"Leben erleben, mit dir, den anderen, und mir"

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Veröffentlicht: 12 Jahren her

Balanceakt

Einer der schillerndsten Begriffe, die mir in der letzten Zeit untergekommen sind, ist sicherlich der Begriff „Work-Life-Balance“ (auch „Life-Domains-Balance“ genannt). „Work-Life-Balance“ beschreibt nichts anderes, als das (ausgewogene) Verhältnis zwischen Arbeit und Leben.

 

Ja, genau so habe ich beim ersten Betrachten des Begriffes auch gestutzt: das „ausgewogene Verhältnis von Arbeit und Leben“ impleziert ja, dass die Arbeit an sich gar nicht zum Leben gehört. Und dass für viele Menschen die Arbeit ein sehr wichtiger Lebensinhalt ist, wird in dieser Begriffsdefinition schlicht ausgeschlossen. Eine Abgrenzung von Arbeit und Leben ist zudem nicht möglich, weil das Leben selbst zunächst den Rahmen vorgibt, innerhalb dessen sich dann die Lebensinhalte, z.B. Arbeit, Familie, Freizeit und ähnliches, abspielen.

 

Weiter muss man für weite Teile der Bevölkerung doch auch davon ausgehen, dass die Arbeit die Lebensgrundlage darstellt. Und unabhängig davon, wie sehr die Arbeitsaufgabe den einen oder anderen ausfüllt; sie ist und bleibt die Existenzgrundlage. Dies wiederum stellt aus meiner Sicht eine klare Priorisierung dar: Ohne Arbeit wird es auch mit dem Leben schwierig.

 

Klar: Die einzelnen Lebensinhalte sollten in einem gesunden Verhältnis zueinander stehen. Und das dürfte bei jedem Menschen individuell unterschiedlich sein. Allerdings darf man sich die Sache auch nicht zu einfach machen und die „Work-Life-Balance“ zum Dogma erklären, denn gewissen Zwängen unterliegen wir alle und mit denen haben wir uns zu arrangieren. Dies vorausgeschickt und vor allem akzeptiert, fällt uns dann sicherlich auch unser ganz persönlicher „Work-Life-Balanceakt“ leichter…

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