unter Schmerzen, aber mit sauber sortierten Wirbeln.

Ich war mehr als dankbar, dass Thomas sich die Zeit nahm, mir an diesem Sonntagmorgen zu helfen. Wie gesagt, es ist immer gut "jemanden" zu kennen...

Im Supermarkt

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Im Supermarkt war's. Als ich um die Ecke kam. Plötzlich stand eine Frau vor mir. So dicht, dass es  beiden augenscheinlich unangenehm war. Unsere Blicke trafen sich. Aber nur kurz. Denn jeder von uns wandte sich sofort ab. Wir gingen beide den Gang hinunter. In entgegengesetzte Richtungen.

Als ich stehen blieb, schien auch sie stehen zu bleiben. Wir drehten uns zueinander um. Beide schauten in verduzte Gesichter: Wir kannten uns. "Hi Tanja" sagte ich. "Bist Du's doch" sagte sie. Wir hatten uns nicht erkannt.

Später, beim Warten in der Kassenschlange, wurde mir bewusst, warum wir uns nicht erkannt hatten. Zwar kennen wir uns von Kindheit an - wir sind in der gleichen Nachbarschaft aufgewachsen und Tanja lebt noch heute dort -, doch haben wir uns in den letzten 25 Jahren immer nur auf eine Distanz von etwa 50 m gesehen und gegrüßt. Immer dann, wenn ich mal wieder in der Gegend war.

Heute haben wir beide eines bemerkt: Wir sind älter geworden. Deshalb haben wir uns nicht erkannt. Im Supermarkt...

Freitagslangmut

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'So, fertig' denke ich, als ich den letzten Textabsatz des komplexen Aufsatzes in den Fragebogen kopiere. Fast 2 Tage habe ich an der Umstrukturierung des Artikels gearbeitet und - ehrlich - ich bin wirklich erleichtert, dass ich dieses Monster endlich säuberlich tranchiert zu den Akten legen kann.

Als ich dann das Formular ins Netz laden will, stelle ich fest, dass ich die falsche Vorlage benutzt habe. Eine folgenschwere Verwechslung.

'Zurück auf "Los"', denke ich und bin froh, dass mir dies in meiner Freitagslangmut passiert...

Dinge, die man nicht tun sollte

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Es gibt Dinge, die man nicht tun sollte. Aber man tut sie trotzdem. Keine Ahnung warum.

Einen Schluck Milch zum Test aus einer lange geöffneten Packung nehmen, zu seinem Chef gehen, wenn er nicht gerufen hat oder dem Security-Mitarbeiter beim Einchecken zum Flieger zwinkend zuzuraunen "gut versteckt, nicht wahr?"

Manchmal tut man es, weil man es nicht besser wusste. Das ist an sich kein Problem, weil man es nicht verhindern konnte.

Manchmal tut man es, weil man nachlässig ist, es hätte wissen können, aber gerade nicht wirklich darüber nachgedacht hat. Das ist schon eher ein Problem, weil die sicher entstehende Pleite vermeidbar gewesen wäre.

Manchmal tut man es, obwohl man weiß, dass man es nicht tun sollte. Das ist auf jeden Fall ein böses Problem, weil das Chaos totsicher eintreten wird, und vor allem, weil man das vorher genau wusste.

Heute habe ich mir eine einzige SMS verkniffen und damit möglicherweise ernste Probleme  vermieden. Weil ich es besser wusste, weil ich nachgedacht habe und weil ich wusste, dass es schief gehen könnte.

Gut, ne? Ich bin stolz auf mich.

Unwiederbringlichkeit

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Ein verpasster Tag. Wie das geht?

Als ich heute morgen auf der Fahrt ins Büro auf den Tacho schaute, sah ich den Kilometerstand 111.113 km. Die "Schnapszahl" hatte ich verpasst.

Als am Nachmittag dann das deutsche Handball-Team um den Hauptrundeneinzug bei der EM in Serbien kämpfte, saß ich in Besprechungen. Das Spiel habe ich auch verpasst.

Als ich dann am Abend einen kurzen Zwischenstopp in einem kleinen Fitnessstudio am Weg machte, um mich nach den Trainingsmöglichkeiten dort zu erkundigen, war ich nur auf die Leistungen und Kosten fixiert. Die mir gut bekannte Eigentümerin - Petra - grüßen zu lassen, habe ich verpasst.

Dinge zu verpassen ist nicht schön, weil damit meist eine Unwiederbringlichkeit verbunden ist. Ich denke, ich werde mich dann künftig besser konzentrieren müssen, um nichts wichtiges zu verpassen.

Und Petra kann ich morgen ja nochmal schnell anrufen...

Hilfe

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2012_01_24_Freude.jpgÜber zwei Begebenheiten habe ich mich heute besonders freuen können: Über etwas "richtiges Wetter", das ich in Köln erleben durfte und über die freundliche Hilfsbereitschaft, die mir heute völlig überraschend zu Teil wurde.

Das Bild kann ich mit Euch teilen, die Freude über die spontane Hilfe genieße ich dann eher alleine.

Ich möchte dies aber zum Anlass nehmen, Euch alle zu ermuntern, anderen Menschen - wann immer möglich - Hilfestellung anzubieten. Es lohnt sich in doppelter Hinsicht: Dem Gegenüber ist geholfen und der Helfende darf sich der Dankbarkeit sicher sein.

Wieder Eile

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Was ist das bloß? Deutschland spielt Handball und ich will doch nur heim an meinen Fernseher. 

Da hat man es mal eilig und dann ist natürlich wieder jede Ampel rot, vor mir schleichen die Fahrzeuge dahin und als ich dann endlich zu Hause bin habe ich dann noch Knoten in den beiden Schuhbändern.

Als ich dann endlich am TV sitze wird es mir klar, was es ist: Wieder mal zu spät los gefahren. Ärgerlich nur, dass das immer wieder passiert.

Funky

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Wie der Samstag - so auch der Sonntag, der seinem Namen überhaupt nicht gerecht werden konnte: Regen, Regen, Regen.

Aber nass bin ich heute nicht geworden, weil ich einfach nicht raus gegangen bin. Statt dessen habe ich gemeinsam mit meinem Sohn ein neues Stück Musik gemacht. "Funky" war dann auch unser Tag heute.

Viel Spaß beim reinhören!

Wettergrotesk

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Wer braucht so viel Regen? Meine Tochter sagt, dass sie Regen genau so gerne mag wie Sonne. So ganz verstehe ich das nicht. Insbesondere nach diesem Tag heute, an dem ich so oft, wie selten nass geworden bin.

Als ich dann am Nachmittag heim kam, war ich nur froh, dass ich die nassen Sachen endlich los wurde. Meine Finger waren schon schrumpelig.

Ich habe mich heute mehrfach gefragt, wo das ganze Wasser herkommt? Irgendwann muss doch mal der Himmel leer geregnet sein...

Später am Nachmittag kam ein weiterer, heftiger Schauer, den ich am Balkonfenster beobachtete. Dabei fiel mir auf, dass die Gießkanne draußen randvoll war. Einfach grotesk...

Rutschfahrtwoche

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Und als die Woche dann zum Ende kam, da kam sie mir vor wie eine Fahrt in einer langen Wasserrutsche.

Montag. Schon kurz nach dem Start ging es rasant voran. Dienstag. In ihren Kurven und Wendungen nahm die Fahrt an Dynamik zu. Mittwoch. Immer schneller fliegen die Meter daher. Donnerstag. Mit hoher Geschwindigkeit nähert sich schon das Finale des Rennens. Freitag. Im rasanten Zielschuss geht es dem Ende zu. Die Rutsche spuckt mich ins...

...Wochenende.

Und obwohl es tatsächlich eine ganz Woche war, kommt sie mir doch nur vor wie eine Rutschfahrt.

Cross-Selling

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2012_01_19_Leitz.jpgDas gute, alte Deckblatt eines neuen Leitz-Ordners ist nicht mehr das, was es mal war.

In fabrikneuen Ordnern finden wir - ganz im Sinne eines modernen Cross-Sellings - Werbung für Kosmetik-Artikel.

Als Büro-Mann fühle ich mich diskriminiert. Muss ich doch auch.

Kein Kleinströhrengerät

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Ich bin unsicher. Unsicher, ob diese Urlaubsbuchung richitg war.

Nein, nichts Kostspieliges. Keine Flugreise in ein 5-Sterne-Ressort mit "All-Inclusive". Ganz im Gegenteil. Wir haben eine Woche in einer kleinen, familiengeführten Pension gebucht. Für 20 € pro Nacht und Nase. In einem Zimmer mit Bad und WC, aber ohne Fernseher.

Ich glaube, es ist genau das: Dass man keinen Fernseher hat. Auch wenn es in Pensionen dieser Art eh' eher Kleinströhrengeräte gibt, fühlt sich ein Kleinströhrengerät immer noch besser an, als kein Kleinströhrengerät.

Alles nur Gewohnheit, sagt Ihr? Aha. Und was habt Ihr zuletzt gebucht?

Fesselnde Welle

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Ich bin noch ganz beeindruckt. Und wäre es eigentlich gar nicht gewesen. Heute jedenfalls nicht.

Im Büro wäre heute eigentlich eine Extraschicht fällig gewesen: Zu viel ist in den letzten Tagen aufgelaufen und zum Teil auch liegen geblieben.

Die Vorsätze waren gut; bis sich einer meiner Kollegen eilig verabschiedete und fragte, warum ich denn noch da sei und ob ich nicht auch das Spiel unserer Handball-Nationalmannschaft im Fernsehen verfolgen wolle. Das Spiel hatte ich völlig vergessen. 'Nein' sagte ich, und dass ich wirklich noch einiges zu erledigen habe.

Nur wenig später forderte mich ein weiterer Kollege auf heim zu gehen und der Mannschaft die Daumen zu halten. Es sei schließlich eines der entscheidenden Spiele.

Daraufhin entschloss ich mich es meinen Kollegen gleich zu tun, fuhr eilig nach Hause und stieg bei Spielminute 5 in das Geschehen ein. Was ich dann in den nächsten 90 Minuten erlebte, war an fesselnder Spannung kaum zu überbieten und endete mit einem knappen, aber verdienten Sieg der Deutschen.

Ich bin davon noch ganz beeindruckt, wie eingangs schon angemerkt. In meinem von viel Sachlichkeit geprägten Arbeitstag war diese emotionale Welle genau das, was mir heute einen guten Ausgleich gegeben hat. Und das ist gut so.

Mailmarathon

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Eine schicken, zwei erhalten. Sisyphos lässt grüßen.

Nach 40 empfangenen Mails und 48 Beantworteten fehlen mir offen gestanden ein wenig die Worte. Vor allem weiß ich nicht, warum ich mehr Nachrichten bearbeitet habe, als ich erhalten habe...

Mache ich da was falsch?

Machen oder lassen

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Da geht er hin, der Sonntag. Und wieder habe ich etwas wichtiges gelernt:

Im Laufe dieses Tages habe mich zunächst gefragt, was ich denn noch alles erledigen könnte, um dann kurz inne zu halten und mich wiederum zu fragen, was ich denn eigentlich alles noch lassen könnte.

Und da wurde es auf einmal ein Sonntag, so wie ich ihn mir vorstelle.

Geheim: Rettung naht

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Diese absolut ultimativ innovative Idee lasse ich mir patentieren.

Aber Euch kann ich es ja vorher verraten. Ich habe heute herausgefunden, wie man lästige Einkaufsbummel mit der Liebsten im Keim ersticken kann: Verstecke in ihrer Handtasche eines dieser neuen, textilen Sicherheitsetiketten. Dann wird jedesmal, wenn sie ein gesichertes Geschäft betritt oder verlässt ein Alarm ausgelöst. Und das nervt. Nicht Euch, sondern Eure bessere Hälfte.

Ihr dürft sicher sein, dass Eure Liebste schnell die Lust am Bummel verliert und nach Hause möchte. Und Ihr dürft ebenso sicher sein, dass ich ein Produkt gefunden habe, das sich im Internet millionenfach verkaufen lässt.

Aber nicht weitersagen...

Ende in Sicht

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Nun, nachdem die Arbeitswoche zu Ende ist, fällt beim Blick zurück wieder einmal auf, dass es eine ereignis- und arbeitsreiche Woche war; und das nicht ohne Grund: Auch die letzten Tage standen ganz im Zeichen eines großen Projektes, das bis Ende Februar abgeschlossen sein muss.

Seit einigen Monaten schon arbeiten wir auf dieses Ereignis hin. Erwartungsgemäß nimmt der Druck zum Ende der Umsetzung hin zu. Nicht, weil man etwa schlecht geplant hat, sondern weil das einfach und immer so ist.

Irgendwann - ganz unausweichlich - beschleicht einen dann auch langsam aber sicher das Gefühl, dass man vielleicht doch nicht alles in den wenigen, noch zur Verfügung stehenden Wochen geschafft bekommt. Der Zeitdruck und die Nervosität nehmen sukzessive zu. Ist so.

Dennoch kann ich der immer knapper werdenden Zeit etwas Positives abgewinnen: Je weniger Zeit bleibt, umso eher ist der ganze Kräfte zehrende Spuk dann auch vorbei. Und so ist das dann auch.

Eigentlich unmöglich

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Wir alle - und da mache ich ausnahmsweise mal keine Ausnahme - tun immer wieder Dinge, von denen wir im Vorhinein wissen, dass sie nicht funktionieren. Z.B. Hausschuhe in einem unbeleuchteten Schrank suchen, den Kugelschreiber auch nach einem duzend vergeblicher Versuche trotzdem noch einmal ausprobieren, eine Schraube mit dem Daumennagel lösen oder einen Brief aus dem Briefkasten fischen ohne den Kasten aufzuschließen.

Auch wenn wir in diesen Fällen vielleicht nicht immer - und vor allem nicht unmittelbar - von der Sinnlosigkeit des Unterfangens überzeugt sind, meist sind wir es nach wenigen Momenten. Und doch geben wir dann nicht auf und versuchen weiter das Unmögliche möglich zu machen.

Warum eigentlich?

Nachhaltig gelernt

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"Lohas steht für "Lifestyle of Health and Sustainability", dem Lebensstil, der sich an Gesundheit und Nachhaltigkeit orientiert. Er gilt heute u.a. als Synonym für Strategischen Konsum, Wertschätzung und Dankbarkeit."

Verrückt genug, wie aus der Gesamtheit der Konsumenten immer wieder Fraktionen herausdefiniert werden, die in ihren Eigenschaften und ihren Ansprüchen eine bespielbare Homogenität aufweisen.

Völlig normal hingegen, dass ich jeden Tag etwas dazulernen kann. 

Lücke

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Auch nach 23 Jahren tut es noch weh. Erstaunlich? Nein, eigentlich nicht. Wenn man etwas so Bedeutendes verliert, schließt sich die Lücke nie wieder.

Von Bussen

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Wenn man - wie ich - gelegentlich abends heim fährt, bleibt nicht verborgen, dass die Busse des öffentlichen Personennahverkehrs später am Tag eher schwach genutzt werden. Nicht, dass ich dies anhand leerer Busse oder gar leerer Bushaltestellen erkennen würde. Nein, ich stelle lediglich fest, dass sich die Buss auf ihrem Weg von einer Haltestelle zur Nächsten wie in Zeitlupe bewegen. "Bewegung" kann man das eigentlich nicht nennen, es wirkt eher wie eine Echtzeitdarstellung tektonischer Aktivität.

Die Gründe hierfür sind klar:

  1. Die Fahrtzeiten von A nach B sind definiert, unabhängig vom Straßenverkehr.
  2. Damit Haltestellen nicht zu früh angefahren, bzw. verlassen werden, bummeln die Busse dazwischen.
  3. Die Fahrer wollen sich ob meiner frühen Schulbus-Aktivitäten an mir rächen, denn meist hänge ich hinter einem dieser Busse in einer - für die späte Stunde - erstaunlich langen Fahrzeugkolonne fest.

Es ist schon kurios. Nicht, dass die Busse abends langsamer fahren, als sonst, sondern dass ich immer knapp hinter ihnen lande, nicht davor. Das liegt dann wohl doch eher an Punkt 3 meiner Auflistung. Und ich werde den Eindruck nicht los, dass ich dafür auf diesem Wege Busse, Verzeihung, "Buße" tue...

Fehlerhaftes Wochenende

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Wenn dann das Wochenende plötzlich rum ist, frage ich mich immer wieder, warum ich gerade dieses Wochenende nicht anders gestaltet habe. Denn irgendetwas kommt immer zu kurz: Entweder konnte ich nicht alles erledigen, was ich mir vorgenommen habe oder ich konnte mich nicht genügend entspannen.

Den Grund dafür habe ich jetzt endlich gefunden: Nicht ich bin das Problem, es ist das Wochenende. Es ist einfach zu kurz.

Reibungsloser Ablauf

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Schön ausgehen, sich einen Abend bei gutem Speis und Trank verwöhnen lassen - wem gefällt das nicht. Doch was sich für uns Gäste so romantisch und angenehm anfühlt, bedarf im gastronomischen Hintergrund akribischer Planung und präziser Ausführung.

Wir konnten uns davon überzeugen, als wir kürzlich einen Moment an der Theke eines vollbesetzen Speiselokals warten mussten. Was dort zwischen Küche, Theke und Service ablief erinnerte an die Kommandos, die zum Landen eines Flugzeuges auf einem Flugzeugträger benötigt werden: Schnell, deutlich und unmissverständlich kommunizierten die Mitarbeiter des Restaurants miteinander und stellten damit den reibungslosen Ablauf des Abends sicher.

Mir wurde klar, dass diese sorgfältige Genauigkeit grundlegende Ursache für mein Wohlbefinden sein musste. Und so genau scheint es zugehen zu müssen, damit es sich für und angenehm anfühlt.

Wenn man mal ausführlich darüber nachdenkt, ist das in vielen anderen Bereichen des Lebens genau so: Im Urlaub, im Beruf, in der Medizin und auch im Privatleben sollten wir uns um Klarheit und Berechenbarkeit sorgen. Sicher; wir müssen zwar nicht täglich Flugzeuge auf Flugzeugträgern landen, aber wir haben eine nicht minder wichtige Aufgabe: Den Umgang mit unseren Mitmenschen. Verhalten wir uns dabei ebenso akribisch sorgfältig, teilen wir uns ebenso klar und unmissverständlich mit, dann dürfen wir auch im Zwischenmenschlichen mit einem reibungslosen Ablauf rechnen.

Wettervorhersage

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Keineswegs war das Wetter heute so, wie es der Wetterbericht vorhergesagt hatte. Nicht nur, dass es - entgegen der Prognose - heftig regnete, es war auch nicht "tronnig und socken", wie der Nachrichtensprecher überaus ernst verkündete.

Dieser Versprecher hat dann zumindest dazu geführt, dass ich das eher miese Wetter heute nicht bemängeln konnte: Erstens war die Voraussage eher unbestimmt und zweitens konnte ich mich über den Versprecher im Laufe des Tages mehrfach amüsieren.

Fast so gut, wie gutes Wetter...
Ich bin sicher, Ihr kennt das: In dem Moment, in dem Ihr Euch in Euer Auto setzt ist das Wetter meist noch OK. Aber wenn Ihr dann an Eurem Ziel ankommt, beginnt es wie verrückt zu regnen oder zu schneien - je nach Jahreszeit.

Mein Verdacht ist dieser: Mit dem Start der Fahrt setzt sich ein geheimer Prozess in Gang, der die Wetterentwicklung in Abhängigkeit zur Entfernung bzw. Erreichung des Ziels beeinflusst und sicherstellt, dass es katastrophal umschlägt, sobald man ebendort ankommt. Es kann nur so sein.

Seit heute bin ich absolut sicher, dass es nur so sein kann, denn es passierte wieder genau wie immer: Es begann zu schütten und zu stürmen, als ich zu Hause ankommen hätte sollen. Allerdings hatte ich einen zunächst ungeplanten Zwischenstopp eingelegt und damit den Katastrophen-Zeitplan durcheinander gebracht: Daheim angekommen konnte ich trockenen Fußes das Auto verlassen.

Mein Tipp: Ausprobieren!

Warten auf den roten Punkt

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2012_01_04_Baugenehmigung.jpg.jpgMein Highlight heute hat einen roten Punkt: Die Baugenehmigung ist endlich da.

UnZufriedenheit

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Nein, heute habe ich bei weitem nicht das geschafft, was ich mir vorgenommen habe. Aber unzufrieden bin ich deshalb nicht. Nicht mehr.

Zu oft war meine Zufriedenheit durch das bestimmt, was ich an diesem Tag NICHT geschafft habe, anstatt darauf zu schauen, was ich geschafft habe. Und jeder, der sich in seinem Leben einmal etwas vorgenommen hat, weiß, dass man nicht immer alles wie geplant erledigen kann.

Also freue ich mich über die Dinge, die ich heute erledigen konnte - unabhängig davon, was ebenso gezwungenermaßen wie naturgemäß liegen geblieben ist.

So geht das auch...    

Bewusst erleben

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"Entspannung bewusst erleben." Das hatte ich kurz vor unserem Urlaub gehört. 'Bewusst erleben' - was das bedeuten sollte, das konnte ich mir nicht wirklich vorstellen.

Während einer unserer ausgedehnten Schneewanderungen fiel mir diese Aussage wieder ein und ich habe mich bemüht, das, was um mich herum passierte tatsächlich 'bewusst zu erleben', wahrzunehmen.

Es klingt ein wenig simpel, aber ich muss sagen - er funktioniert. Es funktioniert insoweit, dass die Situation, in der man sich befindet, intensiver wahrgenommen wird. Man konzentriert sich einfach auf Details, die einem sonst entgangen wären.

Ist diese Wahrnehmung nun Voraussetzung für 'Entspannung', geht der Plan auf. Aber auch ohne diese Konditionierung passt's: Dinge um einen herum bewusst zu bemerken, macht - sofern es sich um positive Dinge handelt - durchaus glücklich.

Und dazu muss man eigentlich gar nicht in den Urlaub fahren...

Auszeit vollendet

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2012_01_01_Sonnenuntergang Reit.jpgWenn ein Urlaub gut gefallen hat, und wenn sich der Urlaubsort so nett verabschiedet, dann ist eines klar: Wir werden wieder her kommen.

Nicht, dass wir nicht schon hier gewesen wären und nicht, dass wir nicht schon wieder her gekommen seien. Aber jetzt erst recht: Erst recht im Winter.

Eine kurze Auszeit dieser Art ist immer angeraten.

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