"Leben erleben, mit dir, den anderen, und mir"

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Veröffentlicht: 15 Jahren her

Dejà vue

Wie die drei Affen, die nebeneinander sitzend nichts hören nichts sehen und nichts sagen, so saßen unlängst die Bosse von GM, Ford und Chrysler vor dem US-amerikanischen Kongress und baten um Hilfe. Um genau zu sein: Um eine 25 Mrd US$-Hilfe.

Das allein ist schon spektakulär: Dass sich Manager, die jahrelange Mißwirtschaft zu verantworten haben, dies trauen ist bemerkenswert. Noch wesentlich bemerkenswerter ist allerdings, dass sie schlecht vorbereitet ihre Reise nach Washington D.C. antraten: Auf die Frage, was sie denn so sicher mache, dass sie die 25 Mrd US$ zurück zahlen könnten, wußte keiner von ihnen eine Antwort. Ich habe es im TV gesehen: Es war erschreckend, wie sie alle da saßen und keiner von ihnen sagte ein Wort. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber hier stimmt doch etwas nicht. Das kann doch gar nicht sein. 

Aber: Die mangelhaften Entscheidungen im Management, die jahrelange Ignoranz, das fatale Verkennen von Markttrends, die „uns-kann-schon- nichts-passieren-Arroganz“ und die „und-wenn-doch-dann-zahlt-der-Staat-das-schon-Sicherheit“ werden jetzt jäh bestraft.

Stichwort „bestraft“: Als sie da so in Einigkeit saßen, die drei Automobil-Päpste, da sah das mehr nach Straftätern auf einer Anklagebank aus. Vielleicht haben wir ja bald ein Dejá-vue?

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