Neues in der Kategorie Kurios

Lässiges Unmarketing

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Hier ein weiteres Beispiel für Unmarketing. Meine Mutter ist eine ehrenwerte ältere Dame von mittlerweile 84 Jahren. Sie lebt aufgrund ihrer fortschreitenden Demenz in einem Pflegeheim. An die Adresse dieses Pflegeheimes schickt auch die Versicherung meiner Mutter die jährlich üblichen Rechnungen. So auch heute.

Überraschenderweise erhielt meine Mutter gemeinsam mit den beiden heute eingetroffenen Rechnungen Angebote für KfZ-Versicherungen. Die Rechnungsbeileger zeigen junge, gut gelaunte Leute in einem Cabrio auf der Landstraße, vermutlich irgendwo in Spanien. "Mehr Sicherheit, mehr Schutz und vor allem - mehr Service" lautet die Headline des Werbeschreibens.

"Mehr Service" sollte wohl aber zunächst intern bei der Versicherung walten: Versicherten, die im Alter meiner Mutter sind und zudem noch in einem Pflegewohnheim wohnen, muss man nicht wirklich eine Autoversicherung anbieten.

Übrigens: Würde die Versicherung die Daten, die sie hat, vernünftig auswerten und nutzen, wäre das hier sicher nicht passiert. Ich nenne das einmal "lässiges Unmarketing".
Manchmal geschehen schier unglaubliche Sachen. So auch heute. Und dann gleich doppelt: Erstens: Es ist ungewöhnlich, dass ich bereits früh am Morgen das Blogthema für den Tag erkenne. Zweitens: Das Blogthema, das ich heute so unerwartet früh erkannte war ebenso ungewöhnlich wie der Zeitpunkt, zu dem ich es feststellte.

Da ich heute von England zurück nach Deutschland zur nächsten Messe reisen würde und ja auch rechtzeitig am Flughafen in London sein müsse, entschloss ich mich zeitig aufzustehen um mich dann - von einem geschätzten und zugleich bedauernswerten Kollegen - ebenso zeitig nach London bringen zu lassen. Im Klartext hieß dies: Wecker auf 4:45, 6 Uhr Abfahrt.

Also habe ich mein Handy (das sich ganz selbstverständlich und ganz sicher in der korrekten Zeitzone befand) entsprechend programmiert. Als mich nun das Handy um 4:45 weckt, zeigt meine neben dem Handy liegende Armbanduhr 3:45 an.

Durch diese variierenden Zeitangaben verunsichert bemühe ich mich klar zu denken: Die mechanisch angetriebene Armbanduhr kann bestenfalls stehen bleiben (aber sie lief) und kann selbstständig nicht ihre Einstellung änderen. Das elektronisch-undurchschaubare iPhone hingegen birgt ein gewisses Eigenleben in sich, das ich nicht zu durchschauen vermag. Vor allem, weil auch ich durch Bedienerfehler bedingt immer wieder zu vermeintlichen Störungen beitrage.

"Logisch" dachte ich und folgerte gleichsam Risiko bewusst wie auch bequem, dass ich noch eine Stunde schlafen könne. Was ich dann auch grübelnd tat.

Es bleibt wohl - wie so oft im richtigen Leben - ein ungelöstes digitales Mysterium...  

England anders

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2010_07_18_Warbrook_4_klein.jpgManchmal ist Sonntag ein "Freitag" und man hat die Gelegenheit ein wenig auszuspannen. Schön und vor allem anders als daheim ist, dass man außer einigen Kleinigkeiten - im Internet surfen, mit dem Handy spielen und spazieren gehen - nichts tun kann. Das ist dann eine Art Entspannung, wie man sie zu Hause nur wirklich selten genießen kann.

Und wenn es dann noch sonnig ist, kann man es selbst in England aushalten...

Licht und Schatten

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2010_07_14_Temperatur.jpgLicht und Schatten. Heute haben wir im Licht, d.h. in der Sonne knapp 50°C gemessen. In unserem Zelt waren es nur knapp 36°C. Man sagt, dass Licht und Schatten nah beieinander liegen. Stimmt und stimmt nicht: Rein numerisch stimmt es nicht, vom Empfinden her ist der gefühlte Unterschied eher quälend gering.

Übrigens: Dies waren nicht die Mittagstemperaturen...

Schuhkauf

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Kann ein Schuh-Kauf einen Mann glücklich machen? Ich sage "ja".

Warum? Ganz einfach:
  • Wenn "Mann" Schuhe kaufen muss, weiß er, dass er keine Schuhe finden wird.
  • Wenn "Mann" zu dem nicht weiß, welche Art Schuhe er kaufen muss, weil - sagen wir - die Nutzung unklar ist, macht das die Sache nicht einfacher.
Positiv allerding ist:
  • Wenn "Mann" weiß, dass sie schwarz sein müssen, scheiden schon einmal 2/3 der Schuhe im Geschäft aus.
  • Wenn "Mann" dann noch durch seine naive Ratlosigkeit ungebunden inspiriert über in das Suchschema passende Ringeltäubchen stolpert darf "Mann" getrost von der Quadratur des Kreises sprechen.
Ich freue mich heute daher über zwei paar passende, durchaus schwarze Schuhe. Und das ist gut so...

Gespenstische Emsigkeit

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2010_07_04_Wash-City.jpgHeute ein Einblick in die finstere Existenz derer, die im Keller ihre geschätzten Dienste verrichten: Waschvollautomaten und Trockner. Ich wollte es selbst nicht recht glauben, aber sie tun es wirklich: Sie waschen und trocknen auch dann, wenn das Licht aus ist und sie sich unbeobachtet fühlen.

Versucht es selbst und findet es heraus, betretet aber den Raum leise und ohne das Licht einzuschalten, damit sie Euer Kommen nicht bemerken. Was Ihr dann seht ist die überaus einsame aber gleichsam gespenstische Emsigkeit Eures Wasch-Verlies'...

Rollbrett oder doch 4:0?

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Eigentlich wollte ich heute - durch einen Post in Facebook motiviert - über mein Jahrzehnte altes (mindestens 35 Jahre alt), selbstgebautes Rollbrett (es gab damals ja nichts und wir hatten nichts und wir bezeichneten das, was wir uns bastelten, so wie es uns in den Sinn kam und überhaupt gab es damals noch gar keine Skateboards und deshalb nannten wir es kurz Rollbrett, denn das war es ja auch) schreiben. Aber dann kam das 4:0, das alles andere heute geschehene in den Hintergrund drängte.

Was für ein Spiel. Das war ja eine Dramaturgie wie zu Schumis besten Zeiten: Früh führend, überlegen nach Belieben und jederzeit Herr der Lage. Das, was dieses deutsche Team heute gezeigt hat lässt mich (nun endlich) vom Titel träumen. Sehr beeindruckend.

Das meint auch mein Kumpel Huttie, der mir simste, er sei nun Fan (was er vermutlich nie werden wollte). Und mein Freund Paul mailte aus England: "Germany on fire". 'Ja,' denke ich 'da hat er wohl recht' und über das Rollbrett werde ich dann ein andermal berichten...

Ehepaar bleiben müssen

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Endlich Post vom Amtsgericht: Ladung zum Scheidungstermin! Wie oft habe ich nach Einreichen der Scheidung vergeblich in den Briefkasten nach einer Nachricht vom Gericht  geschaut? Nicht weil ich die Scheidung herbei gesehnt habe, sondern weil wir - meine verehrte zukünftige Ex-Frau und ich - die ganze Angelegenheit endlich zu einem Ende bringen wollten.

Und dann gibt sich die Ironie des Schicksals die zweifelhafte Ehre: Am Ladungstermin bin ich durch eine Auslandreise verhindert und kann nicht zur Verhandlung erscheinen. Der nächste verfügbare Termin - so das Gericht - kann frühestens im September stattfinden, aber nur an einem der Dienstage.

So werden wir dann noch einen weiteren Hochzeitstag feiern können. Unfreiwillig. Und da ich im September bereits 2 von 4 Dienstagen auf Reisen bin, bin ich nicht sicher, ob wir dann nicht noch ein weiteres Jahr ein Ehepaar bleiben (müssen)...

Aufhalter

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2010_07_01_Aufhalter.jpg[Keine Grammatikfehler im folgenden Satz] Was ist das, wenn man einen der weltbesten Hufschmiede aufhalten darf? Etwas mit zwei "Ü": Verrücktes Glück...

"Dankbarbeit"

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Was für ein Tag. Oder besser: Was für eine Woche. Eigentlich ist in Bezug auf das was "was für ein Tag" oder "was für eine Woche" ausmacht, nichts von solcher Bedeutung, dass es wert wäre in einem Blog verarbeitet zu werden. Dennoch scheint die Summe all' dessen auszureichen, dass es einem Blog am Freitag genügt.

Zwar war die Woche überwiegend vereinnahmend, kräftezehrend und gewiss erschöpfend, aber sie barg genügend Abwechslung, dass sie nicht langatmig wurde.

Also denke ich, ich sollte dafür dankbar sein, Diese Dankbarkeit sollte ich dann vielleicht künftig als Dankbarbeit bezeichnen...

D-Day

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Gerade am "D-Day" darf so etwas nicht passieren: Auswärtstermin. Start für die Rückfahrt um 18 Uhr. Zweieinhalb Stunden reichen locker für die Rückfahrt, für die unter günstigen Umständen nur etwa 90 Minuten dauert.

Nach nur 20 km auf der Autobahn - 10 km Stau. Ich kann gerade noch die Autobahn verlassen und stehe im Stau. Am Navi erkenne ich, wie mir die Zeit verrennt: Die Ankunftszeit verschiebt sich von Minute zu Minute: 19:50, 20:00, 20:30, bis sie schließlich bei 20:50 steht, als ich wieder auf die längst freie Autobahn zurückkehre.

Was dann passiert ist skuril: Mit jedem Kilometer, den ich fahre werden die Straßen leerer. Nicht der Verkehr hält mich nun auf, sondern gefühlt willkürlich gesetzte Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Auf einem Verbindungsstück zwischen zwei Autobahnen komme ich durch einen Ort. Mittlerweile ist es 20:35. Selten hatte die Formulierung "die Straßen sind wie leer gefegt" ein so griffiges Gesicht: Keine Menschenseele weit und breit, außer mir. 

2010_06_23_Overath.jpgDas Spiel läuft etwa 20 Minuten, als ich zu Hause ankomme. Noch mal gut gegangen, denke ich. Aber am "D-Day" darf so etwas eigentlich nicht passieren...

3 Computer und ein iPhone

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Was ist das bloß für eine Welt, in der ich um diese Zeit - etwa gegen 20 Uhr - vor drei Monitoren sitze um ein PDF auszudrucken, das ich per Mail zugeschickt bekommen habe?

Nun, die Situation ist leicht erklärt, aber nicht so einfach nachzuvollziehen:

An Computer "1" suche ich das PDF, das ich wie gesagt geschickt bekommen habe. Aber es ist nicht mehr im Posteingang meines eMail-Accounts: Ich muss es am Freitag, als ich es erhielt, lokal auf dem Laptop (der Computer "2", auch in meiner unmittelbaren Umgebung) gespeichert haben, weil es vertrauliche Inhalte enthielt.

Also starte ich das Laptop (Computer 2), um die fehlende Datei per eMail an mich selbst zu senden und sie dann von Computer 1 zu drucken. Was Ihr nicht wissen könnt: Computer 2 hat noch keinen Druckertreiber. Aber den zu installieren - dachte ich - dauert zu lange.

Auf Comuter 2 will aber der eMail-Account nicht richtig starten, weil ich ja auf Computer 1 bereits angemeldet bin. Auch das Schließen des eMail-Programms auf Computer 1 bringt nichts: Das Programm ist eingeschnappt, im reinen Wortsinn.

Mit dem Stick hole ich mir letztlich die Datei und drucke sie aus. Wie unspektakulär. Dabei sieht es um mich herum aus wie im NASA-Kontrollzentrum.

Computer 3 übrigens steht ganz rechts außen und liefert mir zu meiner Erbauung und Erhaltung meiner Restarbeitswut Musik. Das Tolle ist: Ich kann Computer 3 mit meinem iPhone fernsteuern, was allerdings gerade jetzt wenig Sinn macht, denn ich sitze ja unmittelbar davor.

Die Musik übrigens dröhnt im Wohnzimmer und nicht im Arbeitszimmer (temporäres NASA-Kontrollzentrum), ein faux-pas, an dem ich noch arbeiten muss...

Vuvuzela - die zweite

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Mit Erstaunen stellte ich heute dreierlei fest:

  1. Europäische Vuvzelas bestehen aus drei Teilen. 
  2. Europäische Vuvuzelas verfügen über einen Schalldämpfer und sind daher 13 dB leiser als ihre afrikanischen Verwandten.
  3. Europäische Vuvuzelas werden exklusiv in meiner Heimatstadt hergestellt.
Seit ich diese Erkenntnisse habe schaut die Welt für mich anders aus:

  1. Vuvuzelas - zumindest die Originale - sind weitaus gefährllicher als ich angenommen habe. Gut, dass die hier vertriebenen nicht als Schlagstock mißbraucht werden können.
  2. 13 dB leiser ist sehr viel. Dennoch sind sie mit 132 dB immer noch wesentlich lauter als als ein startender Düsenjet (ca. 120 dB).
  3. Man wird aufgrund dieser Sachlage meine Heimatstadt über kurz oder lang mit einem Embargo belegen und die Verantwortlichen (wer immer das sein mag) vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ins schöne Straßbourg zerren.
Na denn...

Vuvuzela

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"Vuvuzela" ist das Wort der Stunde und es ist in aller Munde. Der Stern nennt sie "Terror-Tröte" und beklagt, dass "das Tröten kein Ende nimmt" und trotz "der harschen Kritik der Fußballfans an den Vuvuzelas" die Fifa nicht an ein Verbot des Lärmgeräts bei der WM denke.

Ich finde diesen Ansatz der Kritik, der sich zudem aus vielen Leserbriefen und Stammtischdiskussionen heraus lesen lässt, durchaus interessant. Leider verkennen die Kritiker, dass es sich bei den Vuvuzela-Konzerten um ein typisch afrikanisches Brauchtum handelt und dies zu verbieten ist ignorant und dumm.

Aber gut. Lassen wir es dabei. Wenn demnächst "Fußballfans" zum Nordpol reisen, sollte man frühzeitig Sorge dafür tragen, dass es dort nicht zu kalt ist, es nicht schneit und das Eis  großflächig entfernt wurde. Nur damit wir nicht auf's Ungewohnte kommen...
Ein Sonnenuntergang ist immer wieder etwas Faszinierendes, insbesondere dann, wenn man gerade aus dem Büro kommt und die letzten Sonnenstrahlen des Tages die Haut streicheln. Es gilt allerdings zu bedenken, dass die Sonne im späten Mai ebenso spät untergeht...

Also ging diesem Genuss wieder einmal ein typischer "letzter Arbeitstag" voraus. Jedes mal auf's Neue ist der Verlauf dieses prominenten Arbeitstages gleichermaßen faszinierend: Obwohl seit Wochen bekannt und bestens darauf vorbereitet werden die letzten Stunden für jeden von uns zum Abenteuer.

Aber irgendwie und irgendwann wird dann doch fertig, was fertig werden musste und man kann beruhigt und im Wissen alles erledigt und vor allem alles gegeben zu haben in den dann wohlverdienten Urlaub gehen.

Und da werden wir uns wohl wieder sehen, die Sonne und ich...

Vatertagswanderung

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2010_05_13_Eimer.jpgAuf meiner obligatorischen Vatertagswanderung habe ich heute leider nicht viele Bilder machen können, da nach der dritten Aufnahme - auch für mich völlig überraschend - der Akku der Kamera leer war.

Diese Aufnahme gelang mit unmittelbar vor dem elektrischen Exodus. Und ich finde, sie war es wert, die letzte zu sein...

Akademische Viertelstunde

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"Verschiedenes" auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung eines e.V. birgt immer Überraschungen. Insbesondere, weil es zu diesem Tagesordnungspunkt häufig Wortmeldungen gibt, die bisweilen skuril daher kommen. Die Skurilität an sich ist oft auch dadurch begünstigt, dass "Verschiedenes" meist als letztes Thema auf einer nicht selten langen Liste steht und die Versammlungsteilnehmer zur Bewältigung eben dieser das eine oder andere Bier unterstützend genossen haben.

Auch gestern gab es bei der Versammlung des hiesigen Schützenvereines - und wir sprechen hierbei um einen alterwürdigen, großen und mit Menschen von Rang und Namen besetzten Verein - erwähnenswerte Wortmeldungen.

In einer davon beklagte sich ein Vereinsmitglied darüber, dass der geschäftsführende Vorstand zur Jahreshauptversammlung für 20 Uhr eingeladen habe, die Veranstaltung aber erst um 20:13 Uhr begann. Die Zeiten hatte der gute Tropf fein säuberlich auf seinem Bierdeckel notiert. Der Versammlungsvorsitzende ließ es sich nicht nehmen auf diese Beschwerde zu antworten und begründete die Verspätung mit der "akademischen Viertelstunde", die eine Veranstaltung dieser Art durchaus später beginnen dürfe: "Ceteris Paribus" rief er dem Vereinskollegen zu und hatte damit in diesem Fall den Nagel auf den Kopf getroffen: Irgendwie waren die beiden sich dann doch gleich...
Heute hatte ich Gelegenheit mit einem Kenner der modernen Kunst zu sprechen. Dabei habe ich zwei völlig logische, mir absolut verständliche aber bis dato unbekannte Begriffe kennen gelernt:

- Drinnenkunst und
- Draußenkunst.
 
Bezeichnenderweise ist "Drinnenkunst" die Kunst, die "drinnen", also in Räumen gefällt und "Draußenkunst" ist witterungsfest uns saisonneutral im Freien steht.

Und gerade die Draußenkunst hat - so mein Gesprächspartner - ihre Reize: Abhängig von Jahreszeit, Licht und Schattenfall, bei einigen Skulpturen auch je nach Windintensität und -richtung, sehen die Kunstwerke immer wieder anders aus. Das - so mein Gesprächspartner - sei das Besondere an der "Draußenkunst": Nicht nur, dass die Exponate durch die Dreimensionalität eine weitere Dimension haben, sondern die Natur trägt ihren Teil zur Lebendigkeit bei. Nicht zuletzt dies rechtfertige den Preis einer Skulptur: Schließlich erhalte man viele Kunstwerke in einem.

Recht hat er. Und ich habe wieder etwas gelernt.
Zwei Fakten für heute:

1.) Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten erlebten mehr Menschen denn je ein Eishockey-Spiel.
2.) Die Nationalmannschaft des Landes der unbegrenzten Möglichkeiten schlug den vermeintlich unschlagbaren Gegner aus dem ehemaligen Land der unbrenzten Möglichkeiten.

Zwei ergänzende Gedanken dazu:

1.) Sicher kann eine Sportdisziplin allein nicht für einen kulturhistorischen Wandel dieser Ausprägung verantwortlich gemacht werden. Heute aber ausnahmsweise schon.
2.) Es sollte uns bewußt sein/werden, dass wir dennoch und ohne jeden Zweifel im Land der unbegrenzten Möglichkeiten leben.

Ist so.

Womöglich unmöglich?

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Ich hätte es nicht für möglich gehalten. Wirklich nicht. Dazu haben wir alle zu viel Zeit zwischen den Fronten des "Kalten Krieges" verbracht. Aber Barack Obama hat mich - und vermutlich einen profunden Teil des Restes der Welt - mit pazifistischer Offenheit überrascht, als seine Außenministerin Mon Cherie Hillary heute konkrete Zahlen zu den im Besitz der USA befindlichen nuklearen Sprengköpfe veröffentlichte.

Für die verträumten Nostalgiker unter Euch sei dieses Dokument ein Muss, dass Ihr auf Eure Festplatte bannen solltet, damit Ihr es in 20 Jahren interessierten Unwissenden zeigen könnt. Sie würden es ansonsten womöglich für unmöglich halten...

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