"Leben erleben, mit dir, den anderen, und mir"

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Veröffentlicht: 11 Jahren her

Soviel Du brauchst

Immer wieder heißt es, dass ein Mensch von nur drei Stunden Erwerbstätigkeit pro Tag leben könne, wenn er sich in seinem Leben auf das Wesentliche beschränken würde. Natur nahe Völker seien heute in der Lage, mit deutlich weniger Arbeit ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Der entscheidende Unterschied zwischen uns und den „Dreistunden-Arbeitern“ liegt offenbar in unserem „Sammel-“ oder besser gesagt „Hortverhalten“: Dadurch, dass wir Besitz haben und bemüht sind diesen auszuweiten, müssen wir mehr leisten, als wir es zum Leben eigentlich benötigen.

Nicht ohne Grund spricht man in diesem Zusammenhang vom „Horten“, umgangssprachlich auch Hamstern genannt. Es bedeutet, „Gegenstände oder Sachen wegen ihrer Kostbarkeit oder Knappheit zu sammeln und über den Eigenbedarf (bis zur möglichen Wiederbeschaffung) hinausgehend als Vorrat anzulegen“ (Wikipedia). Horten bindet Mittel und Zeit. Ob wir diese Vorräte stets in diesen Mengen und in dieser Auswahl benötigen ist unklar.

Klar hingegen ist: Dieses Verhalten entspricht nicht nur unseren Wünschen, sondern unterliegt in weiten Teilen auch gesellschaftlichen, politischen oder psychologischen Zwängen. Wenn wir aber einmal genauer darüber nachdenken, stellen wir möglicherweise fest, dass wir uns mit einer Reduktion im Konsum, im Lebensstil oder unseren Ansprüchen generell ein wenig aus dieser Zwickmühle befreien könnten.

Das Motto des gerade beendeten Deutschen Evangelischen Kirchentags scheint in dieser Hinsicht passend: „Soviel Du brauchst.“

Wie viel brauchst Du?

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