"Leben erleben, mit dir, den anderen, und mir"

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Veröffentlicht: 9 Jahren her

Klein gegen groß

So wie früher

Ein guter Freund von mir pflegt immer zu sagen: „Kleine Kinder – kleine Sorgen, große Kinder, große Sorgen.“ Er hat drei Töchter, mittlerweile allesamt erwachsen und das müsste mir Beweis genug sein, dass er weiß wovon er spricht.

Aber so recht daran glauben, dass diese Weisheit immer und auf jeden zutrifft, mag ich nicht. Eine so fatalistische Sicht würde jedem, der es überhaupt in Erwägung zieht, ein Kind haben zu wollen, den Mut dazu nehmen, und denjenigen, die schon eines haben, die verbleibende Lebenszuversicht rauben, und zwar vollständig.

Meine Tochter, bald 18 Jahre alt und im kommenden Jahr vor dem Abschluss ihrer schulischen Laufbahn stehend, überraschte mich heute mit sehr konkreten Vorstellungen darüber, wie sie sich ihre berufliche Ausbildung und ihren weiteren Werdegang denn vorstelle. Und das, obwohl ich in den letzten Wochen und Monaten, seit dieses Thema in unserem gemeinsamen Leben virulent ist, mir viele Gedanken und mindestens ebenso viele Sorgen darüber gemacht hatte; hatte meine Süße doch wenig Fokussiertheit und – was mir noch viel schlimmer erschien – wenig Motivation gezeigt, einen praktikablen Weg für sich selbst zu suchen.

Dass sich manche Probleme oder Sorgen so mir-nichts-Dir-nichts in Luft auflösen, davon ist nicht immer auszugehen. Aber auch nicht davon, dass kleine Kinder immer nur kleine Sorgen bereiten, während große Kinder große Sorgen verursachen. Beweis gefällig? Gerne! Während ich diese Zeilen schreibe, sitzt meine große Tochter neben mir und kämpft mit einem heftigen Schluckauf. Das konnte sie schon früher, als kleines Kind, uns stundenlang mit nicht enden wollendem Hicksen nerven.

Und so macht sie das dann auch heute noch. Merke: Große Kinder können auch kleine Sorgen machen. Ganz kleine…

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