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Veröffentlicht: 13 Jahren her

Drei Tipps um Husum und Friedrichstadt

Noch einmal verwöhnt uns das Wetter uns es lädt uns nach dem Pool-Tag gestern zu einer weiteren Tour ein.

Wir fahren nach Norden nach Husum, eine Stadt, von der ich viel gehört habe, aber nicht viel weiß. Klar: Husum ist alt, war aber lange völlig bedeutungslos. Bis dann im Januar 1362 eine Jahrhundertsturmflut aus dem verschlafenen Nest irgendwo im Binnenland einen Ort an der Nordsee machte. Weite Teile der Küste wurden seinerzeit Opfer des Wintersturms und Husum erhielt einen beschiffbaren Zugang zum Meer.

„Am grauen Strand, am grauen Meer und seitab liegt die Stadt…“ textete der wohl bekannteste Sohn von Husum, Theodor Storm, dessen Spuren uns auch heute von Haus zu Haus führen. Dass er gerne und oft umzog, erfahren wir von einer Mitarbeiterin im Storm-Museum… Und seiner Worte wie zum Trotz zeigte es sich heute von seiner farbigen Seite.Beschaulich ist Husum, ganz klar den Weg wert.

Beschaulich ist auch die nächste Station unserer Rundfahrt: Friedrichstadt.

Ehrlich – von Friedrichstadt kannten wir bislang nur den Palast, den wir aber nicht finden können;-). Aber wir finden ein bemerkenswertes kleines Juwel an der Treene. Interessant ist, wie Friedrichstadt entstand: Im 17. Jahrhundert wollte der Gottorfer Herzog Friedrich III. eine Handels- und Hafenstadt zwischen Eider und Treene gründen. Dazu lockte er Niederländer, die in ihrer Heimat ihren Glauben nicht ungehindert ausüben konnten mit dem Versprechen, dies in Friedrichstadt tun zu können, in seine neue Stadt. Sie alle kamen in Scharen: Mennoiten, Quäker, Sozianer, Juden, Lutheraner und einige Katholiken. Und sie drückten der Stadt ihren Stempel auf. So wirkt Friedrichstadt mit seinen Grachten und den rechtwinkeligen Straßenzügen auch heute noch wie Klein-Amsterdam. Wie gesagt: Sehr beschaulich. Nachteilig allerdings: Sucht man das Zentrum, sollte man nicht – wie sonst gerne praktiziert – den Kirchturm ansteuern: Derer gibt es wegen der vielen verschiedenen Glaubensrichtungen zu viele, und zwar über die ganze Stadt verteilt.

So beschaulich wie unsere Ziele sind auch Hin- und Rückfahrt. Wir überlassen die Streckenplanung dem Navi. Da es hier oben keine Autobahnen gibt kann die Planungsoption „kürzeste Strecke“ über kleine, sehr reizvolle Strecken führen…

Dies wäre dann unser Tipp No. 3…

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