Ich ärgere mich mächtig. "50" steht in schlanken weißen Ziffern auf die Straße gemalt. "80" zeigt der Tacho in meinem Auto an, als der rot leuchtende Blitz mich aus meinen Gedanken reißt. Geblitzt!
'30 km/h zu viel' schießt es mir durch den Kopf? Innerorts? Wie war das noch mit dem Bußgeldkatalog? Warum kann ich mir solche Sachen nicht merken? Muss ich nicht, so was kann mir doch NICHT passieren.
Klartext:
26 - 30 km/h außerorts = 80 € Bußgeld und 3 Punkte
26 - 30 km/h innerorts = 100 € Bußgeld und 3 Punkte
31 - 40 km/h außerorts = 120 € Bußgeld und 3 Punkte und 1 Monat Fahrverbot auf Bewährung
31 - 40 km/h innerorts = 160 € Bußgeld und 3 Punkte und 1 Monat Fahrverbot
Ob "innerorts" oder "außerorts" beschäftigt mich, bis ich auf der Rückfahrt erkenne, dass dort nicht 50 sondern 60 km/h erlaubt sind.
Das heißt:
16 - 20 km/h innerorts = 35 € Bußgeld
16 - 20 km/h außerorts = 30 € Bußgeld
Ohne Punkte sieht das doch schon ganz anders aus. Und doch bleibt der überraschend fade Beigeschmack, dass mir so etwas DOCH passieren kann. Schneller als ich dachte...
Vielen Dnak und Grüße...
Mist. Wie oft habe ich das jetzt schon falsch geschrieben? Ich schätze bei jeder zweiten Mail unterläuft mir dieser Fehler. Und das nervt. Ich kann mir auch erklären, warum mir das immer wieder passiert. Das passiert immer dann, wenn es schnell gehen muss - und das muss es leider sehr häufig.
Um dem ein Ende zu setzen, habe ich mir selbst auferlegt, 50 x ganz ruhig und möglichst fehlerlos den Satz "Vielen Dank und Grüße" aufzuschreiben - quasi als Strafarbeit. Na denn:
Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dank und Grüße. Vielen Dnak und Grüße.
NEIIIIIN.....!!!!!
'So, fertig' denke ich, als ich den letzten Textabsatz des komplexen Aufsatzes in den Fragebogen kopiere. Fast 2 Tage habe ich an der Umstrukturierung des Artikels gearbeitet und - ehrlich - ich bin wirklich erleichtert, dass ich dieses Monster endlich säuberlich tranchiert zu den Akten legen kann.
Als ich dann das Formular ins Netz laden will, stelle ich fest, dass ich die falsche Vorlage benutzt habe. Eine folgenschwere Verwechslung.
'Zurück auf "Los"', denke ich und bin froh, dass mir dies in meiner Freitagslangmut passiert...
Es gibt Dinge, die man nicht tun sollte. Aber man tut sie trotzdem. Keine Ahnung warum.
Einen Schluck Milch zum Test aus einer lange geöffneten Packung nehmen, zu seinem Chef gehen, wenn er nicht gerufen hat oder dem Security-Mitarbeiter beim Einchecken zum Flieger zwinkend zuzuraunen "gut versteckt, nicht wahr?"
Manchmal tut man es, weil man es nicht besser wusste. Das ist an sich kein Problem, weil man es nicht verhindern konnte.
Manchmal tut man es, weil man nachlässig ist, es hätte wissen können, aber gerade nicht wirklich darüber nachgedacht hat. Das ist schon eher ein Problem, weil die sicher entstehende Pleite vermeidbar gewesen wäre.
Manchmal tut man es, obwohl man weiß, dass man es nicht tun sollte. Das ist auf jeden Fall ein böses Problem, weil das Chaos totsicher eintreten wird, und vor allem, weil man das vorher genau wusste.
Heute habe ich mir eine einzige SMS verkniffen und damit möglicherweise ernste Probleme vermieden. Weil ich es besser wusste, weil ich nachgedacht habe und weil ich wusste, dass es schief gehen könnte.
Gut, ne? Ich bin stolz auf mich.
Und als die Woche dann zum Ende kam, da kam sie mir vor wie eine Fahrt in einer langen Wasserrutsche.
Montag. Schon kurz nach dem Start ging es rasant voran. Dienstag. In ihren Kurven und Wendungen nahm die Fahrt an Dynamik zu. Mittwoch. Immer schneller fliegen die Meter daher. Donnerstag. Mit hoher Geschwindigkeit nähert sich schon das Finale des Rennens. Freitag. Im rasanten Zielschuss geht es dem Ende zu. Die Rutsche spuckt mich ins...
...Wochenende.
Und obwohl es tatsächlich eine ganz Woche war, kommt sie mir doch nur vor wie eine Rutschfahrt.
Wir alle - und da mache ich ausnahmsweise mal keine Ausnahme - tun immer wieder Dinge, von denen wir im Vorhinein wissen, dass sie nicht funktionieren. Z.B. Hausschuhe in einem unbeleuchteten Schrank suchen, den Kugelschreiber auch nach einem duzend vergeblicher Versuche trotzdem noch einmal ausprobieren, eine Schraube mit dem Daumennagel lösen oder einen Brief aus dem Briefkasten fischen ohne den Kasten aufzuschließen.
Auch wenn wir in diesen Fällen vielleicht nicht immer - und vor allem nicht unmittelbar - von der Sinnlosigkeit des Unterfangens überzeugt sind, meist sind wir es nach wenigen Momenten. Und doch geben wir dann nicht auf und versuchen weiter das Unmögliche möglich zu machen.
Warum eigentlich?
Wenn dann das Wochenende plötzlich rum ist, frage ich mich immer wieder, warum ich gerade dieses Wochenende nicht anders gestaltet habe. Denn irgendetwas kommt immer zu kurz: Entweder konnte ich nicht alles erledigen, was ich mir vorgenommen habe oder ich konnte mich nicht genügend entspannen.
Den Grund dafür habe ich jetzt endlich gefunden: Nicht ich bin das Problem, es ist das Wochenende. Es ist einfach zu kurz.
Keineswegs war das Wetter heute so, wie es der Wetterbericht vorhergesagt hatte. Nicht nur, dass es - entgegen der Prognose - heftig regnete, es war auch nicht "tronnig und socken", wie der Nachrichtensprecher überaus ernst verkündete.
Dieser Versprecher hat dann zumindest dazu geführt, dass ich das eher miese Wetter heute nicht bemängeln konnte: Erstens war die Voraussage eher unbestimmt und zweitens konnte ich mich über den Versprecher im Laufe des Tages mehrfach amüsieren.
Fast so gut, wie gutes Wetter...
Ich bin sicher, Ihr kennt das: In dem Moment, in dem Ihr Euch in Euer Auto setzt ist das Wetter meist noch OK. Aber wenn Ihr dann an Eurem Ziel ankommt, beginnt es wie verrückt zu regnen oder zu schneien - je nach Jahreszeit.
Mein Verdacht ist dieser: Mit dem Start der Fahrt setzt sich ein geheimer Prozess in Gang, der die Wetterentwicklung in Abhängigkeit zur Entfernung bzw. Erreichung des Ziels beeinflusst und sicherstellt, dass es katastrophal umschlägt, sobald man ebendort ankommt. Es kann nur so sein.
Seit heute bin ich absolut sicher, dass es nur so sein kann, denn es passierte wieder genau wie immer: Es begann zu schütten und zu stürmen, als ich zu Hause ankommen hätte sollen. Allerdings hatte ich einen zunächst ungeplanten Zwischenstopp eingelegt und damit den Katastrophen-Zeitplan durcheinander gebracht: Daheim angekommen konnte ich trockenen Fußes das Auto verlassen.
Mein Tipp: Ausprobieren!
Wenn man behaupten mag, dass die Zeit an sich fliegt und die Wochen und Monate nur so dahin schießen, was passiert dann an Tagen wie heute, die so schnell vergehen, dass man abends den Eindruck hat, sie hätten gar nicht stattgefunden?
Natürlich unterliegen wir alle, die wir danach streben, "fertig zu werden", einmal mehr dem unausweichlichen Schicksal, dass diese Option so kurz vor Weihnachten ja gar nicht gegeben ist.
Doch halt: Fragen wir uns dennoch, ob wir es vielleicht nicht doch vollbringen konnten, werden wir anerkennen müssen: 'Ja, fertig bin ich dann doch...!"
Mission (vorweihnachtlich) erfüllt. Bis auf weiteres...
Habe ich gestern noch über das Wetter geschrieben und großspurig berichtet, dass mich die aktuellen Kapriolen überhaupt nicht interessieren? Weit gefehlt. Nach mehreren Tagen "waagerechten" Wetters dank des Sturmtiefes und dem heute hinzugekommenen Schnee-Wasser-Gemisch, nervt es auch mich!
Und da ist er dann auch schon wieder, der "ich-muss-morgens-im-Schnee-zur-Arbeit-und-dafür-muss-ich-erst-das-Auto-aus-dem-Schnee-buddeln-und-dann-bleibe-ich-am-ersten-besten-Berg-wieder-im-Stau-stecken-weil-ein-holländischer-LKW-mit-abgefahrenen-Sommerreifen-quersteht-Blues".
Genau so hat es sich heute zugetragen und es hat mir sofort umd komplett gereicht. Morgen jedoch wird alles anders. Sicher, es kann schneien und - sofern die Holländer noch in der Nähe sind - werden sie womöglich wieder querstehen. Nur interessieren wird mich das nicht, denn morgen ist Samstag!
Schönes Wochenende!
Kennt Ihr das? Während der PC hochfährt kann man die Jacke weghängen. Nach der Anmeldung im System kann man das Laptop aus der Tasche nehmen und anschließen.
So weit - so gut.
Aber kann man - später - auch nach dem Word-Befehl "Datei - Neu" einen Schluck aus dem Wasserglas nehmen?
Nein. Dafür reicht die Zeit nicht. Aber sollte sie nicht eigentlich reichen?
Ich habe festgestellt, dass wir uns immer wieder von äußeren Einflüssen steuern lassen und in genau diesen Fällen, wenn der PC anzeigt, dass er fertig ist, das Glas eher wegstellen, als unserem Vorhaben zu folgen und einen Schluck zu trinken.
Nicht gut. Und das ist nur ein einziges Beispiel für Ablenkung im Alltag.
Ach, das passiert Euch nicht? Vielleicht habt Ihr das nur noch nicht bemerkt...?
Wie schnell man sich an neue Dinge gewöhnen kann fällt mir immer wieder dann auf, wenn sich in meinen Texten statt eines "Ü"s lauter "UUUUUUUUUUUUUUUUUU"s erscheinen.
Apple lässt gruuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuußen...
Wieder ein Abend auf der Tartanbahn. Nicht nur im Schneetreiben ein wahres Vergnügen, sondern auch weil einem der D-Jugendlichen Fußballer ein so herrliches Missgeschick unterlief, dass ich beinahe vor Lachen nicht hätte weiterlaufen können.
Der kleine Kicker hatte die Laufbahn gekreuzt, um seinen Ball aus den Büschen zu holen. Auf seinem Weg zurück zum Fußballplatz wollte er den Ball - so wie es die großen Torwarte machen - vor sich auf den Boden ticken lassen, um ihn dann wieder zu fangen und kilometerweit abzuschlagen.
Zu seiner - und insbesondere meiner - Überraschung traf der Ball jedoch nicht die Tartanbahn, sondern die schmale Rinne unmittelbar daneben, was dazu führte, dass der Ball wie von einem unsichtbaren Magneten gehalten am Boden liegen blieb und statt dessen eine wuchtige Welle des Wassers aus dem Kanal sich gleichmäßig in alle Richtungen ergoss; unter anderem über Schuhe und Hose des verdutzten Nachwuchs-Podolskis. Witziger als dieses Malheur war indes der ungläubige Blick des Knirpses.
Ich hingegen war mir sicher: Es lohnt sich immer wieder ein paar Runden auf der Laufbahn zu drehen. Wer weiß, was ich bei meinem nächsten Besuch erleben werde...?
Beim Zähneputzen heute morgen konnte ich mir beim besten Willen keinen Reim darauf machen, welcher Wochentag heute genau ist. Klingt verrückt, war aber exakt so. Zugegeben, ich wusste es ungefähr. Es hätte Mittwoch oder Donnerstag sein können, was die Auswahl deutlich einschränkte. Dennoch fand ich es nicht zufriedenstellend, dass ich mich immer noch zwischen zwei Tagen entscheiden sollte.
Auch die Rekonstruktion der letzten Tage gelang nur so lückenhaft, dass sich daraus nicht sicher ableiten ließ, ob es noch einer oder doch noch zwei Tage bis zum Wochenende dauern würde. Nicht dass ich das Wochenende herbei sehnte, aber es schien mir doch der Dreh- und Angelpunkt für die nähere Zukunft zu sein.
Klar dass ich wenige Minuten später klären konnte, dass heute bereits Donnerstag war, was mich dann auch ein Stück weit beruhigte; und doch blieb eine gewisse Unzufriedenheit mit der drastisch empfundenen Hilflosigkeit.
Dass es nicht immer richtig ist, alles sofort zu erledigen, habe ich heute gelernt.
Die Schermaschine, mit der meine bessere Häflte das Fell ihrer Pferde kürzt, stand vor wenigen Tagen - für mich überraschend - in unserer Wohnung. Defekt. Also habe ich sie mir angesehen, den Fehler gefunden und repariert. Am Tag darauf war sie dann wieder im Stall an ihrem angestammten Platz.
Hätte ich sie nur ein paar Tage länger stehen gelassen und die Reparatur aufgeschoben, wäre sie jetzt nicht Bestandteil des letzte Nacht beim Einbruch in den Stall erbeuteten Diebesgutes.
Merke: Eile - bisweilen - mit Weile...
Erneut ist es mir gelungen, etwas vollkommen sinnloses in meinem Leben zu finden und ich hoffe, dass ich es in der Zukunft abstellen kann.
Letzte Nacht wurde ich wach und habe auf die Uhr geschaut.
Beides ist sinnlos: "Aufwachen" und "auf die Uhr schauen". Gegen das "Aufwachen" kann ich wenig unternehmen, wohl aber gegen das "auf die Uhr schauen", denn es macht überhaupt keinen Sinn zu wissen, wann man aufgewacht ist; vor allem, wenn der Wecker ohnehin gestellt ist.
Ich mache es nichts desto trotz seit Jahren so und habe mich nie gefragt warum. Gut: Ist es noch früh in der Nacht kann man sich beruhigt umdrehen und weiter schlafen. Ist es aber schon fast Zeit zum Aufstehen ärgert man sich womöglich darüber, dass die Nacht schon fast zu Ende ist und man findet keine Ruhe mehr.
Meine Devise für die Zukunft ist:
1. Versuche erst gar nicht wach zu werden!
2. Wirst Du wach - scher' Dich nicht um den Zeitpunkt - ist eh' egal.
Zum Nachmachen empfohlen! Gute Nacht!
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