"Leben erleben, mit dir, den anderen, und mir"

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Veröffentlicht: 13 Jahren her

Ein bißchen weh tun muss es

Vor einigen Wochen habe ich einen Hufschmied besucht. Während er mir sein Anwesen zeigte fielen mir zwei – selbst für meine unfachmännische Wahrnehmung – merkwürdige Hufeisen auf, die er hoch oben über einem Fenster an der Wand aufgehängt hatte.

Auf die Frage, was es mit diesen Hufeisen auf sich habe antwortete er mir, dass er diese Eisen vor vielen Jahren und entgegen jedem vernünftigen Rat geschmiedet und damit ein Pferd beschlagen hatte. Was er vorher nicht wahrhaben wollte: Die Eisen waren völlig unbrauchbar.

Nun hingen sie an seiner Wand, damit er – wann immer sein Blick darauf fällt – an seinen Fehler von damals erinnert werde, sagte er mir. Er dürfe diese Begebenheit niemals vergessen.

Heute erhielt ich einen Brief, der mich an einen Fehler von mir erinnerte. Nachdem ich ihn gelesen hatte fielen mir spontan die Hufeisen ein. Ich denke, ich sollte mir diesen Brief als mahnende Erinnerung rahmen (natürlich nur den Umschlag, denn was in dem Brief steht geht niemanden außer mich selbst etwas an) und mir so meinen Fehler immer wieder vor Augen führen.

Ein bißchen muss das weh tun, oder?

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