"Leben erleben, mit dir, den anderen, und mir"

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Veröffentlicht: 11 Jahren her

Situationsoptimierend

Ich fahre nicht gerne Auto. Ich glaube, das habe ich an dieser Stelle schon einmal erwähnt. Das hat nichts mit dem Autofahren an sich zu tun, sondern mit der Tatsache, dass man auf den Straßen nicht ungestört und einfach so fahren kann, wie man mag, sondern, dass man sich an bestimmte Regeln halten muss und dass da auch noch andere außer mir fahren. Meistens jedenfalls. Und dann macht das nicht mehr so viel Spaß.

Heute, auf einer längeren Fahrt nach Süden, habe ich mir gedacht, dass es sich anbietet, das Übel der Fahrerei mit einigen abwechslungsreichen Pausen zu unterbrechen – ganz gegen meine übliche Überzeugung, unangenehme Dinge möglichst schnell – meist auf der linken Spur – hinter mich zu bringen.

Was soll ich sagen: Die Zwischenstopps heute haben Zeit gekostet. Statt der gewöhnlich benötigten 6 Stunden haben wir mehr als 10 gebraucht. Dafür haben wir eine sehenswerte Stadt gesehen (genau darum geht es, bei „sehenswert“, lecker gegessen (gibt Ruhe auf der linken Spur) und haben beim Shopping einige Schnäppchen ergattert. Das wiederum führte insbesondere bei meiner besseren Hälfte zu einer alles beeinflussenden Idealkonstellation aus Urlaubsbeginn und modischer Kleidungsergänzung, die in ihrer Art und Wirkung einzigartig sein dürfte.

Merke:
Erstens: Ein Weg wird kürzer, wenn man ihn in mehrere Abschnitte aufteilt. Zweitens: Jeder Zwischenstopp birgt Verbesserungspotenzial.

Nein. Ich fahre nicht gerne Auto. Es zwischendurch zu lassen hat sich als situationsoptmierend erwiesen. Zur Nachahmung empfohlen.

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