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Veröffentlicht: 14 Jahren her

Vorsatz

Viele Menschen werden sich für das kommende Jahr, oder den Teil ihres Lebens, der heute beginnt, etwas vornehmen. Das sind dann die „guten Vorsätze“, die – so hat es die Vergangenheit oft genug bewiesen – nur selten erfolgreich durchgehalten werden. Dennoch nehmen viele den ersten Tag des neuen Jahres zum Anlass etwas zu beginnen, etwas zu aufzuhören, etwas anders zu machen oder überhaupt irgend etwas in oder an ihrem Leben zu ändern.

„Ein Vorsatz ist die konkrete Absicht, eine Handlung auszuführen“ beschreibt Wikipedia den  Begriff und meint damit die juristischen Bedeutung („dolus“). „Im Strafrecht beschreibt Vorsatz den wesentlichen Teil des inneren Tatbestandsmerkmals.“ Es würde zu weit führen auf die rechtswissenschaftliche Definition des Tatbestands einzugehen, aber klar wird eines: Vorsatz ist nicht nur ein frommer Wunsch, sondern ein wesentlich verbindlicheres, verpflichtenderes und ernsthaftes Ansinnen.

Wenn wir also insbesondere heute von „guten Vorsätzen“ sprechen sollten wir uns über die bindende Bedeutung im klaren sein und entschlossen an die Umsetzung gehen. Denn sonst ist dies kein Vorsatz, sondern nur ein Eventualvorsatz, der dann vorliegt, „wenn der Täter den Taterfolg als Folge seines Handelns für ernsthaft für möglich hält und ihn zugleich billigend in Kauf nimmt und sich damit abfindet.“

„Damit abfindet?“ So wollten wir unsere guten Vorsätze doch nicht verstanden wissen, oder?

Also wünsche ich all‘ denjenigen, die sich etwas vorgenommen haben, die Kraft und die Ausdauer ihr Ziel zu erreichen. Und allen anderen, die auf gute Vorsätze verzichtet haben für das neue Jahr die wesentlichsten Dinge: Glück und Gesundheit!

Warum auch Glück dazu gehört, wenn die Gesundheit allein doch nahezu alles ist, was wir brauchen? Nun: Gesund waren die Menschen auf der Titanic auch, aber sie hatten eben kein Glück…

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