Neues in der Kategorie Kultur

Einmal rund herum?

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"Hallo zusammen" grüßte ich die beiden älteren Damen, die mir heute beim Laufen begegneten, "und vielen Dank!" dafür, dass sie mir den Weg frei machten. Freundlich lächelten sie mich an, als ich an ihnen vorbei lief.

Etwa 30 Minuten später traf ich auf dem Weg zurück erneut auf eine der beiden Spaziergängerinnen. Als sie mich erkannte strahlte sie mich an, hob ihren Schirm in die Höhe, zeichnete ein großes "O" in die Luft und rief mir zu "einmal rund herum?"

"Einmal rund herum" bestätigte ich und genoss diesen einzigartigen Moment.

Back Home

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Nach drei Wochen auf Reisen bin ich nun zurück zu Hause. Ich habe viele nette Menschen getroffen und viel erlebt. Was bleibt ist aber auch die Erkenntnis, wie angenehm das eigene Sofa daheim sein kann...

Back on the island

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2010_07_17_Fish and Chips.jpgMit britischer Stoigkeit und ebenso statisch wie verlässlich führen mich meine Reisen wenigstens einmal im Jahr auf die britische Insel. So auch jetzt wieder. Und jedesmal schwanke ich zwischen Freude und Langeweile.

Klar: Das Vereinigte Königreich hat viel zu bieten, Englands Landschaften der Grafschaft Windsor sind beschaulich und die Hotels in denen ich wohne meist älter als die Vereinigten Staaten von Amerika und pittoresk obendrein.

Andererseits hat alle das einen recht unattraktiven Muff und präsentiert die häufig unterschätzte Gelassenheit - will sagen Nachlässigkeit - der Briten.

Wie dem auch sei: Es handelt sich hierbei nicht um einen Urlaubstrip, den man bei Nichtgefallen beim Veranstalter reklamieren kann, sondern um eine geschäftlich motivierte Reise auf die Insel. Und wenn dann noch das Wetter ein wenig mitspielt (nicht der Regen ist hier zu dieser Jahreszeit das Problem, sondern häufig Rekord verdächtige Temperaturen) und es ab und zu Fish & Chips gibt, dann kann das auch ganz angenehm sein, hier auf der Insel...
Ein besonderer Tag geht zu Ende, wenn gleich ein wenig hektisch bzw. unter Zeitdruck. Aber die Dinge laufen zusammen und das ist gut so.

Wenn schließlich lang ersehnte Wünsche erfüllt werden, wenn lang gehegt Pläne aufgehen und sich lang verehrte Menschen die Ehre geben, dann darf man getrost von einem "besonderen Tag" sprechen.

Hektisch und unter Zeitdruck all' dies, weil ich morgen Früh bereits wieder auf Reisen sein werde und dadurch heute alles im Laufschritt abgewickelt werden musste. Sogar Herrn Mann und seiner Earth Band konnten wir nicht bis zum Ende lauschen...

Dennoch vermittelt dieser Tag das gute Gefühl, das ihn zu einem "besonderen Tag" macht.

Gespenstische Emsigkeit

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2010_07_04_Wash-City.jpgHeute ein Einblick in die finstere Existenz derer, die im Keller ihre geschätzten Dienste verrichten: Waschvollautomaten und Trockner. Ich wollte es selbst nicht recht glauben, aber sie tun es wirklich: Sie waschen und trocknen auch dann, wenn das Licht aus ist und sie sich unbeobachtet fühlen.

Versucht es selbst und findet es heraus, betretet aber den Raum leise und ohne das Licht einzuschalten, damit sie Euer Kommen nicht bemerken. Was Ihr dann seht ist die überaus einsame aber gleichsam gespenstische Emsigkeit Eures Wasch-Verlies'...

Badgeschichte

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2010_06_28_Wasserhahn.jpgRosengarten-Nenndorf liegt knapp südlich von Hamburg und das hiesige Hotel hat die exklusivsten Armaturen/Fliesen, die ich seit langem gesehenen habe. Ein Stück Tourismus- und Badgeschichte lebt hier bis zum heutigen Tage...

Du bess die Stadt

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Nein, es handelt sich nicht um einen Rechtschreibfehler, das ist Kölsch. Und um genau zu sein: Hierbei handelt es sich um den Titel des beliebtesten Songs der Bläck Fööss, der kölschen Kultband der letzten 3 Jahrzehnte. Das jedenfall meinen die Leser der Kölnischen Rundschau, die von ebendieser zur Wahl ihres Lieblingsliedes der Bläck Fööss aufgefordert wurden.

"Du bess die Stadt" ist eine Hommage an die Stadt Köln. Ein Song, der mir jedesmal unter die Haut geht und mich anrührt. Darum möchte ich Euch, die Köln kennen, insbesondere aber Euch, die Köln nicht kennen, den - zugegebenermaßen nicht leicht zu verstehenden - Text nicht vorenthalten. Mein Tipp: Mit Musik klingt es noch viel besser:

Du bess die Stadt, op die mer all he stonn,
Du häs et uns als Pänz schon aanjedon,
Du häss e herrlich Laache em Jeseech,
Du bess a Frau, die Rotz und Wasser kriesch.

Jrau ding Hoor un su bunt di Kleid,
Du häs Knies en der Bud,
Doch de Näjele rut,
Jrell jeschmink zn de Fott jet breit,
E Jlöck, dat der dat all jot steit.

Du bess die Stadt, op die mer all he stonn,
Du häs et uns als Pänz schon aanjedon,
Du häss e herrlich Laache em Jeseech,
Du bess a Frau, die Rotz und Wasser kriesch.

Frech wie Dreck, doch et Hätz es jot,
E klei bessje verdötsch, mit nix jet am Hot,
Jot jelaunt, dat et bal schon nerv,
all dat hammer vun dir jeerv.

Du bess die Stadt, op die mer all he stonn,
Du häs et uns als Pänz schon aanjedon,
Du häss e herrlich Laache em Jeseech,
Du bess a Frau, die Rotz und Wasser kriesch.

Du bess die Stadt am Rhing, däm jraue Strom.
Du bess verlieb en dinge staatse Dom,
Du bess en Jungfrau un en ahle Möhn,
Du bess uns Stadt un Du bess einfach schön.

Eine Liebeserklärung sondergleichen, die all denjenige nahe geht, die diese Stadt auf so unerklärliche Art und Weise schätzen und lieben.
2010_06_20_Eifelrennen.jpgAn diesem Wochenende fand wieder das Eifelrennen auf dem Nürburgring statt, eine tolle Veranstaltung für Motor-Nostalgiker.Und auch wir ließen uns das nicht entgehen.

Trotz widriger Bedingungen (Regen und ganze 8°C) war es wieder faszinierend die betagten Fahrzeuge bewundern zu können und sie zum Teil auch im Renneinsatz zu sehen.

Ich wiederhole mich wenn ich in Bezug auf diese Veranstaltung meine ernste Empfehlung ausspreche. Wie gesagt: Wenn der Vater mit dem Sohne...

Kein Kindergeburtstag

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2010_05_31_Fruehschoppen.jpgWieder einmal fand das hiesige Schützenfest mit dem "männermordenden Frühschoppen" einen seiner Höhepunkte; und auch in diesem Jahr war es wahrlich kein Kindergeburtstag. In äußerst geselliger Runde im Kielwasser des "Roten Salons" verlebten Huttie, Marco und all' die anderen einen ebenso fasznierenden wie auch kräftezehrenden Vormittag.

Erst das Königsvogelschießen am Nachmittag, dass wieder einmal einen würdigen König hervorbrachte, ließ uns Gelegenheit ein wenig durchzuschnaufen und uns auf den Abend vorzubereiten.

Und auch dieser hatte es in sich: Munter schwofend, tanzbeinschwingend verging die Zeit im Fluge; so schnell, dass wir es beinahe versäumt hätten einen weiteren jungen Mann in die schönste Kompanie unseres vaterstädtischen Vereins aufzunehmen. Aber wir haben ihn dann doch noch gekriegt, unseren Tobi, und freuen uns gemeinsam mit ihm auf das Schützenfest 2011. 
2010_05_31_Star Oslo.jpgAuch so kann Erfolg ausschauen... Dennoch: Welch ein Tag für die deutsche Musik.

Glückwünsche an Lena und Stefan. Was wieder einmal bleibt, hat dieses Mal viele "t's", "z's" und sogar zwei "ä's": Authentizität zählt.

Zünftige Taufe

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2010_05_29_Hutties Taufe.jpgIch freue mich außerordentlich heute verkünden zu können, dass mein ältester Freund Huttie - ich berichtete an dieser Stelle bereits gelegentlich - soeben in unseren altehrwürdigen, vaterstädtischen Schützenverein aufgenommen wurde.

Dass dies nur in Verbindung mit einer zünftigen Mützentaufe geschehen konnten versteht sich von selbst; die Bilder (durch Klick ins Bild zu vergrößern) sprechen für sich.

Huttie, herzlich willkommen!

Brauchtum at it's best

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Was ist es, das erwachsene Menschen in ihrem Auto die CD von den Toten Hosen gegen Marschmusik tauschen lässt? Wie erklärt es sich, dass sich alle Gespräche um ein einziges Thema spinnen, das aus den Köpfen nicht heraus zu bekommen ist? Was steht bevor, dass sonst gestresste Arbeitnehmer auch nach der Arbeitszeit noch zu Höchstleistungen im administrativen Bereich auflaufen? Was veranlasst diese Menschen sich selbst ungeheueren Termindruck aufzuerlegen und bis zu sechs Veranstaltungen an einem Tag zu planen und daran teilzunehmen?

Es ist die nahezu unbegreifliche, völlig unschuldige und kindliche Vorfreude auf das Schützenfest - Brauchtum at it's best.

Horrido.

Vaterstädtische Pflicht

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2010_05_15_Hutties Muetze.jpgEs ist meine vaterstädtisch geprägte Pflicht dafür Sorge zu tragen, dass ebensolchen Vereinen der Nachwuchs nicht ausgeht. Drum präsentiere ich hier stolz die Schützenmütze, die mein bester Freund künftig im hiesigen Schützenverein ebenso tragen soll.

Es gibt kein Zurück mehr, Huttie...
Heute hatte ich Gelegenheit mit einem Kenner der modernen Kunst zu sprechen. Dabei habe ich zwei völlig logische, mir absolut verständliche aber bis dato unbekannte Begriffe kennen gelernt:

- Drinnenkunst und
- Draußenkunst.
 
Bezeichnenderweise ist "Drinnenkunst" die Kunst, die "drinnen", also in Räumen gefällt und "Draußenkunst" ist witterungsfest uns saisonneutral im Freien steht.

Und gerade die Draußenkunst hat - so mein Gesprächspartner - ihre Reize: Abhängig von Jahreszeit, Licht und Schattenfall, bei einigen Skulpturen auch je nach Windintensität und -richtung, sehen die Kunstwerke immer wieder anders aus. Das - so mein Gesprächspartner - sei das Besondere an der "Draußenkunst": Nicht nur, dass die Exponate durch die Dreimensionalität eine weitere Dimension haben, sondern die Natur trägt ihren Teil zur Lebendigkeit bei. Nicht zuletzt dies rechtfertige den Preis einer Skulptur: Schließlich erhalte man viele Kunstwerke in einem.

Recht hat er. Und ich habe wieder etwas gelernt.

Großartig

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2010_05_07_The Manhattan Transfer.JPGDie aktuellen Fakten des Abends:

1.) "The Manhattan Transfer" live auf der Bühne zu sehen ist großartig.
2.) Die Kamera des iPhones ist es nicht.

Halle für alle

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2010_05_06_VW-Halle.JPGDie Volkswagen-Halle in Braunschweig bietet - je nach Anlass ca. 6.000 - 7.000 Gästen Platz. Im weiten Rund kommt auch abseits von sportlichen Begegnungen eine Stimmung auf, die - nomen es omen - stimuliert.

Eine Halle wie diese könnte ich mir auch in Gummersbach für den VfL vorstellen.

Um jedoch Projekte dieser Art zu realisieren braucht es in erster Linie Sponsoren, da weder die Kommunen noch die Vereine eine solche Last alleine stemmen können. Sportsponsoring steht - verglichen mit anderen Formen des Sponsorings - noch immer auf einem Spitzenplatz.

Das lässt hoffen - und nicht nur für den Sport...

Der Apple im Spiegel

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Noch einmal zu Apple. In der Ausgabe 17 des "Spiegel" vom 26.04.2010 findet sich unter dem Titel "Der Philosoph des 21. Jahrhunderts" ein bemerkenswerter Bericht über Apple und dessen Gründer Steve Jobs. Leider ist der Artikel online nicht verfügbar, daher ohne Link.

Bemerkenswert ist der Artikel in vielerlei Hinsicht. Hervor zu heben ist allerdings diese Geschichte: Warum sind Apple-Computer in der Werbebranche so beliebt? Da ich selbst Teil dieser Zunft bin, habe ich mich das oft selbst gefragt, ohne jedoch eine schlüssige Antwort zu erhalten. Seit heute bin ich schlauer. "Spiegel" lesen bildet eben doch ;-).

Es war 1984 als Apples "Macintosh" unmittelbar vor der Markteinführung stand. Drum buchte das Unternehmen einen der heiß begehrten weil überaus beachteten Werbeplätze während des Superbowl-Spiels zwei Tage vor der offiziellen Markteinführung.

Den Spot drehte der Hollywood Regiesseur Ridley Scott, der u.a. in "Blade Runner", "Thelma & Luise", "Black Rain" Regie führte. Der Spot basierte inhaltlich auf dem Endzeitroman "1984" von George Orwell. Experten sind bis heute der Meinung, dass es sich bei diesem Film um einen der besten Werbesprots aller Zeiten handelt.



Dieser Meinung waren offenbar auch viele Köpfe der Werbebranche, die durch diese frappierend einnehmende Wirkung des Spots zu "Apple-Jüngern" wurden - und bis heute sind.

Ich finde: Ein sehenswerter Spot, auch und insbesondere nach über 25 Jahren. Und Dank an den "Spiegel", dass er dieses für mich unerklärliche Verhältnis zwische Apple und uns Kreativen endgültig gelöst hat.

Guten Rutsch

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Guten Rutsch in den Mai. Ist das nicht fabelhaft: Endlich Mai. Und da darf ja auch nicht der traditionelle Tanz in den Mai fehlen. Aber was steckt eigentlich hinter diesem Brauchtum? Es hat mitnichten etwas mit dem Frühling zu tun.

Die Nacht vom 30.4. auf den 1.5. ist die Walpurigisnacht, benannt nach der heiligen Walburga, einer Äbtissin aus England (710-779), die seinerzeit am 1.5. heilig gesprochen wurde. Aus den Feierlichkeiten anlässlich ihrer Heiligsprechung haben sich die Mai-Feiern entwickelt.

Die Walpurgisnacht hat aber auch eine mythische Bedeutung: Als Mondfest findet sie in der Nacht des ersten Vollmondes zwischen der Frühjahrstagundnachtgleiche und der Sommersonnenwende statt. Traditionell gilt sie als die Nacht, in der angeblich die Hexen insbesondere auf dem Blocksberg (der Brocken im Harz), aber auch an anderen erhöhten Orten ein großes Fest abhalten.

Also aufgepasst, wer wen heute Nacht zum Tanz in den Mai auffordert... Guten Rutsch.

Erikativ

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Kaum jemand dürfte den "Erikativ" kennen. Nur wenige kennen den "Inflektiv". Aber wir alle kennen Worte wie "gähn", "grins" oder "bibber".

Erfunden wurden diese Begriffe von Erika Fuchs, die heute vor 5 Jahren im Alter von 99 Jahren starb. Sie hat dieses Kulturgut nicht unmotiviert geschaffen, sondern sie war Chefredakteurin im Ehapa-Verlag und übersetzte von Beginn an die Comic-Geschichten von Micky Maus.

Ich habe heute eher zufällig von Ihrem Todestag erfahren und verspürte post mortem eine gewisse Zuneigung zu einem Menschen, der mich über viele Jahre meiner Kindheit hinweg begleitet hat und nicht unwesentlich zu meiner Sprachbildung beigetragen hat.

Seufz...
2010_03_27_Osterhasen.jpgSie sind wieder da,
die Hasen der Hasen-Armada.
Hunderte derer,
mal leichter mal schwerer,
dicht gedrängt,
auf Tische gezwängt.

Dass Ostern so nah ist war mir gerade heute nicht bewusst. Erfreulich ist das: An Weihnachten werden wir ja bereits ab September auf das bevorstehende Ereignis vorbereitet. Ostern eine Woche vorher wahrzunehmen ist angenehm.

Marketers: Hier ist Verbesserungspotenzial...

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