Neues in der Kategorie Sport

Fesselnde Welle

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Ich bin noch ganz beeindruckt. Und wäre es eigentlich gar nicht gewesen. Heute jedenfalls nicht.

Im Büro wäre heute eigentlich eine Extraschicht fällig gewesen: Zu viel ist in den letzten Tagen aufgelaufen und zum Teil auch liegen geblieben.

Die Vorsätze waren gut; bis sich einer meiner Kollegen eilig verabschiedete und fragte, warum ich denn noch da sei und ob ich nicht auch das Spiel unserer Handball-Nationalmannschaft im Fernsehen verfolgen wolle. Das Spiel hatte ich völlig vergessen. 'Nein' sagte ich, und dass ich wirklich noch einiges zu erledigen habe.

Nur wenig später forderte mich ein weiterer Kollege auf heim zu gehen und der Mannschaft die Daumen zu halten. Es sei schließlich eines der entscheidenden Spiele.

Daraufhin entschloss ich mich es meinen Kollegen gleich zu tun, fuhr eilig nach Hause und stieg bei Spielminute 5 in das Geschehen ein. Was ich dann in den nächsten 90 Minuten erlebte, war an fesselnder Spannung kaum zu überbieten und endete mit einem knappen, aber verdienten Sieg der Deutschen.

Ich bin davon noch ganz beeindruckt, wie eingangs schon angemerkt. In meinem von viel Sachlichkeit geprägten Arbeitstag war diese emotionale Welle genau das, was mir heute einen guten Ausgleich gegeben hat. Und das ist gut so.

Aufrichtig

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Geführt, gekämpft und dann doch verloren. Und doch war es die schönste Niederlage unseres Handballteams in dieser Saison.

Dass ich eine solche Aussage mal machen würde, hätte ich nicht gedacht. Aber nach den vielen mutlos verlorenen Spielen gab diese Niederlage heute Zeugnis von Willen und Durchsetzungskraft - auch wenn am Schluss 3 Tore zum Punkt gefehlt haben. Immerhin ging es heute gegen den noch verlustpunktfreien Tabellenführer.

Nicht mit Anstand verloren, sondern ebenbürtig gespielt und dann zum Schluss knapp dahinter geblieben. Und dabei vor mehr als 8.000 Zuschauern noch Werbung für die eigene Sache gemacht.

An solch' einer Niederlage kann sich das Team aufrichten.

Vom Fan-sein

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Wenn man Fan einer Sport-Mannschaft ist und diese Sport-Mannschaft so schlecht spielt, dass man am liebsten noch vor Halbzeitpfiff nach Hause gehen möchte und man sich von den Spielern beinahe verkohlt vorkommt und man enttäuscht ist und man den Besuch des Spieles als vergeudete Zeit ansieht und man sich schließlich fragt, warum man sich das alles überhaupt antut - darf man dann mal einen Moment nicht mehr Fan sein...?

Ballheur

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Wieder ein Abend auf der Tartanbahn. Nicht nur im Schneetreiben ein wahres Vergnügen, sondern auch weil einem der D-Jugendlichen Fußballer ein so herrliches Missgeschick unterlief, dass ich beinahe vor Lachen nicht hätte weiterlaufen können.

Der kleine Kicker hatte die Laufbahn gekreuzt, um seinen Ball aus den Büschen zu holen. Auf seinem Weg zurück zum Fußballplatz wollte er den Ball - so wie es die großen Torwarte machen - vor sich auf den Boden ticken lassen, um ihn dann wieder zu fangen und kilometerweit abzuschlagen.

Zu seiner - und insbesondere meiner - Überraschung traf der Ball jedoch nicht die Tartanbahn, sondern die schmale Rinne unmittelbar daneben, was dazu führte, dass der Ball wie von einem unsichtbaren Magneten gehalten am Boden liegen blieb und statt dessen eine wuchtige Welle des Wassers aus dem Kanal sich gleichmäßig in alle Richtungen ergoss; unter anderem über Schuhe und Hose des verdutzten Nachwuchs-Podolskis. Witziger als dieses Malheur war indes der ungläubige Blick des Knirpses.

Ich hingegen war mir sicher: Es lohnt sich immer wieder ein paar Runden auf der Laufbahn zu drehen. Wer weiß, was ich bei meinem nächsten Besuch erleben werde...?

Aufmerksamkeit

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Nach einem Tag voller geistigem Input in einem Besprechungsraum suche ich am Abend Gelegenheit für körperlichen Workout unter freiem Himmel. Gar nicht so einfach in dieser Jahreszeit, denn um 16:30 Uhr ist es bereits so dunkel, dass entspanntes Laufen in der Natur unmöglich ist.

Bleibt wieder einmal nur die Tartan-Bahn im heimischen Stadion, wo Abends die Fußballer unter Flutlicht trainieren. Hier finde ich optimale Bedingungen für dynamischen Ausgleich. Beinahe: Wäre da nicht die latente Gefahr, von einem verirrten Fußball getroffen zu werden.

Das Schusstraining der Kicker stets im Auge drehe ich also meine Runden, immer im Zwiespalt darüber, ob diese Art der Ablenkung von monotonen links herum Laufen Fluch oder Segen ist?
Schließlich finde ich Ruhe darin, es - wie so oft im Leben - als gegeben hinzunehmen. Diese Art von Aufmerksamkeit ist dann doch so wohltuend anders, als die des vorangegangenen Tages.
Wenn eine Mannschaft ein Spiel gewinnt, weil ein Spieler überragend agiert, während die anderen unterdurchschnittlich spielen, darf man dann noch von Mannschaftssport und von einem gemeinsam errungenen Sieg sprechen?

Da es für ein dieser Art gewonnenes Spiel die volle Punktzahl gibt, ist davon auszugehen, dass es sich tatsächlich immer noch um Mannschaftssport und ein mannschaftlich herausgespieltes Ergebnis handelt.

Folgerichtig darf auch innerhalb einer Mannschaft immer mal wieder einer herausstechen. Oder muss er das sogar?

Mentaler Genuss

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"Isses?" fragte mich die Joggerin im Hamburger Park "Planten und Blomen", als sie mir lächelnd entgegenkam. "Isses was?" entgegnete ich ihr freundlich irritiert. "Running" rief sie, "Dein T-Shirt!"

'Running is mental' stand auf dem T-Shirt, das ich gerade trug, als ich auf dem Weg vom Hotel zur Messe durch den Park kam und ich rief ihr nach "na klar, das musst Du doch wissen!"

Während ich heute Abend auf der Tartanbahn meine Runden drehte, kam mir diese Begegnung wieder in den Sinn. 'Running is mental', dachte ich. Und ob. Mit jedem Schritt lasse ich ein wenig von dem Strandgut des Tages hinter mir und laufe mich frei.

Und wenn man dabei dann noch einen alten Freund trifft, mit dem man einige gemeinsame Runden drehen kann, dann ist es ganz sicher ein mentaler Genuss.

Wieder Weltmeister

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2011_10_09_Weltmeister.jpgWir sind wieder Weltmeister. Wir sind zudem der jüngste Doppelweltmeister aller Zeiten. Und das Ganze völlig unspektakulär. Ganz stetig hat Sebastian Vettel Rennen um Rennen beendet und hat dabei gewonnen und gepunktet. Vier Rennen vor Saisonschluss liegt er in der Wertung uneinholbar vorn. Was wieder einmal zeigt, dass Beständigkeit zum Ziel führt; erst recht, wenn man der Beste ist...

Mein vorzüglicher Glückwunsch.

Ohne?

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Kann das denn sein, dass ich ohne Özil bloggen muss heute Abend...?

Die Marias

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Nach einem Tag wie heute fällt es schwer, die Erlebnisse in Worte zu fassen. Denn nach Wochen des Bangens, ob ein Start beim Halbmarathon wegen meiner Wadenverletzung noch möglich ist, konnte ich heute antreten und sogar ein erfolgreiches Rennen abliefern, in dem ich meine Zeit aus dem Vorjahr sogar ein wenig verbessern konnte.

Gelernt habe ich, dass ich mich nicht hätte sorgen müssen: Entweder wäre es gegangen oder es wäre eben nicht gegangen. Und auch das wäre kein Problem gewesen, bestenfalls ärgerlich und enttäuschend.

Zudem habe ich gelernt, auf den Rat anderer zu hören und Hilfe anzunehmen, auch wenn man nach so vielen Jahren sportlicher Betätigung eigentlich alles wissen müsste:

Maria aus Reit im Winkl hat mir zunächst mit ihrer physiotherapeutischen Erfahrung und ihrer bayerischen Durchsetzungskraft klar gemacht, dass ich jede Belastung meiner Wade vermeiden soll. Hart, aber herzlich.

Und dann war da Maria aus Polen, die meinen plötzlich blockierten Rücken am Tag vor dem Lauf mit wenigen Handgriffen gelöst hat und mir damit schließlich einen schmerzfreien Lauf bescherte.

Man kann nicht immer alles können. Letztlich muss man sich auf den Teil konzentrieren, den man beherrscht. Und das ist heute gelungen. Übrig bleiben die Erinnerung an einen unvergesslichen Tag und die Dankbarkeit an die Marias. 

Sportliches Abenteuer

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2011_10_01_Marathon.jpg"T - 1". Nach dem erfolgreichen Test am Mittwoch geht es morgen nun auf die Halbmarathon-Strecke. Heute konnte ich die Startunterlagen holen. Wie erhofft kann ich aus der roten Startgruppe starten. Bleibt die Hoffnung, dass die Wade hält!

In Köln zu Laufen ist immer wieder ein außerordentliches Vergnügen: So viele verrückte Menschen an der Strecke, die uns Läufer gnadenlos anfeuern und nach vorne brüllen! Zuletzt waren es 800.000, bei dem schönen Wetter morgen dürften es kaum weniger sein.

Auf in das nächste sportliche Abenteuer, das ich dankbar angehen werde.

Tartanbahnfreuden

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2011_09_28_Tartan.jpg1 (Angst), 2, 3 (Skepsis), 4, 5 (horch in die Wade hinein), 6, 7, 8 (Verwunderung), 9, 10, 11 (verhaltene Freude), 12, 13, 14 (Erleichterung), 15, 16, 17 (Vorfreude auf Sonntag setzt ein), 18, 19, 20 (ich höre auf die Runden zu zählen)...

Nach einer Stunde und gut 20 Runden auf der Tartanbahn bin ich voller Freude, dass meine Wade hält. Dank aller Lauf- und Wanderabstinenz der letzten Wochen.

Köln - ich werde am Sonntag wieder dabei sein!!!
2011_09_16_Ruhpolding.jpgEtwas gewöhnungsbedürftig, aber sehr reizvoll und unterhaltsam: Sommer Biathlon! Und wenn es dann noch die Deutschen Meisterschaften sind, die zudem in der komplett erneuerten Chiemgau Arena vor der atemberaubend schönen Oberbayerischen Berglandschaft bei bestem Wetter stattfinden, dann dürfte dies ein perfekter Tag sein.

War es dann auch...
Was tun, wenn aus dem geplanten Aktivurlaub ein ungeplanter Passivurlaub wird?

Durch anhaltende Probleme mit meiner Wade veranlasst und auf Empfehlung unserer Freunde hier vor Ort, habe ich mich in die "heilenden Hände" einer hiesigen Physiotherapeutin begeben. Und die sagt, dass nur Ruhe meinen Muskelfaserriss heilen lassen würde. Mäßige Belastung, wie sie z.B. beim Spazierengehen aufkommt, wäre akzeptabel. Keinesfalls aber das Wandern in den Bergen.

Mit dieser Anweisung hat sie mir selbstredend einen großen Teil des für meine Erholung eingeplanten Aktivprogramms genommen. Jedoch nicht ohne die freundlich tröstende Bemerkung: "Lassen's sich halt a wenig gut geh'n und ruhen's sich aus. Des is' auch a schener Urlaub."

Ich werde darüber nachdenken. Zeit hab' ich dafür jetzt ja...

Hinterher

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Wenn man es dann wieder getan hat, ist man froh und kann nicht verstehen, warum man vorher in Erwägung gezogen hat, es nicht zu tun. Die Rede ist von der sportlichen Betätigung, genauer vom Fitnesstraining.

Um erst gar nicht in die Bredouille zu gelangen, am Trainingstag schließlich doch noch zu kneifen, packe ich meine Trainingstasche schon morgens und nehme sie mit. Dann kann ich vom Büro aus direkt zum Training fahren. Aber selbst das schützt vor Torheit, besser Faulheit, nicht: Man kann schließlich auch mit der Sporttasche im Kofferraum einfach heim fahren. Oft genug erfolgreich praktiziert.

Auch heute war die Versuchung groß und beinahe wäre ich ihr erlegen. Letztlich siegte dann doch die Vernunft, ich bin zu meiner Trainingseinheit angetreten und habe sie anständig absolviert.

"Hinterher ist man immer froh, dass man es wieder getan hat" sagte mir ein Mittrainierender in der Umkleide. 'Richtig' dachte ich, und wunderte mich, warum mich dieses gute Gefühl, das sich nach dem Training immer wieder einstellt, vorher nicht sicher hat motivieren können.

Ich hätte das besser wissen müssen...

Fake

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Da das Laufen draußen in der Natur derzeit für mich wegen der zickenden Wade nicht möglich ist, habe ich mich entschieden mich bis auf weiteres auf dem Crosstrainer im Fitnessstudio in Form zu halten. Dagegen ist prinzipiell nichts einzuwenden; ganz im Gegenteil: Es ist toll, dass es eine Möglichkeit gibt, sich ähnlich wie beim Laufen auszupowern, dabei aber nur minimale Schnellkräfte aus der Wade zu benötigen. Ergo: Die Wade hält.

Nachteilig ist jedoch ganz eindeutig, dass man sich bei dieser Art Training trotz aller Mühe und allem Schweiß (reichlich davon) nicht vom Fleck bewegt. In der Bewältigung dieser brutalen Ortsgebundenheit bleibt dann die Seelenhygiene als Ausgleich zur beruflichen Belastung - anders als bei einem ausgedehnten Waldlauf - etwas auf der Strecke. Ergo: Der Kopf rebelliert.

Dass Training physisch fordert ist jedem klar. Dass unterdessen die psychische Belastung nicht minder anstrengend ist mag überraschen. Und doch hat es etwas Gutes: Die mit der Langeweile aufkeimende hilflose Aggression setzt ungeahnte Kräfte frei.

'Geht doch', denke ich, als ich zur Dusche wanke, 'auch wenn sich dieses Fake hier ein bißchen anfühlt wie ein alkoholfreies Bier: Schmeckt so ähnlich, macht aber nicht so schön dümmelig..."

Rückschritt

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Eine Woche nach meiner wadenbedingten Strandung im Wald habe ich heute die ersten Laufschritte auf der Tartan-Bahn versucht. Nach nur 300 m - man kann das auf der Laufbahn gut abpassen - kommt der Schmerz wieder.

Nach gründlichem Dehnen läuft es weitere sieben Runden wie am Schnürchen. Danach geht plötzlich nichts mehr. Eine der Trainerinnen an der Laufbahn gibt mir den Tipp, erst einmal das Training einzustellen, was mir nicht gelegen kommt, da es nur noch sechs Wochen bis zum Halbmarathon sind.

Das Probetraining heute im Stadion war also mehr als enttäuschend, hatte aber die nicht zu unterschätzenden Vorteile, dass ich einen fachlich sauberen Ratschlag erhalten habe und mein Auto nicht weit entfernt stand.

Hat auch was...

Notfallpläne

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Um dem schlechten Gewissen morgen früh zu entgehen - siehe Eintrag vom Montag - habe ich mich heute in drangvoller Lust in die Laufsachen geworfen und bin losgelaufen. Es sollte nach einer lauffreien Woche ein Genußlauf werden und die äußeren Bedingungen waren mehr als günstig: Zeitig gestartet, luftige Wärme und gute Musik im Ohr.

Die ersten Kilometer verliefen verheißungsvoll. Mit lockerem, sicheren Schritt gings durch Wald und Feld, und das deutlich zügiger als ich gedacht hatte. Ich fühlte mich wohl und rechnete mir für den bevorstehenden Halbmarathon in gut sechs Wochen eine gute Zeit aus.

Noch im ersten Drittel der Laufstrecke, an einer recht langen, aber nicht allzu steilen Steigung, machte plötzlich die linke Wade "zu", wie man das so treffend sagt. Spontan diagnostizierte ich einen leichten Krampf und veränderte den Laufstil, um das Bein zu entlasten. Die Wade wollte sich jedoch nicht erholen. Auch die anschließenden Dehnversuche brachten keinen Erfolg: Der Schmerz bieb.

Also beschloss ich umzukehren und locker nach Hause zu laufen - ein mehr als ambitioniertes Unterfangen. Es blieb mir schließlich nichts anderes übrig als humpelnd zu gehen. Unangenehm und schmerzhaft obendrein.

Während ich so nach Hause trottete hatte ich reichlich Gelegenheit meine mir über die Jahre zurechtgelegten Rettungsszenarien durchzuspielen, in denen ich mich mitten im Wald mit einem offenen Schienbeinbruch nach Hause rettete.Wie falsch man so eine Situation doch einschätzen kann: Selbst mit dieser albernen Wadenzerrung habe ich über 40 Minuten gebraucht, um nach Hause zu kommen. Mit dem offenen Bruch hätte es sicher noch etwas länger gedauert.

Beim nächsten Mal, wenn sich mein Gewissen meldet, werde ich zunächst die Rückfrage stellen, wie es denn um die Notfallpläne bestellt ist. Ich bin gespannt, was mein Gewissen dazu sagt...

Faule Unpässlichkeit

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Als ich heute nach Hause kam, stand "Laufen" auf dem Programm. Und sogar das Wetter hätte mitgespielt. Nicht aber mein an diesem Abend schier unüberwindlicher innerer Schweinehund. Also blieb ich daheim und habe statt dessen einigen Papierkram erledigen können.

Natürlich haderte ich im Laufe des Abends mit meiner Entscheidung und meinem Schicksal. Hinterher weiß man es eh' immer besser: Eigentlich hätte ich dann doch besser den Sport gewählt...

"Dass Du mit Dir und Deinem Schicksal haderst ist ein gutes Zeichen", munterte meine Partnerin mich auf, "das ist ein gutes Zeichen dafür, dass Dir das alles nicht Gleichgültig ist."

Damit ließ sich dann sogar meine faule Unpässlichkeit ertragen...

Pitpush

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2011_08_07_DTM Nuerburgring.jpgDie heutige Frage ist: Warum tut man sich freiwillig Dinge an, von denen man weiß, dass sie eher unangenehm sind? Antwort: Weil man trotzdem nicht anders kann.

Die Rede ist hier vom so genannten "Pitwalk", einem etwa 30 minütigen Besuchsrundgang in der Boxengasse der DTM. "Pitwalk" kann man das eigentlich nicht nennen. Richtigerweise müsste es "Pitpush" heißen, denn mit tausenden anderen Besuchern wird man die Boxengasse rauf- bzw. runtergeschoben, abhängig davon von welcher Seite man gerade kommt.

Natürlich ist es einem vorher klar, dass es voll wird wie an einem Freitagabend im ICE von Hamburg nach Köln. Zudem hat man den Pitwalk auch bei vorangegangenen Rennen schon mitgemacht und weiß, dass es eigentlich nicht viel zu sehen gibt. Aber letztlich siegt die Angst, dass man etwas verpassen könnte und man lässt sich wieder von den Massen manövriert durch den schmalen Gang pressen.

Der österreichische Schriftsteller Peter Altenberg hat einmal gesagt

Überall gibt es Zuschauer -
Menschen, die an etwas interessiert sind,
das sie gar nicht interessiert.


Da ist dann schon etwas Wahres dran. Und vermutlich tut man sich deshalb dann auch den Pitwalk immer wieder an.

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